Zahlreiche Beschlussfassungen erfolgen einvernehmlich

Jochen Pardey (Mitte) leitete die öffentliche 11. Bauausschusssitzung. Foto: B. Stache

Ausschuss für Planen und Bauen tagt im Schulzentrum Mellendorf

Mellendorf (st). Zur 11. öffentlichen Sitzung war am Donnerstagabend der Ausschuss für Planen und Bauen im Schulzentrum Mellendorf zusammengekommen. Jochen Pardey, der die Sitzung leitete, begrüßte zu Beginn Rudi Ringe, der in Vertretung des Ausschussvorsitzenden Holger Bleich teilnahm. Vor Behandlung der öffentlichen Tagesordnung eröffnete Pardey die Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner. Ein Bissendorfer Bürger stellte Fragen zur Regenwasserentsorgung, den anfallenden Gebühren sowie zur Grundwasserentsorgung mithilfe von Drainagepumpen. Antworten lieferte der Teamleiter Hartmut Meißner, der wie Holger Zorn, stellvertretender Fachbereichsleiter Planen und Bauen, für die Wedemärker Verwaltung an der Ausschusssitzung teilnahm. Ein Einwohner aus Brelingen thematisierte die „Neuaufstellung des Bauplanes Gewerbegebiet Ost in Brelingen“ und machte keinen Hehl aus seiner Ablehnung der entsprechenden Pläne aus dem Rathaus. „Das haben wir so gemeinsam im Rat beschlossen“, erklärte Holger Zorn und begründete die weitere Vorgehensweise der Verwaltung. Diese sei vom Verwaltungsausschuss beauftragt worden, das Auslegungsverfahren zu wiederholen: „Das werden wir tun“, so Zorn, der unter dem Tagesordnungspunkt „Mitteilung der Verwaltung“ auch die Neuauslegung des Bebauungsplanes Wennebosteler Kirchweg - Westseite (Sennheiser) ankündigte. Die geplante Bebauung eines Grundstückes neben der Gärtnerei Borgas an der Brelinger Straße durch die Firma Depping stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Die Ausschussmitglieder nahmen den entsprechenden Entwurf zur Flächennutzungsplanänderung „Gewerbegebiet Kleegarten“ einstimmig an, ebenso die neue Abwasserbeseitigungssatzung, jedoch mit dem Hinweis auf einen zusätzlichen Passus „Bestandsschutz für bereits fertig gestellte Häuser“. Holger Zorn stellte dem Gremium am Abend noch ein sieben Punkte Programm als Vorschlag für die Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms der Region Hannover vor. Auf Anregung von Erik van der Vorm wurde die Verwaltung gebeten, bis zur Sitzung des Verwaltungsausschusses am kommenden Montag hierzu einen ergänzenden Formulierungsvorschlag zu unterbreiten, die vorgegebene fünf Prozent Regelung für die Dorfentwicklung nicht im Regionalen Raumordnungsprogramm aufzunehmen. Dadurch sollen auch kleineren Ortschaften Entwicklungsmöglichkeiten offenstehen. „Um dieses Thema hat sich die Gemeinde Wedemark in der letzten Zeit im Zuge der Gemeindeentwicklungsplanung intensiv gekümmert“, erklärte Jochen Pardey und ergänzte: „Sie schafft sich damit eine gute Möglichkeit, auf die Aufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms Einfluss nehmen zu können.“ Auch dieser Tagesordnungspunkt wurde einstimmig beschlossen, ebenso wie die 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 16/10 „Höllenfeld (Nordteil) in Wennebostel sowie der Antrag der SPD-Fraktion, die Bushaltestelle Abbensen/CVJM-Heim zeitnah verkehrssicher neu herzustellen. „Die Gemeindeverwaltung untersucht unter Beteiligung und Mithilfe der Polizei und der RegioBus alle Bushaltestellen in der Wedemark und legt dem Rat eine Prioritätenliste für notwendige Baumaßnahmen vor“, heißt es im zweiten Teil des Antrages. Einstimmig fiel auch der Beschluss, die „Bauleitplanung zum Ausschluss von Werbeanlagen in Berkhof und Mellendorf“ zu vertagen. Der Satzung über die Verlängerung der Veränderungssperre für den Bereich Wedemarkstraße 50 und Kaltenweider Str. 31 im Ortsteil Mellendorf sowie einem Grundstück in Berkhof wurde zugestimmt.