Bissendorfer Panther beenden Saison

Fantastisches Publikum bejubelt Inline-Hockeyspieler

Vor nahezu 500 Zuschauern in der prall gefüllten Wedemark-Sporthalle unterlagen die Bissendorfer Panther recht deutlich im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft mit 1:7 gegen die Köln Rheinos. Dennoch können die Offiziellen und Spieler mit Stolz auf die Saison zurückblicken. Die erste Partie vor Wochenfrist in Köln endete denkbar knapp mit 6:4 für die klar favorisierten Kölner. Es fehlte am Rhein nicht allzu viel und die Panther hätten die Sensation geschafft. Eben diese Hoffnung auf eine kleine Sensation trieb zahlreiche Zuschauer in die Wedemark-Sporthalle – man war „knapp vor ausverkauft“ wie es von Vereinsseite hieß. Allerdings war man seitens der sportlichen Leitung vor der Partie der Raubkatzen gegen die Rheinos in Mellendorf sehr darum bemüht, auf die Euphoriebremse zu treten: Zum einen war Köln nach der Hauptrunde Zweiter und die Panther auf Rang sieben. Noch mehr sorgte sich Coach Abstoß um die Abmessungen der Mellendorfer Spielstätte. Diese ist deutlich größer als das Kölner Rund und gegen alle anderen Gegner in der höchsten deutschen Spielklasse an sich ein Vorteil für die Panther, da man an das Geläuf und die Abmessungen gewohnt ist. Allerdings – und daraus erwächst den Panthern dann der Nachteil – bietet die größere Spielfläche den individuell deutlichen stärkeren Kölnern mehr Platz zu Entfaltung. „Die Rheinos haben mit den Weißheitbrüdern und Kai Esser die besten Individualisten unseres Sportes in ganz Europa in ihren Reihen – und hier haben die Jungs sogar noch mehr Platz als daheim“, fast Darian Abstoß die Problematik zusammen. Und diesen Platz wussten die Kölner von der ersten Minute an zu nutzen. Es dauerte nicht einmal zwei Minuten und die Panther lagen durch Treffer von eben jenem Weißheit und Bury zurück. In der 16. Spielminute konnte dann besagter Kai Esser in Überzahl sein erstes Tor erzielen. Im zweiten Drittel keimte dann Hoffnung in der Halle und den Reihen der Panther auf: Nach einem sehenswerten Angriff passte Kapitän Köppl auf Christian König und dieser – mit seinem zweiten Einsatz in der Partie – vollendete in bester Torjägermanier. Der Ruck, den dieser Treffer durch die Reihen der Panther gehen ließ, wärte allerdings nur kurz. Viel zu kurz, denn nur eine Minute später musste Pantherkeeper Sellmann einen abgefälschten Schuss von David Weißheit passieren lassen. Neutzer und Robin Weißheit erzielten dann die weiteren Treffer für die Kölner und so ging es mit 6:1 für die Rheinos in die letzte Drittelpause. Das Abschlussdrittel gestalteten die Wedemärker dann offener. Lediglich ein Treffer erzielten die Rheinos – natürlich wieder durch einen Weißheit. Die Panther hingegen scheiterten oftmals denkbar knapp am Kölner Schlussmann Marc Baumgarth. Trotzdem gab es immer wieder Szenenapplaus von den prall gefüllten Rängen. Nach dem Abpfiff mussten die Mannen um Panther-Kapitän Markus Köppl noch zu zwei Ehrenrunden auf das Feld – das Publikum honorierte augenscheinlich die kämpferische Leistung der Niedersachsen. „Wir haben heute – wie in der ganzen Saison auch – alles gegeben. Wir müssen einfach akzeptieren, dass die Kölner heute eine Nummer zu groß für uns waren – nichtsdestotrotz können wir Stolz auf das Erreichte sein,“ so Kapitän Köppl nach der Partie. Sein Assistent Jan Pries fügt noch an, dass „wir als Mannschaft sehr dankbar für die Unterstützung durch unsere Zuschauer und Fans sind. Sie haben uns die ganze, schwere Saison über wahnsinnig unterstützt und dafür sind wir als Team sehr dankbar.“ Trainer Abstoß hat seinen Männern nun eine Woche Ruhe verordnet. In der dann folgenden Woche wird man sich als Mannschaft zusammensetzen und entscheiden, mit welcher Intensität weiter trainiert wird, bevor dann im Januar die Vorbereitung auf die neue Saison startet. Vor allem gilt es einen Kader zu formen – insbesondere die Frage, ob die Routeniers Nebel, Köppl und Pries noch eine Saison dranhängen, wird zu klären sein. Doch auch neben all dieser Planungen werden die Spieler der aktuellen Saison wohl auch noch eine Gelegenheit finden, die in Summe doch sehr erfolgreiche Saison zu feiern.