Zum zweiten Mal sind die Lüßmanns Gastfamilie

Schon ist Weihnachten vorbei, die Gastschülerin Natália Palcová schmückt gemeinsam mit ihrem Gastbruder Robert Lüßmann den Christbaum ab. Foto: L. Irrgang

Natália Palcová aus der Slowakei lebt ein Jahr in Meitze

Meitze (ig). „Beim letzten Mal hat es uns einfach sehr viel Spaß gemacht und es war eine ganz tolle Erfahrung“, erklärte Christiane Lüßmann die Beweggründe, erneut für ein Jahr ein Gastkind in ihrer Familie aufzunehmen. Schon im vergangenen Jahr war eine Sprachschülerin bei den Lüßmanns in Meitze zu Gast „und wir wollten einfach noch einmal für ein Jahr eine Gastfamilie sein.“
Seit August lebt die 17jährige Natália Palcová aus Bratislava in der Slowakei nun in der Familie. Zwar war sie bereits einmal vor rund vier Jahren in Deutschland, damals besuchte sie jedoch noch ihre Schwester, die ebenfalls eine einjährige Sprachreise machte. „Meine Schwester war damals auch in Hannover, ihr hat es sehr gut gefallen und ich wollte auch hierher.“ Dass es nicht direkt die Stadt geworden ist, sei nicht schlimm; ganz im Gegenteil, denn das ländliche Leben in der Wedemark sei sehr sehr schön. „Und ich finde es hier schöner als es meine Schwester in der Stadt hatte.“ Bedingt durch das Kurssystem ab der elften Klasse im Gymnasium habe sie sehr viele neue Leute kennen gelernt, „aber auch schon erste Freunde gefunden.“ Zudem ist sie in der Freiwilligen Feuerwehr von Meitze aktiv und singt im Schulchor des Gymnasiums. „Es gefällt mir hier wirklich alles sehr gut“, so die 17jährige, zudem habe sie mit ihrer Gastfamilie auch schon viel von Deutschland gesehen. Neben einer Radtour von Sylt nach Brunsbüttel sei man auch schon gemeinsam in Bremen und Lübeck gewesen. Als weitere Ziele, die noch besucht werden sollen, stehen Hamburg und die Insel Föhr an. Ende Februar lerne sie dann einen ganz besonderen deutschen Brauch kennen, denn ein Treffen aller Gastschüler von sämtlichen Organisationen in Braunschweig findet zur Karnevalszeit statt, und die Gastschüler werden voraussichtlich mit einem eigenen Wagen an dem Umzug teilnehmen. „So etwas gibt es bei uns in Bratislava nicht, da bin ich sehr gespannt.“
Natália spricht fast fließend deutsch, was wohl mit an ihrer Schule in der Slowakei liegt. „Dort wird sehr viel deutsch gesprochen, und nicht nur als reines Fach, ich habe ganze Fächer komplett auf Deutsch, wie z. B. Biologie, Geschichte, Mathe oder Physik und Chemie.“ An der Schule werde auch Englisch unterrichtet, „aber ich habe den Schwerpunkt Deutsch.“ Das nun laufende Jahr bei der Gastfamilie in Deutschland diene auch dazu, die Sprachkenntnisse weiter zu vertiefen, „denn später einmal würde ich ganz gern in Wien studieren.“
Weihnachten fern von zuhause bei einer Gastfamilie habe ihr nichts ausgemacht, vielmehr sei es wunderschön gewesen, auch einmal andere Bräuche kennen zu lernen. „Es passt alles sehr gut“, bestätigt auch Gastmutter Christiane Lüßmann, zum Weihnachtsessen habe Natalia einen Gang beigesteuert, da habe man gemeinsam nach einem Rezept von Natalias Großmutter Waffeln mit Honig und Knoblauch als Vorspeise zubereitet. Bei den kommenden großen Feierlichkeiten wird Natalia dann sogar Besuch von ihrer Familie bekommen, „denn zu Ostern wird mich meine Familie besuchen kommen.“