Eishockeykrimi in Adendorf

Eishockeykrimi: Die Wedemark Scorpions gegen Adendorf. (Foto: Foto: I. Rädecker)

Wedemark Scorpions haben jetzt enges Programm

Mellendorf. Nach Erreichen der Meisterrunde haben die Wedemark Scorpions ein dicht gedrängtes Programm in den nächsten Wochen zu absolvieren. Schon am Sonntag ging es nach Adendorf. Auf Grund zahlreicher krankheitsbedingter Ausfälle reiste das Wedemärker Team nur mit einer Rumpftruppe von drei Verteidigern und sieben Stürmern an. Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles, kampfbetontes aber ausgeglichenes Spiel. Zum Ende des ersten Drittels setzte jedoch eine Flut von Strafzeiten gegen die Wedemark ein. Vorausgegangen war die Verletzung eines Adendorfer Spielers, Verdacht auf Nasenbein und Jochbeinbruch. Die Schiedsrichter hatten den Vorfall nicht gesehen und konnten deshalb keine Strafe gegen Wedemark verhängen. Dies führte zu wütenden Protesten der Adendorfer. Zum Ausgleich wurde danach jede Kleinigkeit gegen Wedemark gepfiffen, so dass das erste Adendorfer Tor bei Überzahl Adendorf zum Ende des ersten Drittel fiel. Im zweiten Drittel spielten die Wedemärker dann fast durchgehend bis zur 15 Minute in Unterzahl. Mit einer tollen kämpferischen Leistung gelang es zunächst den Ausgleich durch ein Unterzahltor von Rudi Schmunk herzustellen um sodann 10 Minuten lang teilweise in 3 zu 5 Unterzahl eine erneute Adendorfer Führung zu verhindern. Erst gegen Ende des zweiten Drittels gelang es den Adendorfern zu zwei weiteren Treffern, davon eins in Überzahl zu kommen. Mit einer drei zu eins Führung für Adendorf ging es in das letzte Drittel das an Spannung dann nicht zu überbieten war. Angetrieben von einem überragenden Kapitän Reiko Berblinger holte jeder Spieler das Letzte aus sich heraus, so dass der Anschlusstreffer durch Karan Moalin gegen Mitte des letzten Drittels fiel. Als dann Adendorf vier Minuten vor Ende des Spiels in Unterzahl spielen musste lag der Ausgleich in der Luft. Und tatsächlich brachten die Wedemärker den Puck im Powerplay im gegnerischen Gehäuse unter. Jedoch wurde der Treffer nicht gegeben. Das Tor war, wie bereits zuvor schon einmal verschoben. Was dann in den letzten zwei Minuten geschah war an Dramatik nicht zu überbieten. Wedemark nahm den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspieler heraus. Als die Wedemärker in aussichtsreicher Schussposition waren, war wie durch Wunderhand wieder das Tor verschoben. Dies führte zu Protesten der Wedemärker Spieler beim Schiedsrichter der versprach genauer auf die Torverschieberei zu achten. Leider war der Protest vergebens. Zweimal noch war der Puck im Adendorfer Tor. Zweimal war das Tor verschoben ohne das dies geahndet wurde, beziehungsweise technisches Tor gegeben worden wäre. Nach Spielschluss wurde Goalie Florian Holst als bester Wedemärker Spieler geehrt, bevor ein völlig ausgpumptes Wedmärker Team unter dem Beifall der mitgereisten Fans das Eis verließ. Als klares Fazit ist zu sagen, dass den Wedemärkern der verdiente Sieg genommen wurde. An die in Adendorf gezeigte Leistung wollen die Wedemärker dann in dieser Woche anknüpfen. Mit Braunlage und Rostock stehen zum Wochenende zwei ganz dicke Brocken auf dem Programm. Zunächst am Freitag dem 12.02 ein Auswärtsspiel in Braunlage und dann am Samstag den 13.02. um 20°° ein Heimspiel gegen die Rostock Piranhas. Mit Rostock kommt die Topmannschaft der Liga nach Mellendorf. Bislang hat diese Mannschaft in dieser Saison noch kein Spiel verloren. Ein Spiel David gegen Goliath. Hatte Rostock sich in der vergangenen Saison noch in der Oberliga spannende Duelle mit den Hannover Indians geliefert, als es um den Aufstieg in die 2. Bundesliga ging. Erst im fünften und entscheidenden Spiel unterlagen die Rostocker den Indians. Nach Beendigung der Saison entschied der Rostocker Vorstand aus wirtschaftlichen Gründen dieses Jahr für die Regionalliga zu melden. Aus der Oberligazeit geblieben ist ein Rostocker Etat, der beim Achtfachen des Wedemärker Etats liegt und eine mit Profis gespickte Mannschaft. In der Vorrunde gelang es dem Wedemärker Team trotzdem gegen diese Übermannschaft gut auszusehen. Insbesondere beim Auswärtsspiel in Rostock gelang es zwei Drittel ein Unentschieden zu halten, bevor dann die Kräfte schwanden und Rostock zu einem Sieg kam. Nach dieser in den Augen der Rostocker Verantwortlichen nicht standesgemäß verlaufenen Partie entschuldigte sich der Rostocker Vorstand bei den eigenen Fans um gleichzeitig das Wedemärker Team für seinen Kampfgeist zu loben. Dass die Wedemark Scorpions als reines Amateurteam die Meisterrunde erreicht haben macht uns stolz. Ich bin mir sicher, dass wir in der Meisterrunde spannende Spiele sehen werden. Diese Mannschaft hat Kampfgeist und Moral und mit unserem tollen Publikum im Rücken werden wir zeigen, dass die Wedemark zu Recht in der Meisterrunde der Regionalliga vertreten ist, so Präsident Günter Wentzek.