Zweite Ausgabestelle der Tafel in Elze

Am 4. April werden Mitglieder dieses Teams aus Helfern des DRK und der Diakonie unterstützt durch Jutta Holtmann und Ursel Cieslik (Dritte und Fünfte von rechts) zum ersten Mal Tüten der Langenhagener Tafel in Elze im Gemeindehaus ausgeben.

Zahl der Tafelkunden wächst beständig, doch es gibt immer weniger Ware

Elze (awi). Sie stehen in den Startlöchern: 14 Helfer aus den Reihen des DRK und der Diakonie der Kirchengemeinde Elze-Bennemühlen werden ab 4. April in den Räumen des Gemeindehauses in Elze eine zweite Ausgabestelle der Langenhagener Tafel organisieren. Am Montagnachmittag traf sich die Gruppe mit Jutta Holtmann und Ursel Cieslik von der Tafel für eine erste Einweisung. Ab 4. April werden dann regelmäßig jeden Montag von 12 bis 13 Uhr in der Langenhagener Zentrale gepackte Tüten an Berechtigte ausgegeben, die einen Ausweis vorweisen müssen. Die Tafel hat an der derzeitig noch einzigen Ausgabestelle in der Wedemark im Gemeindehaus in Bissendorf bereits abgefragt, für welche Tafelkunden auch Elze gut oder sogar noch besser erreichbar wäre. Eine Weile wird es wohl dauern, bis sich die neue Verteilung eingespielt hat. Noch wissen die neuen Helfer in Elze also nicht genau, wieviele Kunden sie tatsächlich bekommen werden. Zurzeit werden in Bissendorf wöchentlich 120 Tüten ausgegeben. Es besteht aber momentan ein Aufnahmestopp, weil die Kapazitätsgrenze einfach erreicht war. Durch die neue Ausgabestelle in Elze wird sich die Situation zwar in der Ausgabe ein wenig entspannen, allerdings werden ja auch entsprechende Waren benötigt. Und davon hat die Tafel schon jetzt nicht genug. Das sei keinesfalls böse Absicht der Supermärkte, betont Jutta Holtmann. Die Leiter sind natürlich angehalten, so effektiv wie möglich zu disponieren. Dazu komme, dass viele Supermärkte auch eigene Rabattaktionen für die Artikel veranstalteten, die früher an die Tafel abgegeben worden seien. Umso mehr freut es Jutta Holtmann, dass die Tafel künftig Frischware aus dem REWE-Verteilzentrum in Berkhof bekommen wird, und zwar die für Erprobungen geöffneten Packungen mit Äpfeln, Bananen oder anderen frischen Obst- und Gemüseartikeln. „An solche Ware kamen wir sonst nie ran. Das ist richtig toll, auch wenn wir natürlich noch nicht wissen, wieviel es sein wird“, freut sich Jutta Holtmann. Sie erklärte den Helfern in Elze das Tütenprinzip: Es gibt „normale“ Tüten und Familientüten, und das Ganze nochmal in grünen Tüten mit einem „M“ gekennzeichnet für Moslems ohne Fleisch. Wie Berechtigte den diesbezüglichen Nachweis erbringen müssen und andere Details, würden die Helfer schnell lernen, so Holtmann.