Bissendorfer Panther in Play-Offs

Sieg gegen Duisburg im ersten Viertelfinale

Als Sebastian Miller den Ball vier Sekunden vor der Schlusssirene im verwaisten Tor der Duisburg Ducks zum 7:4 unterbrachte war die Entscheidung endgültig gefallen und die knapp 350 Zuschauer in der gut gefüllten Wedemarksporthalle feierten ihr Team.
Zuvor sahen die Besucher der ersten Play-Off-Partie des Viertelfinales ein hochklassiges Skaterhockeyspiel. Die Gäste aus Duisburg begannen stark und hatten zunächst deutlich mehr Ballbesitz indem sie immer wieder das Tempo aus der Partie nahmen und die Kugel hinter dem eigenen Tor hielten. Die Bissendorfer ließen trotzdem nicht viele gefährliche Angriffe der Ducks zu, da die Abwehr sicher stand. In der 19. Minute fiel dann dennoch die Führung für die Duisburger, welche noch einige Diskussionen nach sich zog. Die Schiedsrichter entschieden auf Freistoß vor dem Tor der Panther, Duisburg war jedoch noch mit fünf Feldspielern auf dem Feld als die Schiedsrichter den Freistoß freigaben. Dass somit nicht alle Gegenspieler zugestellt werden konnten erschloss sich jedem neutralen Beobachter. Das Tor durch den völlig freistehenden Lenz wurde dennoch gegeben und die Panther gingen wutentbrannt in die nachfolgende Pause.
Im zweiten Abschnitt waren die Panther nun wacher und rissen das Spiel mehr und mehr an sich. Florian Surkemper nutzte in der 22. Minute in Überzahl ein feines Zuspiel des starken Sebastian Miller zum Ausgleich. Trotz weiterer Gelegenheiten wollte die Führung für die Panther noch auf sich warten lassen. Wie aus dem nichts ging stattdessen Duisburg in Führung, als Fiedler sich durchtankte und den Ball hinter dem ansonsten bärenstarken Danny Sellmann versenken konnte. Zuvor parierte er einen Penalty von Lenz, dessen Entstehung ebenfalls äußerst fragwürdig war, da Jan Pries einen normalen Handpass vor dem eigenen Tor spielte und es lediglich hätte Freistoß geben müssen. Da sich aber auch Duisburg zu einigen Strafen hinreißen ließ, ergaben sich für die Gastgeber mehrere Powerplaymöglichkeiten. Und gerade dieses lief heute fast optimal. Bei doppelter Überzahl nagelte Benjamin Hahnemann in der 33. Minute die Kugel in den Winkel und der Ausgleich war geschafft. Bei dem 2:2 blieb es bis zum Drittelende. Coach Lücker war nun zufriedener als noch in der ersten Pause, mahnte sein Team jedoch zur Vorsicht.
Den Duisburgern schwanden nun sichtlich die Kräfte und die Panther wirkten frischer. Die Spannung dieser engen Partie war bis auf die letzte Tribünenreihe deutlich zu spüren. In der 48. Minute war es dann Florian Surkemper, der erneut in Überzahl zur ersten Führung einschob. Dass die Duisburger sich noch nicht abgeschrieben hatten, wurde spätestens beim Ausgleich in der 50. Minute, ebenfalls in Überzahl, deutlich. Dennoch spielten nun vor allen Dingen die Hausherren engagiert nach vorne. Wieder in Überzahl legte Surkemper dieses Mal auf Tommy Sellmann auf, der frei vor dem Tor einschob und die erneute Führung erzielte. Zweieinhalb Minuten später zahlte sich auch eine zwischenzeitliche Umstellung der Reihen aus, als der wieder in den dritten Block gerückte Felix Gollasch ein feines Zuspiel von Lars Barlsen zum 5:3 verwertete. Duisburg erhöhte jetzt noch einmal mit letzten Kräften den Druck was jedoch Räume für Konter bot. Tommy Sellmann stand erneut goldrichtig, als er einen Querpass von Miller zur 3-Tore-Führung und der Vorentscheidung in die Maschen schob. Zwar verkürzte Duisburg durch Lenz noch einmal auf 6:4, als die Gäste danach ihren Torhüter vom Feld nahmen sorgte Miller für die Entscheidung.
Ein kleiner Schritt in Richtung Halbfinale ist für die Panther nun gemacht. Die Erfahrung aus den vergangenen Jahren besagt jedoch, dass ein Sieg in Spiel eins wenig wert ist, wenn danach kein zweiter folgt. Das zweite Spiel der Serie findet kommenden Samstag um 19 Uhr in Duisburg statt.