1:6 in Berenbostel

Kees Bouma (hier gegen den SC Garbsen) und seine Mannschaft verschliefen die zweite Halbzeit völlig und gingen mit 1:6 unter.

MTV Mellendorf bricht nach der Pause total ein

(tp). Ein Spiel zum Haareraufen, der MTV hat seinen eigenen Aufwärtstrend im großen Stil gestoppt. Nach der stärksten ersten Halbzeit der Saison, erfolgte am Sonntag in Berenbostel in der zweiten Spielhälfte eine spielerische Kernschmelze, die schließlich in der höchsten Saisonniederlage endete. Trainer Alexander Fleischer war nach der Partie dementsprechend konsterniert: „Die individuellen Fehler haben uns das Genick gebrochen.“
Dabei hatte das Spiel für die Gäste vom MTV eigentlich gut begonnen. Gegen die aggressiv auftretenden Gastgeber hielten die Mellendorfer gut dagegen und boten eine starke erste Halbzeit. Dominic Meyer vergab nach gut 15 Minuten allein vorm Berenbosteler Torwart die frühe Führung, wenig später scheiterte Michael Draper mit einem Kopfball am Pfosten. Malte Marks, der vorherige Woche noch zweimal getroffen hatte, scheiterte ebenfalls aus kurzer Distanz. Wie bereits in fast allen vorangegangenen Spielen ging der MTV also wieder mal viel zu nachlässig mit den eigenen Tormöglichkeiten um und geriet in der Folge in Rückstand (36. Minute), ein den Mellendorfern ebenfalls nicht unbekannter Spielverlauf. Der in der ersten Halbzeit stark spielende Lukas Lüder behielt allerdings nur wenig später nach einem beherzten Antritt die Übersicht und schob kurz vor der Pause überlegt zum Ausgleich ein. Statt mit einer deutlichen Führung mussten sich die Mellendorfer also sogar damit zufrieden sein mit einem Unentschieden in die Pause zu gehen.
Nach der Pause wendete sich das Spielgeschehen dann komplett. Das Mellendorfer Mittelfeld vertendelte innerhalb weniger Sekunden zwei Bälle in der Vorwärtsbewegung und ließ die eigene Abwehr ins Berenbosteler Messer laufen. Binnen zwei Minuten erzielten die Gastgeber so eiskalt zwei Tore durch schnelle Gegenangriffe und sorgten für die Vorentscheidung noch ehe die Mellendorfer richtig aus der Kabine gekommen waren. Der MTV ergab sich in der Folge defensiv fast bedingungslos und ließ sich immer wieder mit langen Bällen übertölpeln. Einzig Torwart Rouven Kreuschner sorgte mit einigen starken Paraden noch dafür, dass die Mannschaft nicht völlig unter die Räder kam.
Kurioserweise bot sich den Mellendorfern bereits am Mittwoch die Gelegenheit, die böse Pleite wieder gut zu machen. An gleicher Stelle fand die dritte Pokalrunde gegen die Garbsener statt, die sich durch den Kantersieg in der Tabellenspitze festsetzten, während die Wedemärker sich nun erstmal wieder nach unten orientieren müssen.
Es spielten: Kreuschner – Burblies, Kraftschik, Klages, Junker (73. Müller) – Bassin, Lüder (65. Möller), K. Bouma, Marks – Draper (75. Zillmer), Meyer.