Wunschliste der Gymnasiasten an die Gemeinde

Politiklehrer Wilhelm Heim (von links) mit den Schülern Veit Burger, Leon Künker, Schulleiterin Swantje Klapper, Lauris Richter, Corvin Tolle, Gemeindekämmerer Joachim Rose und Claudia Schwegmann. Foto: Gymnasium Mellendorf

Schüler sprechen sich für Bildung, Windkraft, Radwege und Müllvermeidung aus

Wedemark. Mehr Engagement in den Bereichen Bildung, Windkraft, beim Ausbau des Fahrradwegenetzes, der Müllvermeidung sowie Bürgerbefragungen und die Transparenz von Daten – das wünschen sich Schüler des Gymnasiums Mellendorf von ihrer Gemeinde. Die Wunschliste haben die Gymnasiasten im Politikkurs mit ihrem Lehrer Wilhelm Heim erarbeitet und am Dienstag an Gemeindekämmerer Joachim Rose übergeben. Die Schüler aus dem elften Jahrgang beschäftigten sich zunächst mit dem Thema Globalisierung und Nachhaltigkeit, unter anderem während eines Workshops „Global denken, lokal planen!“ mit Claudia Schwegmann von der Open Knowlegde Foundation. Hier ging es um die Auseinandersetzung mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, auf die sich die Staaten beim UN-Gipfel im Jahr 2015 in New York geeinigt hatten und die bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden sollen. Die Schüler gingen in zwei Gruppen der Frage nach, wie eine nachhaltig arbeitende Gemeinde und Schule aussehen könnten und entwickelten konkrete Vorschläge für die Wedemark und das Gymnasium. Jetzt präsentierten die Schüler ihre Ergebnisse dem Gemeindekämmerer und ihrer Schulleiterin Swantje Klapper. Grundsätzlich stellen sie beiden Einrichtungen ein gutes Zeugnis aus, sehen aber noch Nachholbedarf – auch beim Gymnasium. Das müsse sich noch stärker mit den Themen Digitalisierung, Mensagestaltung und Kommunikation beschäftigen.
Kämmerer Joachim Rose und Schulleiterin Swantje Klapper nahmen die konstruktiven Vorschläge gern entgegen. Rose und Klapper regten sogar die Gründung einer „Nachhaltigkeits-AG“ durch die Schüler an, an der sich sowohl das Gymnasium als auch die Gemeinde projektbezogen beteiligen würden. Das unterstützt auch Politiklehrer Wilhelm Heim: „Es ist wichtig, diese Signale zu setzen, damit die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen auch in der Wedemark mit Leben gefüllt werden können.“