20 schwache Minuten kosten drei Punkte

Bissendorfer Panther führen weiterhin die Tabelle an

Als am letzten Wochenende der IHC Atting und die Rockets aus Essen zu Besuch in der Wedemark waren, wusste der geneigte Zuschauer welche Aufgabe die die Bissendorfer Panther erwartete. Der IHC Atting stand immerhin nach einer beeindruckenden Heimserie auf Platz eins der Tabelle und die Rockets sind der amtierende Deutsche Meister im Skaterhockey. Am Ende stand ein deutlicher 10:2-Erfolg gegen die Wölfe aus Atting und eine 7:10-Niederlage gegen die Essener auf der Anzeigetafel.
Zunächst starteten die Bissendorfer zu gewohnter Zeit um 18.30 Uhr in die Partie gegen die Niederbayern. Das erste Drittel ist dabei schnell zusammengefasst, gute Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten, gepaart mit starken Torhütern ergaben ein leistungsgerechtes 0:0 nach 20 Minuten. Im zweiten Drittel begannen die Bissendorfer dann wie die Feuerwehr, 15 Sekunden brauchte Jungspund Tim Strasser, um das erste Tor des Tages zu erzielen. Was folgte war das wohl stärkste Drittel der bisherigen Saison. Die Panther kombinierten nach Belieben und ließen ihre Gegenspieler zum Teil alt aussehen. Der Attinger Schlussmann Heitzer war an diesem Samstag nicht zu beneiden und räumte nach 33 Minuten entnervt seinen Posten. Die Hausherren hatten bis dahin durch Tore von Miller, Knoke, Faber, Strasser, Baude und Timo Gollasch eine mehr als beruhigende 7:0-Führung herausgeschossen. Die Panther nahmen nun etwas das Tempo raus, kombinierten fleißig und wurden in der 38. Minute nach schöner Kombination zwischen Faber, Miller und zuletzt Tommy Sellmann mit dem 8:0 belohnt.
Dass den Attinger bis dahin kein einziges Tor gelang, lag am starken Danny Sellmann im Tor der Panther und einer aufopferungsvoll kämpfenden Defensive um den Abwehr-Hünen Patrick Baude. Das letzte Drittel wurde auf Seiten der Panther ruhiger gestaltet und endete ausgeglichen mit zwei zu zwei, sodass man sich über ein 10:2 freuen konnte und zumindest für dieses Wochenende den ersten Tabellenplatz erobert hatte.
Gegen die Essener am darauffolgenden Sonntag hatte man sich viel vorgenommen und wollte den Schwung der letzten Partien mitnehmen, um ein deutliches Zeichen zu setzen. Das erste Drittel begann jedoch anders als erwartet. Spielte man tags zuvor noch das stärkste Drittel der Saison, so kann man das erste Drittel am Sonntag getrost als das schwächste Drittel der Panther in der bisherigen Saison bezeichnen. Den Essenern wurden ungewohnt viele Räume gegeben und jeder Panther war in diesen 20 Minuten gefühlt einen Schritt zu langsam, sodass die Essener verdient mit 5:2 in Front lagen. Im zweiten Drittel versuchten die Panther noch einmal alles und wollten sich über den Kampf zurück ins Spiel arbeiten. Dies gelang zwar in Form von drei Toren durch Faber, Faupel und Köppl doch man leistete sich auch drei Unterzahlspiele. Diese drei Powerplays spielten die Essener souverän und konnten jedes ihrer drei Powerplays nutzen, sodass das zweite Drittel leistungsgerecht mit 3:3 endete. Im letzten Spielabschnitt verwaltete Essen das Ergebnis und es fielen auf beiden Seiten noch zwei weitere Tore, sodass die Rockets drei Punkte mit in die Heimat nehmen konnten und die Bissendorfer nach dem 7:10 zwar weiterhin Tabellenführer sind, aber bereits am nächsten Spieltag die Tabellenführung einbüßen könnten.