3 Punkte sicher und 3 auf Abruf für die Panther

Bis in die Haarspitzen motiviert erwarteten die Bissendorfer Panther am Wochenende in der ersten Skaterhockeybundesliga die Uedesheim Chiefs – allein der Gegner fehlte. Am folgenden Sonntag gaben dann die Assenheim Patriots ihre Visitenkarte ab – die Panther gewannen die Partie verdient aber recht knapp mit 5:3. Über eine Stunde haben die Offiziellen der Bissendorf Panther den Gegner aus Uedesheim eingeräumt um auf der Spielfläche in der Wedemarksporthalle in Mellendorf zu erscheinen. Trotz mehrfacher Beteuerungen der Chiefs via Mobiltelefon waren diese dann aber immer noch nicht anwesend. Die Schiedsrichter nutzen im Anschluss noch 20 Minuten ihres Ermessensspielraumes, ohne dass die Neusser sich blicken ließen und so wurde die Partie seitens der Offiziellen und zum Leidwesen der zahlreichen Zuschauer und der Spieler abgesagt. Besonders unverständlich erscheint aus Sichr der Panther, dass der Uedesheimer Trainer seine Mannschaft in Bissendorf aus dem Bus gelassen hat, damit diese die Strecke nach Mellendorf auf ihre Skates und zum Warmmachen nutzen sollten – ohne diese zweifelhafte Maßnahme hätten die Chiefs es gegebenenfalls noch Rechtzeitig geschafft. Die Wertung des Spieles ist hingegen noch offen – eine Klärung durch den Verband unter Berücksichtigung aller Fakten steht zur zeit noch aus. Trotz oder gerade wegen des Spielausfalles am Samstag fanden am Sonntag 350 Zuschauer den Weg in die Wedemarksporthalle – Saisonrekord. Mit den Assenheim Rhein Main Patriots kam der Tabellensiebte in die Wedemark. Die Patriots hatten bereits am Vortag in Bremerhaven gewonnen und wollten auch aus der Wedemark Punkte mit nach Hessen nehmen. Allerdings waren auch die Panther heiß auf das Match und zeigten wenig Interesse an einer Dominanz der Assenheimer. So legte das Team um Kapitän Markus Köppl im ersten Drittel los wie die Feuerwehr. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Tor vom stark aufgelegten Assenheimer Keeper Ingo Schwarz zu. Dieser hielt seinen Kasten mit teilweise sensationellen Paraden bis zur zwölften Minute sauber ehe Jan Dierking auf Vorlage von Markus Köppl das erste Tor des Tages erzielte. Zwei Minuten vor der ersten Pause setzte sich dann Bissendorfs größtes Offensivtalent, Felix Gollasch, auf Zuspiel von Routinier Jan Pries im Powerplay durch und erzielte das 2:0.
Im zweiten Drittel nahmen die Raubkatzen dann zum völligen Unverständnis ihres Coaches Darian Abstoß ein wenig das Tempo aus dem Spiel und machten die Patriots dadurch unnötig stark. Dazu kamen zwei fragwürdige Strafzeiten, die die Hessen durch Barta und Etzel zum Anschluss nutzten. Erneut sorgte Dierking auf Vorlage von Kapitän Köppl für den einzigen Treffer der Panther in diesem Drittel und so ging es mit einem knappen 3:2 in die letzte Pause. Im Schlussabschnitt spielten die Panther dann wieder besser und wurden bereits zwei Minuten nach Anpfiff durch das zweite Bissendorfer Offensivtalent, Lars Barlsen, auf Zuspiel von Marvin Freitag mit dem 4:2 belohnt. Allerdings kamen die Patriots erneut durch ein Powerplaytor auf 4:3 heran und so kam es zu einer recht engen Schlussphase. Die Entscheidung fiel dann auch erst 30 Sekunden vor Abpfiff durch einen spektakulär verwandelten Penaltyschuss von Felix Gollasch. „Im Spiel 4 gegen 4 waren wir heute die klar bessere Mannschaft. Der Sieg geht somit denke ich absolut in Ordnung.“ so Panthercoach Darian Abstoß nach der Partie. Die Panther, die nun in der ersten Skaterhockeybundesliga auf dem vierten Platz rangieren, haben jetzt eine Woche Zeit, um sich auf das nächste, vermutliche sehr intensive Duell mit den Rockets aus Essen vor zu bereiten. Die Rockets sorgten an diesem Wochenende mit einem Auswärtssieg bei Meister Augsburg für die Überraschung des Spieltages und werden wohl mit breiter Brust am kommenden Samstag in der Wedemark auftreten.