Zwei Wedemärker beim Ironman Europe dabei

Arne Schiereck mit kritischem Blick beim Einlauf ins Ziel.

Arne Schiereck und Christoph Franke beim Challenge Roth am Start

Wedemark/Langenhagen. Letztes Wochenende fand in Roth bei Nürnberg die Challenge Roth statt. Dieser bis 2001 als Ironman Europe benannte Triathlon geht über die Distanzen 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Marathonlauf. Mit 3.500 Teilnehmern ist dies der größte Triathlon über diese Strecke weltweit.Mit dabei zwei Triathleten aus der Wedemark, Christoph Franke aus Mellendorf, der für Hannover 96 startet sowie Arne Schiereck aus Bissendorf, vom SC Langenhagen. Der Wettkampf fand am heißesten Wochenende des Jahres bei über 30 Grad statt. Dementsprechend fielen die Ergebnisse aus. Mehr als ein Fünftel der Starter erreichte das Ziel nicht, zumeist wegen der drückenden Hitze.
Christoph Franke war geschwächt durch eine Bronchitis an den Start gegangen und stieg noch vor der Hälfte des Radrennens aus, um keine gesundheitlichen Risiken einzugehen. Arne Schiereck erreichte bei seiner insgesamt 13.Teilnahme in Roth seit 1990 das Ziel. Aber auch der 47-Jährige hatte erhebliche Probleme mit dem Wetter, was sich bereits zum Ende des Radfahrens bemerkbar machte. Der Marathon wurde in der Mittagshitze trotzdem begonnen. Leider war bereits nach wenigen Kilometern der Akku vollends alle. Am Ende dauerte der Marathon 5:37 Stunden, gefühlt nahm die Strecke dieses Mal kein Ende. Da keine Verletzung vorlag und er "nur" völlig platt war, beendete Arne Schiereck den 25. Langtriathlon seiner Laufbahn in 12:15 Stunden, was sozusagen mit Abstand Negativ-Bestzeit bedeutet. Trotzdem bleibt es ein immer wieder faszinierender Wettkampf mit der Weltspitze am Start und über 200.000 Zuschauern an der Strecke. Weltweit einzigartig ist der Solarer Berg in Hilpoltstein, auf dem Zehntausende eine Stimmung erzeugen, die mit Bergankünften der Tour de France mithalten kann.
5.500 Helfer versorgen die Athleten, die etwa 10 bis 15 Liter getrunken haben und über sich weitere Wassereimermengen zur Kühlung ausschütteten.
Am Montag morgen waren bereits die ersten 1.000 Startplätze für 2015 vergeben, diesmal aber ohne die Wedemärker.