Zwei Wedemärker treten für AfD ein

Dirk Brandes (r.) und Kai Zieger möchten in der Wedemark einen Ortsverband der Alternative für Deutschland gründen. Foto: A. Wiese

Dirk Brandes und Kai Zieger würden gern einen Ortsverband gründen

Wedemark (awi). AfD, das steht für „Alternative für Deutschland“, eine neue Partei, die erst vor wenigen Monaten in Berlin gegründet wurde und in ganz Deutschland bei der Bundestagswahl antritt. Auch für den Wahlkreis 43, zu dem die Wedemark gehört, gibt es einen Kandidaten: Peter Wendt aus Garbsen. Doch dafür, dass die neue Partei in der Wedemark bekannt wird, machen sich gerade zwei andere stark: Dirk Brandes, studierter Wirtschaftswissenschaftler, aus Mellendorf, und Kai Zieger, gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann, aus Elze. Sie haben sich der Partei angeschlossen, weil sie sich mit deren Zielen identifizieren können: eine Alternative zur alternativlosen Euro-Rettungspolitik der etablierten Parteien finden, für ein Europa der Nationen eintreten, sich für eine Steuerung der Einwanderung stark machen, bezahlbare Energie schaffen und mehr Bürgerbeteiligung einführen. Mit Flyern und Informationsständen informieren Brandes und Zieger zurzeit in der Wedemark die Bürger über die „AfD“ und würden sich freuen, wenn sie noch mehr Mitstreiter finden würden. Denn noch ist die neue Partei nicht auf der untersten Ebene angekommen. Zwar gibt es bereits einen Regionsverband, aber mehr nicht. Brandes und Zieger könnten sich durchaus vorstellen, einen Ortsverband in der Wedemark zu gründen und aufzubauen. Wer interessiert ist oder sich auch nur ganz unverbindlich über die AfD informieren möchte, kann sich mit Dirk Brandes unter brandesdirk@web.de per Mail in Verbindung setzen oder ihn und Kai Zieger an einem der Infostände ansprechen, die beide in den nächsten Wochen bis zur Bundestagswahl – vornehmlich in Mellendorf und Bissendorf – anbieten. Der nächste Infostand steht am Donnerstag, 5. September, ab 16.30 Uhr an der Kreissparkasse in Bissendorf.
„Ich interessiere mich seit meiner frühen Jugend für Politik“, erzählt Dirk Brandes. Er sei früher CDU-Mitglied gewesen und habe vor grauer Vorzeit sogar einmal für den Ortsrat in Scherenbostel kandidiert. Sein Parteiaustritt liege aber schon fast zwei Jahrzehnte zurück. Mit den etablierten Parteien habe er sich nicht mehr identifizieren können und dafür lange keine wählbare Alternative gesehen. Doch das Programm der AfD habe ihn überzeugt. „Diese Partei ist weder rechts noch links und ich sage auch nicht gern ,Mitte‘, sondern lieber ,geradeaus‘, führt Brandes aus, der selbst vor zwei Monaten in die AfD eingetreten ist. Jedes Mitglied werde durchleuchtet, damit die Partei auf gar keinen Fall rechtslastig werde. „Wir haben auch sehr viele Mitglieder mit Migrationshintergrund“, ergänzt Brandes. Die AfD orientiere sich ausschließlich an Sachthemen und positioniere sich dementsprechend. Ein eindeutiger Schwerpunkt sei aber die Währungspolitik. „Den Bürgern ist nicht bewusst, dass es mit dem Euro hier in Deutschland bald so richtig knallt“, befürchtet er ebenso wie Kai Zieger. Wichtig sei eine transparente Politik, die den Bürger einbinde und „vor allem viel mehr Volksentscheide“.