Zustmmung zur Änderung der Friedhofssatzung

Zum Missfallen der Gemeindeverwaltung legen viele Bürger satzungswidrig Grabschmuck an den Rasengräbern ab. Für das Mähen muss dieser jedes Mal entfernt werden. Die Verwaltung weist aus diesem Grund darauf hin, Grabschmuck satzungsgemäß an der zentralen S
 
Die Kapelle auf dem Friedhof von Mellendorf wird im Frühjahr saniert, der Winter verzögerte den Beginn der Arbeiten. Foto: L. Irrgang

Ortsrat Mellendorf stimmte über neue Möglichkeiten der Bestattung ab

Mellendorf (ig). Als einer der ersten Ortsräte hat der Mellendorfer Ortsrat der Änderung der Friedhofssatzung in der Wedemark zugestimmt. Ortsbürgermeister Rudi Ringe konnte die Erste Gemeinderätin, Konstanze Beckedorf auf der Sitzung des Ortsrates begrüßen, welche die Änderungen in der Satzung erläuterte. Zuletzt war die Friedhofssatzung 2001 überarbeitet worden, die nun von der Verwaltung vorgeschlagene Änderung betrifft überwiegend die Arten der Grabstätten. So sieht der Vorschlag nun die Möglichkeit von so genannten Urnenstelen, Urnenwahlgrabstätten in Gemeinschaftsanlagen und Rasengrabstätten für Erdbestattungen mit besonderen Grabvorschriften vor. Hierbei handelt sich um Bestattungsmöglichkeiten auf Rasenflächen, auf welcher die Grabsteine aufrecht stehen und auch die Möglichkeit besteht, Grabschmuck direkt am Grab anzulegen. Bislang verfügt die Gemeinde über Rasengräber, auf welchen der Grabstein in die Rasenfläche eingelassen ist. „Dies ist eine Bestattungsform, bei welcher eine große Nachfrage besteht, dies war bislang die kostengünstigste Variante und auch die pflegeleichteste“, so Beckedorf. Denn auf dieser Fläche ist die Gemeinde für die Rasenfläche verantwortlich. „Was uns jedoch sehr große Schwierigkeiten bereitet, ist die Tatsache, dass Angehörige entgegen der Regelungen auf diesen Flächen Grabschmuck ablegen“, so Beckedorf, diese müsse jedes Mal vor dem Mähen weggeräumt werden. „Deshalb die ausdrückliche Bitte der Verwaltung, den Grabschmuck an der zentralen Gedenkstelle abzulegen.“ Eine neue Form der Bestattung bilden die so genannten Grabstelen für Urnen, welche nun auch in der Satzung vorgesehen sind, „Resse ist eine Ortschaft, die zu diesem Thema sehr aktiv ist.“ Generell bezeichnete Beckedorf die Gestaltungsvorschrift als sehr zurückhaltend. „Wir möchten den Hinterbliebenen die Möglichkeit geben, dass sei die Grabstelle im Rahmen der Vorschriften so gestalten, wie sie es möchten.“ Die Möglichkeit einer Waldbestattung sei noch nicht mit in die Satzung aufgenommen worden, so Beckedorf. „Dafür haben wir noch kein Grundstück, sind aber guter Dinge, dass dafür ein Areal in der Nähe des Resser Friedhofs zur Verfügung stehen könnte.“ Auf den Friedhof von Mellendorf bezogen teilte die Erste Gemeinderätin mit, dass die dortige Kapelle in absehbarer Zeit saniert werde. „Der lange Winter hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber wir beabsichtigen, mit den Maßnahmen im Frühjahr zu beginnen.“ Während der Sanierung sei für Bestattungen ein Ausweichen in die Kapellen von Gailhof, Meitze und Hellendorf angedacht, „in Ausnahmefällen haben uns aber auch die Kirchen in Mellendorf ihre Bereitschaft signalisiert.“ Der Bau des neuen Schulzentrums macht sich schon jetzt in Mellendorf für die Bürger in Form von Verkehrseinschränkungen bemerkbar. Die Ortsriede ist ab sofort für den Durchgangsverkehr gesperrt, nur noch Anlieger und Baustellenfahrzeuge dürfen diese befahren. Darauf wies Ortsbürgermeister Rudi Ringe ausdrücklich hin, „denn offensichtlich ist dies vielen Autofahrern noch nicht bewusst, aber die Sperre ist wohl für die Baustelle notwendig.“