Zustimmung von allen Seiten für emilie

Stießen beim Empfang am Freitag gemeinsam auf „emilie“ an: Die CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg (von links), Superintendent Holger Grünjes, die Parlamentarische Staatssekretärin im Familienministerium, Caren Marks, die Leiterin der evangelischen Kita in Mellendorf, Caren Holstein-Lemke, Lars Arneke vom Kirchenkreis, Anke Cohrs, die Koordinatorin des Familienzentrums, und Pastorin Silke Noormann. Foto: A. Wiese

Familienzentrum der evangelischen Kirchengemeinde Mellendorf jetzt offiziell eröffnet

Mellendorf (awi). Jetzt ist das evangelische Familienzentrum emilie in Mellendorf auch ganz offiziell am Start: Am Freitag haben die evangelische Kirchengemeinde Mellendorf und der Kirchenkreis emilie mit einer bunten Mischung aus Gästen aus Politik, Kirche und Interessierten eingeweiht. Moderiert von Lars Arneke, dem pädagogischen Leiter der Kitas im Kirchenkreis, gaben Superintendent Holger Grünjes, Pastorin Silke Noormann, die Parlamentarische Staatssekretärin im Famlienmi-
nisterium, Caren Marks, Bürger-meister Helge Zychlinski, Koordinatorin Anke Cohrs und Kita-Leiterin Caren Holstein-Lemke emilie gute Wünsche mit auf den Weg. Holger Kirleis sorgte mit akustischen Klängen aus dem Alltag für eine ebenso originelle wie unterhaltsame musikalische Umrahmung.
Heute findet das ein gutes Ende, was vor langer Zeit begonnen habe, hatte Lars Arneke die Gäste im evangelischen Gemeindehaus am Kirchweg begrüßt. Die richtige Arbeit passiere jetzt hier, der Kirchenkreis übernehme nur die Logistik im Hintergrund. Superintendent Holger Grünjes als Trägervertreter versicherte, er sei in froher Erwartung hierher gekommen. Neun Jahre sei es her, dass das erste Mal von einem Familienzentrum gesprochen worden sei. Nach Emma und Paul in Langenhagen sei emilie jetzt das zweite Familienzentrum im Kirchenkreis, was ein Zeichen für einen unglaublichen Wandlungsprozess in der Welt sei. Ein Familienzentrum im Sinn zu haben sei eine Sache, es zu planen eine andere und es auch tatsächlich umzusetzen noch mal eine dritte Geschichte, so Grünjes. Dazu bedürfe es Energie, Knowhow und treibender Kräfte. Das Team der Kita Krausenstraße habe sozusagen seismografische Gefühle entwickelt und auch, dass Anke Cohrs aus dem Team jetzt die Koordinatorin von emilie sei, sei kein Zufall. emilie solle keine Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen und kommunalen Errungenschaften sein. Im Gegenteil sei es das Ziel „gemeinsam Gutes zu tun“ nach dem Leitbild „Suchet der Stadt Bestes“, betonte Grünjes.
Pastorin Silke Noormann freute sich über das bunt zusammengewürfelte Publikum bei der Einweihung. Kita, Kirchengemeinde und Kirchenkreis reagierten mit emilie auf vielfältige Herausforderungen, die heute an Familien gestellt würden. Wichtig für Menschen sei ein wertschätzendes Umfeld für Leib und Seele. Ein solches Netz wolle emilie knüpfen – für alle Generationen und unabhängig von religiösen Orientierungen. Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Silke Noormann bei Caren Holstein-Lemke, die sie immer wieder ermutigt habe, in ihren Bemühungen für emilie nicht nachzulassen. Familie bedeute so ziemlich alles außer „einfach“, zitierte Silke Noormann und nannte den Begriff Familie stellvertretend für eine lebenslange Aufgabe. Caren Marks sprach in ihrem Grußwort als Parlamentarische Staatssekretärin von ihrer Verbindung zur evangelischen Kirchengemeinde in Mellendorf und gratulierte den Initiatoren dazu, die Idee von emilie zum Klingen gebracht zu haben. Mit emilie sei ein weiterer Ort der Begegnung geschaffen worden. Hier fänden Menschen aktive Unterstützung, auch wenn sie gar nicht danach gefragt hätten. Gerade wer zum ersten Mal Mutter oder Vater werde, habe viele Fragen, so Marks. Das neue Familienzentrum stehe stellvertretend für das Dorf, das man sprichwörtlich brauche, um ein Kind zu erziehen. Bund, Länder und Gemeinden hätten in den letzten Jahren viel Geld in die Hand genommen, um in den Ausbau der Kinderbetreuung zu investieren. Jetzt müssten alle an einem Strang ziehen, um die Qualität zu erarbeiten, die man den Betreuern in den Kitas schuldig sei. „Familie“, so Caren Marks, „ist da, wo Menschen Verantwortung übernehmen und darum ist hier Familie!“
Bürgermeister Helge Zychlins-ki dankte Kirchengemeinde und Kirchenkreis für dieses mutige und wichtige Projekt. Mit emilie werde ein umfassendes und vielfältiges Beratungs- und Betreuungsangebot für Familien aufgebaut. Die Gemeinde werde ihre Angebote mit denen von emilie abstimmen, versicherte Zychlinski. Koordinatorin Anke Cohrs bedankte sich für die Unterstützung in der Planungsphase. Jetzt heiße es, Bewährtes mit Neuem zu bereichern, Orte zum Austausch und zur Begegnung zu schaffen und Beratungsangebote zu entwickleln – in kleinen Schritten, aber mit fes-tem Gang. Sie freue sich darauf die verteilten Fragebögen auszuwerten und auf die Wünsche der Familien einzugehen.