Endlich ein Sieg

Bissendorfer Panther fahren Heimsieg ein

Nach fünf Niederlagen in Serie gelang den Bissendorf Panthern jetzt ein beeindruckender Heimsieg gegen den Tabellenvierten aus Krefeld. Mit dem 9:3 schieben sich die Wedemärker wieder in die Playoff-Ränge.
Nach der beispiellosen Niederlagenserie der Raubkatzen in den letzten Partien, mit fünf Niederlagen in Serie, wäre ein durchaus nervöser Start der Panther erwartbar gewesen. Das Gegenteil war in der Wedemarksporthalle vor knapp 150 Zuschauern der Fall: Konsequent und mit großer mannschaftlicher Geschlossenheit agierten die Spieler des Trainergespanns von Lenny Soccio und Darian Abstoß von Anfang an aggressiv und entschlossen. Zurecht hatte Soccio seine Mannen vor der Partie daran erinnert, dass man in den letzten Partien gut und geschlossen gespielt habe und nur das nötige Glück und die nötige Cleverness zum Sieg gefehlt habe. Und so war bei den Niedersachsen das nötige Selbstbewusstsein vorhanden, um schon nach 37 Sekunden den ersten Treffer durch Maxim Faber zu feiern. Der Wille zum Sieg war dermaßen ausgeprägt, dass der nächste Treffer der Partie sogar in Unterzahl mit einer Energieleistung durch Tommy Sellmann das Ergebnis der Panther auf 2:0 erhöhte. Krefeld war sichtlich geschockt und so kann man den Panthern nur verwerfen, dass sie gerade in den ersten zehn Minuten der Partie nicht mehr Zählbares produzierten. Ab der Hälfte des ersten Drittels kam der Crefelder SC nämlich deutlich besser ins Spiel – insbesondere durch zwei direkt aufeinander folgende Strafzeiten der Panther. Aber mit Leidenschaft, Routine und einem überragenden Schlussmann in Person von Philip Grittner endete das erste Drittel mit eben dem 2:0 aus den ersten Minuten.
Der Mittelabschnitt brachte dann schon die Entscheidung: Es dauerte dieses Mal eine Sekunde länger als im ersten Drittel ehe der Torjäger vom Dienst, Markus Köppel für die Panther den dritten Treffer der Partie erzielte. Chris Otten, nach einem sehenswerten Pass von Jan Dierking und Janne Goebel schraubten das Ergebnis auf ein vermeintlich sicheres 5:0. Gespielt zu diesem Zeitpunkt: keine acht Minuten im zweiten Drittel. Hernach wechselte Krefeld den Keeper und augenscheinlich auch die Einstellung. Die Panther fanden sich fast nur noch in der Defensive wieder und irgendwann war sogar der überragende Philip Grittner überwunden – besonders bitter für ihn: seine Defensive wechselte falsch und so sah er sich ohne Verteidiger der Krefelder Offensive ausgesetzt. Kurz darauf erzielten die Nordrhein-Westfalen gar das zweite Tor und die Partie drohte zu Kippen. Vorher wechselten aber auch die Panther den angeschlagenen Grittner gegen Danny Sellmann, doch diese Maßnahme führte zu keinem nennenswerten Effekt und so war Krefeld dem Anschluss deutlich näher als die Panther ihrem sechsten Treffer. Erstmals konnten die Zuschauer eine erhebliche Verunsicherung bei den Wedemärkern spüren, doch zum Glück der Panther patze René Hippler im Tor der Krefeler, der einen harmlosen Pass ins Leere von Patrick Baude passieren ließ. Das Momentum wechselte wieder auf die Seite der Raubkatzen, die dieses nutzen und unmittelbar durch Chris Otten und durch ein Überzahltor des omnipräsenten Markus Köppl das Ergebnis auf 8:2 schraubten und damit die Partie faktisch entschieden.
Im Schlussdrittel ließen die Raubkatzen nichts mehr anbrennen. Zwar mussten sie noch einen Gegentreffer hinnehmen, allerdings ging dieser im Jubel der Zuschauer über den ersten Treffer von Eric Walbröl, der von den eigenen Junioren kommend seine erste Partie für die erste Herren der Panther gleich mit einem Tor zu einem perfekten Einstand garnierte, unter. Endstand somit 9:3 für die Panther und Coach Abstoß war sichtlich zufrieden: „Wir haben gar nicht viel besser oder schlechter als die letzten zwei Partien gespielt – dieses Mal waren wir einfach cleverer und hatten auch das nötige Glück.“ Kommenden Sonnabend haben die Raubkatzen nun die Möglichkeit gegen den Tabellendritten bei den Miners Oberhausen die nächsten drei Punkte einzufahren und sich in den Playoffplätzen festzusetzen und etwas Polster auf die Abstiegsplätze aufzubauen.