Allmählich wird es unheimlich

SCW gewinnt auch das fünfte Spiel in Serie

(sb). Die erste Fußball-Herrenmannschaft des SC Wedemark stand bereits nach dem zehnten Spieltag auf dem zweiten Rang der Kreisliga-Tabelle. Dieses Kunststück glückte der Elf von Michael Gaus bereits am vorigen Sonntag, 17. Oktober, mit einem ungefährdeten 4:3-Sieg beim FC Burgwedel. Es war bereits der fünfte Sieg der Bissendorfer in Folge. „Ich bin beeindruckt von dem, was meine Mannschaft in den letzten Wochen bietet“, sagte Gaus nach der Partie. Er verwies bei aller Euphorie allerdings auf die Gegner, gegen die die letzten Siege gelangen. „Wir haben mit Mannschaften wie dem 1. FC Burgdorf, der TSG Ahlten oder jetzt dem FC Burgwedel gegen Teams gespielt, gegen die wir unsere Punkte holen müssen“, sagte Gaus und warnte vor Überheblichkeit.
Zu dem Sieg über den FC Burgwedel sagte Gaus, dass er diesen als völlig gerechtfertigt und hochverdient ansehe. Nachdem der SCW bereits sicher mit 4:1 geführt hatte, habe der Schiedsrichter den Bissendorfern das Leben schwer gemacht. „Das knappe Ergebnis von 4:3 täuscht über unsere deutliche Überlegenheit hinweg“, sagte Gaus. Seine Elf ging kurz vor der Pause durch Ole Krause, der von Matthias von Einem über die linke Angriffsseite freigespielt worden war, in Führung. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte kassierte der SCW dann aus dem Gewühl heraus den späten Ausgleich. „Der Schiedsrichter hätte in der ersten Halbzeit niemals so lange nachspielen lassen dürfen“, ärgerte sich Gaus.
Im zweiten Spielabschnitt ließen die Bissendorfer ihrer Feldüberlegenheit Tore weitere folgen. Zunächst verwertete Christian Wilkes einen Freistoß von Daniel Henke per Kopf zur 2:1-Führung (51. Minute), dann folgten zwei laut Gaus „wunderbar herausgespielte Tore“. Vor dem ersten Treffer spielte Jonas Henke zwei Gegenspieler aus und legte überlegt auf Martin Meier ab, der ebenfalls einen Burgwedeler stehen ließ und zum 3:1 aus SCW-Sicht einnetzte (65.). Die endgültige Entscheidung besorgte Matthias von Einem, nachdem er erneut mustergültig vom starken Jonas Henke freigespielt worden war (73.). Die beiden Anschlusstreffer der Burgwedeler, die durch einen verdeckten Fernschuss und ein „Elfmetergeschenk“ (Gaus) fielen, kamen für die Gastgeber zu spät.
Nach dem Sieg kam der SCW in zehn Spielen (sechs Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen) auf 20 Zähler und 20 zu 16 Tore. Gaus blieb angesichts dieser Tatsachen nüchtern: „Für mich sind wir nicht vier Punkte von einem Aufstiegs-, sondern 16 Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt.“ Am vergangenen Sonntag bauten die Bissendorfer ihre Erfolgsserie mit einem 4:0-Sieg gegen den FC Neuwarmbüchen weiter aus (siehe anderer Bericht in dieser Zeitung).
Beim FC Burgwedel spielte der SC Wedemark am 17. Oktober in folgender Aufstellung: Schewe – Zimmermann, Kunte, Wilkes – Doerr, D. Henke (62. Bösche), Meier, von Einem (78. Baumgarten), J. Henke – Krause, Krampe.