„Würfel als Symbol für Spiel und Freizeit“

Auf der Feuerwehrwiese dienen die zehn von den Jugendlichen gestalteten Steinblöcke als Sitzgelegenheit. Vielleicht kommt irgendwann noch ein Feuerkorb in der Mitte dazu. Foto: A. Wiese

In Negenborn wurde das zwölfte Kunstwerk von „Kinderrechte x 16“ eingeweiht

Negenborn (awi). Es geht voran: Am Sonnabend wurde das zwölfte der insgesamt 16 Kunstwerke im Rahmen der Aktion „Kinderrechte x 16“ auf der Feuerwehrwiese in Negenborn eröffnet. Im Rahmen der Ganztagsschule haben Kinder und Jugendliche sich mit den zehn Kinderrechten auseinandergesetzt und passend dazu zehn Steinquader gestaltet. Zusätzlich bildet ein steinernes Smartphone die „Eingangsschwelle“ zu dem Würfelkreis. Die Künstler Michael und Kwan Ho Yuh Zwingmann freuten sich ebenso wie die IGS-Schüler über die große Beteiligung am Sonnabendmorgen. Der Traditionsverein bewirtete die
Gäste anschließend. Die stellvertretende Bürgermeisterin Rebecca Schamber richtete ihren Dank an die jungen Künstler, die sogar in ihren Ferien an den Blöcken gearbeitet hätten. Das sei doch ein Zeichen, wie sehr sie das Projekt begeistert habe. Sie bedankte sich aber auch bei den begleitenden Künstlern sowie Jugendpfleger Torbjörn Johansen, Betreuerin Karoline Hamann und JuKu-Leiter Bernd Tschirch. Besonders gefalle ihr aber, dass die Kinderrechte in der Wedemark so in den Mittelpunkt gerückt seien, betonte Schamber. Diesen Punkt hob auch Ortsbürgermeister Peter Reuter hervor, der das Projekt von Anfang an begleitet hatte. Karoline Hamann kann sich für die Steinquader keinen besseren Ort als die Feuerwehrwiese in Negenborn vorstellen. Auf der Bürgerwiese hätten Sitzmöglichkeiten gefehlt. Ihr sei wichtig gewesen, dass die Kinder und Jugendlichen die ganze Zeit eingebunden seien, unter dem Motto „Planer, Handwerker und Bauherren, das seid ihr!“ Ganz intensiv hätten sich die Schüler mit den einzelnen Rechten beschäftigt: Das Kreuz steht für das Recht auf Gesundheit und Hilfe im Krankenhaus, der Würfel mit den klassischen sechs Würfelseiten für das Recht auf Spiel und Freizeit, der Würfel mit dem ABC, Zahlen und einem chinesischen Schriftzeichen für das Recht auf Bildung. Der Stein mit dem Mund symbolisiert das Kinderrecht auf freie Meinungsäußerung, das Herz steht für das Recht auf elterliche Fürsorge, das Haus für das Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht, die Waage für das Recht auf Gleichheit, die Faust für das Recht auf Schutz vor Gewalt und der Rollstuhl symbolisiert das Recht auf besondere Betreuung und Förderung bei Behinderung. Jetzt hoffen die jungen und die erwachsenen Künstler, dass viele Interessierte die Sitzgruppe auf der Negenborner Bürgerwiese in Augenschein nehmen werden.