Bissendorfer Panther mit guter Leistung aber ohne Punkte gegen Köln

Wie so oft zogen die Bissendorfer Panther gegen den HC Köln-West Rheinos in der ersten Skaterhockeybundesliga den Kürzeren und verloren die Partie am Sonnabend vor heimischer Kulisse mit 3:4. Allerdings waren die Norddeutschem dem Titelanwärter vom Rhein mindestens gleichwertig und zeigten erneut eine überzeugende Mannschaftsleistung – lediglich die Chancenauswertung der Wedemärker bleibt ausbaubar.
Mit drei Siegen in Serie und einem überzeugenden 7:6 vom Wochenende zuvor gegen einen weiteren Titelanwärter, gingen die Panther mit breiter Brust in die Partie gegen den Tabellendritten. Aber auch Köln, mit fünf Siegen in Serie in Mellendorf angereist, wollte keineswegs die Punkte ohne Gegenwehr in der Wedemark lassen. Dennoch kamen die Bissendorfer besser in die Partie und attackierten das Tor der Kölner von der ersten Minute an. Allerdings brauchte es ganze 13 Minuten ehe Patrick Baude einen seiner gefürchteten Schlagschüsse in den Winkel des Kölner Gehäuses hämmerte. Eine Minute später erzielte dann Nachwuchstalent Janne Goebel das umjubelte zweite Tor für Bissendorf. Kurz darauf brannten dem Kölner Marke die Sicherungen durch, mit der Konsequenz einer roten Karte und einer 5-Minuten-Überzahl für Bissendorf, die die Panther gleich für ihren dritten Treffer durch Felix Gollasch nutzen. Mit diesem – aus Bissendorfer Sicht – sensationellen Zwischenstand ging es in die erste Drittelpause in der Panthercoach Lücker mahnend den Zeigefinger hob und seine Mannschaft warnte, die Rheinos keinesfalls schon jetzt abzuschreiben.
Er sollte recht behalten. Dominierten die Panther das erste Drittel, so übernahmen im Mittelabschnitt die Rheinländer das Heft des Handelns. Angriff um Angriff rollte auf das überragend von Philip Grittner gehütete Bissendorfer Tor. Allerdings bedurfte es erst einer Überzahl, die die Kölner durch ihren Toptorschützen Eßer geschickt zum Anschluss nutzen. In der 30. Minute tankte sich dann der Kölner Robin Weisheit filigran durch die Pantherabwehr und stellte den Anschluss her. Die Panther hingegen trugen einige gelungene Konter vor, bekamen zwei Überzahlsituationen als Gelegenheit, trafen allein im Mittelabschnitt zwei Mal die Latte, konnten aber keinen Treffer erzielen. Somit 3:2 nach 40 Minuten. Der Schlussabschnitt musste also die Entscheidung bringen.
Auch im finalen Abschnitt der Partie standen die Panther gut und spielten diszipliniert. Allerdings mussten sie gleich zu Beginn den Ausgleich hinnehmen: Die Panther standen bei 2:4 in Unterzahl auf verlorenem Posten, als erneut Eßer wuchtig einschoss. Überhaupt machten die sogenannten „Special Teams“, also die Über- und Unterzahlformationen, den Unterschied aus. Während die Panther 13 Minuten Überzahl hatten und zwei Treffer erzielten, kamen die Kölner in nur acht Minuten auf drei Treffer und so fiel der Siegtreffer für Köln erneut in Überzahl in der 53. Minute. Auch danach hatten die Panther noch beste Chancen auf den Ausgleich, aber entweder scheiterten die Raubkatzen am guten Kölner Schlussmann oder in Summe viermal an der Latte des Tores. „Meine Mannschaft hat erneut einen Schritt nach vorn gemacht und überzeugend gespielt – allein die Abschlüsse haben nicht gepasst“, so Coach Tim Lücker nach der Partie.
Nach nun fünf Partien in eigener Halle geht es am kommenden Wochenende für die Bissendorfer Panther zu den Miners Oberhausen. Gegen das Schlusslicht der Bundesliga sind die Panther in der zuletzt gezeigten Form klarer Favorit.