Zehn Jahre Berufsinformationstag

Jutta Holtmann (von rechts), Karen Drews, Swantje Klapper, Tore Böttcher, David Messow, Cedric Beck und Louisa Hausburg beim Pressegespräch anlässlich 10 Jahre Berufsinformationstag am Gymnasium Mellendorf. Foto: B. Stache

Verein der Freunde und Förderer des Gymnasiums Mellendorf engagiert sich

Mellendorf (st). Seit nunmehr zehn Jahren bietet der Verein Freunde und Förderer des Gymnasiums Mellendorf mit dem Berufsinformationstag (BIT) für Schüler des 11. Jahrgangs einen wichtigen Baustein auf der Suche nach dem richtigen Beruf an. Aus Anlass des Jubiläums hatte die erste Vorsitzende Karen Drews als Gründungsmitglied zu einem Pressegespräch in das Gymnasium eingeladen. Gemeinsam mit Jutta Holtmann, die ebenfalls von Beginn an dabei ist, erinnerte die Vorsitzende an die Anfänge des BIT. Beide hatten sich damals fest vorgenommen, einen solchen Tag am Gymnasium zu installieren. „Wir haben uns einen Termin und eine Struktur ausgeguckt, die uns ganz gut gefiel“, erklärte Jutta Holtmann rückblickend. Anfangs wurden dafür Räume in Bissendorf organisiert. Heute findet der BIT für die Mellendorfer Gymnasiasten im Produktionstechnischen Zentrum Hannover statt. Dies ist eine Einrichtung der Fakultät für Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover in Garbsen. Am Freitag, 16. März, werden sich dort die zirka 124 Schüler des 11. Jahrgangs zum diesjährigen BIT treffen. Der Verein der Freunde und Förderer des Gymnasiums organisiert die Busse für die Hinfahrt und das Catering, das mit einer stärkenden Suppe den Abschluss der Informationsveranstaltung bildet. Die Rückfahrt erfolgt in eigener Verantwortung. Insgesamt zwölf Berufsfelder mit kompetenten Ansprechpartnern stellen sich den Schülern beim BIT vor. So stehen beispielsweise die Bereiche Jura, Steuerberatung, Wirtschaftswissenschaften oder auch Bundeswehr, Polizei, zivile Luftfahrt und Eventmanagement/Hotel Touristik auf dem Plan. Aber auch Medien, Medienmanagement, Politik und Maschinenbau/Elektrotechnik konnten ausgewählt werden. „Wir hatten in den vergangenen Jahren eine verstärkte Nachfrage für Psychologie – Banken sind rausgefallen“, berichtete Jutta Holtmann und Karen Drews ergänzte: „Das Thema Medien hat zugenommen.“ Gestiegenes Interesse hätten die Schüler auch an den Feldern Informatik und Pflege. Zirka 60 Referenten, von denen viele einen Bezug zur Wedemark und zum Gymnasium haben, stehen am BIT den Gymnasiasten mit Rat und Tat zur Seite. Louisa Hausburg aus der 11. Klasse hatte bereits 2017 daran teilgenommen und sich über die Bereiche Polizei, Zoll, zivile Luftfahrt, Bundeswehr sowie Sport informiert. In diesem Jahr hat sie sich neben dem Berufsfeldkomplex „Polizei“ auch noch für Eventmanagement eingetragen. Sie habe eine positive Erinnerung an den ersten BIT, wie auch die meisten ihrer Mitschüler, erinnerte Louisa Hausburg: „Es hat Spaß gemacht.“ Besonders hilfreich fand sie die Möglichkeit, mit den Referenten Kontakte zu knüpfen, um zielgerichtet in der Berufswahl voranzukommen. Cedric Beck gab ebenfalls ein positives Feedback – beim kommenden BIT hat er sich für Medien und Eventmanagement angemeldet. Für David Messow aus der 12. Klasse hat sich der BIT 2017 mit den Berufsfeldern Mathematik und Informatik sowie „Polizei“ besonders gelohnt. „Ich mache jetzt ein duales Mechatronik-Studium bei der Conti“, berichtete er. Los geht es bereits am 2. Juli diesen Jahres. Da nicht jeder Schüler des Gymnasiums ein Studium anstrebt, sei es wichtig, auch Institutionen wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie die Handwerkskammer in das BIT-Angebot einzubinden, betonte Jutta Holtmann. „An der Resonanz der Referenten merkt man, dass Fachkräftemangel herrscht“, stellte Karen Drews mit Hinweis auf die angespannte Situation am Arbeitsmarkt fest. Sie nutzte die Gelegenheit, allen Helfern zu danken, die sich am BIT engagieren, darunter auch Eltern ehemaliger Schüler. „Wir als Schule sind dankbar, dass wir den Berufsinformationstag an der Universität machen können“, brachte Schulleiterin Swantje Klapper ihre Freude zum Ausdruck. „Alles, was nicht an der Schule läuft, hat eine andere Atmosphäre. Die Organisation ist perfekt.“ Im Beisein des Jahrgangsleiters Tore Böttcher erläuterte sie den Aufbau der Berufsvorbereitungsmaßnahmen am Gymnasium Mellendorf. „Wir beginnen im 8. Jahrgang mit dem Zukunftstag Ende April jeden Jahres. Im Jahrgang neun führen wir ein dreitägiges Joblabor durch mit Assessment-Training. Dazu gehört ein Projekt in einem Betrieb, beispielsweise bei MediTECH in Bissendorf.“ Die Schüler des 10. Jahrgangs gehen zur Betriebsbesichtigung zu VW und Conti und verbringen einen Tag im Berufsinformationszentrum (BIZ) in Hannover. „Ein zweiwöchiges Betriebspraktikum wird in der Einführungsphase durchgeführt – zukünftig in Jahrgang elf“, erklärte Swantje Klapper. „Dieses gesamte Spektrum dient der Berufs- und Studienorientierung unserer Schüler“, fasste die Schulleiterin alle Maßnahmen zusammen. Wegen der geänderten Schulstruktur von G8 auf G9 wird es im kommenden Jahr keinen BIT geben, informierte Karen Drews.