Zukunftstag – eine willkommene Abwechslung

Die Gemeinde Wedemark hatte am Donnerstag gleich mehrere Schüler beim Zukunftstag zu Besuch und zeigte ihnen den Betrieb im Rathaus.
 
Lina Marie Brandt sortiert im Schuhhaus Barke in Bissendorf Handtaschen auf einen Ständer.

Schüler aller Schulformen schnupperten einen Tag lang in verschiedene Berufe hinein

Wedemark. Heute bin Ich – Angelina Hoffmann aus Mellendorf, Schülerin der achten Klasse der IGS, beim Wedemark ECHO im Einsatz. Denn heute ist Zukunftstag. Ich habe mich mit ECHO-Redakteurin Anke Wiese im Rathaus getroffen. Im Rathaus gibt es acht Schüler, die ihren Zukunftstag dort verbringen. Samantha Beyzak, Kelton Joshua Gruber, Marlene Leonard, Jörn Otto, Celine Schreiber, Lara Christin Jansen, Garip Assani und Alina Hennig werden von Katharina Welk und Maike Brandt begrüßt. Sie sind Gemeindeinspektoranwärterinnen und Uljana Schlepphorst ist Auszubildene zur Verwaltungsfachkraft und haben die Verantwortung für die Zukunftstagler. Als Erstes lernen die Schüler, was man im Verwaltungsbereich macht. Danach machen sie einen Rundgang und begeben sich anschließend auf eine Rallye quer durchs Rathaus, die die Verwaltungsmitarbeiter für sie ausgearbeitet haben. Wir machen ein Gruppenfoto auf dem Rasen vor dem Rathaus und fahren dann zum REWE-Markt der Familie Silberzahn. Joachim Silberzahn hat drei syrische Schüler aus der Realschule in seinem Markt heute. Diyar Abda, Abdul Rahman Gahadri und Oday Albagadadi räumen das Obst in die Regale, laden Blumen mit ab und helfen bei allem, was anfällt. Die Verständigung ist zwar nicht immer so einfach, weil sie die deutsche Sprache noch nicht so gut beherrschen, aber mit Händen und Füßen geht es. Joachim Silberzahn hat imponiert, dass die Schüler selbst Initiative gezeigt und sich bei ihm für den Zukunftstag beworben haben. Anschließend waren wir bei Schulze Assekuranz GmbH. Matthias Schulze steht der Zusammenarbeit mit Schülern sehr aufgeschlossen gegenüber und bietet auch Praktikumsplätze an. Beim Zukunftstag macht Matthias Schulze schon seit 19 Jahren mit, er hat die Wandlung vom reinen Girlsday zum heutigen Zukunftstag für alle Schüler also bewusst miterlebt. Die Firma hat heute Alicia Hoffmann von der IGS Wedemark zu Gast. Ihr wurde gezeigt, wie man scannt und sie durfte das Elzer Schützenhaus ausmessen, das bei Schulze Assekuranz versichert ist. Danach machen wir uns auf den Weg zum famila-Markt in Mellendorf. Marktleiter Jens Luxat hat zwei Schüler in seinen Reihen. Max Bösler von der IGS Wedemark und Leonie Wegner von der Realschule haben bereits um 8.15 Uhr angefangen. Luxat legt Wert darauf, dass sie im famila-Outfit auflaufen, auch wenn sie nur einen Tag da sind. Die Identifikation mit dem Unternehmen ist ihm wichtig. Er möchte ihnen ermöglichen in den Beruf reinzuschnuppern und zu sehen, wie das Arbeitsleben so abläuft. In der Buchhandlung von Hirschheydt ist Sophie Henstorf von der Realschule damit beschäftigt, Gutscheine auszuschneiden. Später soll sie noch Ware auspacken, auszeichnen und einordnen. In der Buchabteilug soll sie außerdem die gleichaltrigen Kunden beraten oder Mütter mit Kindern in ihrem Alter und sich daher ein paar Bücher anschauen, damit sie sie empfehlen kann. Sophie liest selber sehr gerne und hat daher großen Spaß daran. Schließlich fahren wir noch im Schuhhaus Barke in Bissendorf vorbei. Hier können Schüler ihren Zukunftstag handwerklich in der Schumacherwerkstatt von Lothar Barke verbringen oder sich auf den Verkauf konzentrieren. Lina Marie Brandt und Jannick Terbrack von der IGS durchlaufen beide Bereiche. Sie wechseln sich zwischen der Werkstatt und dem Verkauf ab. Jannick hat Spaß daran, in der Werkstatt zum Beispiel Einlagen anzufertigen. Christine Pausewang, die über fast 40 Jahre Berufserfahrung verfügt, führt die Schüler in den Verkauf ein. So haben sie am Ende des Tages einen guten Einblick in das Handwerk und den Einzelhandel bekommen. Wir sind jetzt mit allen Besuchen durch und fahren ins Büro, damit ich den Text über diesen abwechslungsreichen Tag schreiben kann. Dabei werde ich sofort ins kalte Wasser geworfen, denn ich soll den Text im Redaktionssystem Gogol erfassen. Erst sieht es so kompliziert aus, aber, oh Wunder, dann funktioniert es doch. Nach einigem Hin und Her ist der Text fertig, jetzt müssen wir nur noch die Fotos einfügen und das Ganze auf einer Zeitungsseite aufbauen und mein erster Zeitungsartikel steht. Puh, aber ob ich das wirklich mal beruflich mache möchte, das weiß ich heute noch nicht. Gut, dass ich für diese Zukunftsentscheidung noch ein paar Jahre Zeit habe! Angelina Hoffmann