Einmal hopp, einmal top

SCW mit Licht und Schatten

(tp) Es waren ereignisreiche Wochen für den SC Wedemark, der alleine in den letzten 15 Tagen fünf Spiele zu absolvieren hatte. Die letzten beiden passten schließlich zum Verlauf einer bisher unstetigen Rückrunde, in der allerdings im Gegensatz zur Hinserie durchaus auch Spiele gewonnen wurden. Der bisher letzte Sieg datierte vom Himmelfahrts-Donnerstag, die Elf von Trainer Michael Gaus setzte sich mit 3:2 (1:1) gegen den letztjährigen Fast-Aufsteiger TSV Berenbostel durch. Am letzten Sonntag ging es dann zu einem der diesjährigen Aufstiegsaspiranten, dem SV Scharrel. Mit einer herben 2:8 (1:2) Klatsche mussten sich die Bissendorfer anschließend wieder auf den Heimweg machen.
Dabei kristallisierten sich wieder altbekannte Probleme bei den Blau-Weißen heraus. Gegen den Tabellenzweiten aus dem Neustädter Raum musste Gaus mit einem Aufgebot von nur zehn einsatzfähigen Erstherrenspielern beginnen. Constantin Holz, der vorher schon 90 Minuten in der Reserve gespielt hatte, musste aushelfen. Mit solchen personellen Möglichkeiten sei es in Gaus Augen „einfach ziemlich eng“. Dabei brauchten die Gastgeber im Gegensatz zum Hinspiel, das mit 8:1 ausging, nichtmal eine wirklich gute Leistung für den Kantersieg. „Es hört sich nach so einem Ergebnis immer blöd an, aber wir haben uns hier heute quasi selbst abgeschossen“, so Gaus, der eine Vielzahl von individuellen Fehlern als Hauptgrund für die hohe Niederlage ausmachte. Nachdem Michael Draper mit dem Halbzeitpfiff für den Anschlusstreffer sorgte, keimte noch einmal Hoffnung beim SCW auf. Diese machten die die Scharreler Angreifer allerdings nach der Pause mit vier Treffern in 15 Minuten zunichte, Henning Kalkühlers zwischenzeitlicher Treffer stellte sich am Ende nur noch als Ergebniskosmetik heraus.Dass der Bissendorfer Torjäger vom Dienst derzeit trifft wie er will, bewies er an Christi Himmelfahrt. Begründet durch die zahlreichen Spielabsagen während der Wintermonate musste der SCW mit einem Nachholspiel gegen den TSV Berenbostel vorlieb nehmen. Die Elf ließ zeigte allerdings eine Menge Lust auf Fußball und letztlich auch eine tolle Moral, die schließlich mit einem knappen 3:2 Heimsieg belohnt wurde. Geholfen hatte dabei nach Gaus Aussage vor allem die kurzfristige Rückkehr vom ehemaligen Stammspieler Jonas Henkel, der es sich nicht nehmen ließ seinen Heimaturlaub mit Fußball zu verbringen. Die Bissendorfer drehten hierbei einen zweimaligen Rückstand, Henning Kalkühler hatte die Berenbosteler Führung zweimal egalisiert, ehe Dennis Doerr in der 60. Minute schließlich der Siegtreffer gelang. Ob dieser noch irgendwie wertvoll werden kann, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Die Klassenverbleibschancen der Bissendorfer sind zwar eher theoretischer Natur, gegen den Lokalrivalen BG-Elze konnten die Wedemärker allerdings eventuell schon am gestrigen Dienstag für eine Überraschung sorgen. Das Spiel war allerdings bei Redaktionsschluss noch nicht beendet.