Es wird eng für die Panther

Bissendorfer kassieren Niederlage in Iserlohn

In stark verbesserter Form und mit einer ordentlichen, kämpferischen Leistung unterliegen die Panther dennoch verdient beim Titelkandidaten Samurai Iserlohn mit 5:13.
Der Auswärtsfluch der Bissendorfer Panther hält an: Auf Gegners Platz lassen die Raubkatzen regelmäßig Punkte liegen. Allerdings unterscheiden sich die Niederlagen doch mitunter deutlich: Letzte Woche verlor man in Menden insbesondere aufgrund einer indiskutablen Leistung der Niedersachsen in den ersten beiden Spielabschnitten und nach einer Leistungssteigerung noch recht knapp mit 10:8. Diesen Samstag bei den ungleich stärkeren Samurai Iserlohn lag man wieder klar mit 4:0 nach den ersten 20 Minuten zurück – allerdings attestierte Coach Lenny Soccio seinen Mannen in der ersten Drittelpause eine gute Einstellung und den nötigen Biss. Die Samurai – in den letzten Jahren immer heißer Kandidat für den Titel des deutschen Meisters, den sie allerdings letztmals 2013 gewinnen konnten – waren insbesondere individuell etwas stärker und kamen naturgemäß auch in ihrer recht kleinen Halle besser zurecht und so ging die doch recht deutliche Führung in Summe in Ordnung. Im zweiten Abschnitt steigerten sich die Panther und veränderten taktisch ihre Marschrute – mit Erfolg. Zweimal traf Maxim Faber mit seinem gefürchteten Schlagschuss und die Panther waren dichter am Anschlusstreffer als die Sauerländer am Ausbau Ihrer Führung. Dennoch trafen nicht die Niedersachsen, sondern die Samurai. „Das zieht sich schon durch die ganze Saison", so attestierte Coach Darian Abstoß nach dem Spiel: „Immer wenn wir wieder am Drücker sind, passieren uns kleine Fehler, die in der ersten Bundesliga und von unseren Gegnern eiskalt genutzt werden. Das kostet uns Woche um Woche und insbesondere Auswärts jedes Mal Punkte.“ Tommy Sellmann konnte zwar erneut den Anschluss herstellen aber auch Iserlohn traf erneut und gewann den Mittelabschnitt mit 4:3. Damit stand es nach 40 Minuten 8:3.
Der Schlussabschnitt hatte es dann, trotz der deutlichen Führung der Sauerländer, dann noch einmal in sich: Zunächst verletzte sich das größte Bissendorfer Talent, Tim Strasser, am Knie – eine Diagnose steht noch aus. Durch den anhaltenden Regen im Sauerland, die Temperaturen und den Spielbetrieb sammelte sich die Luftfeuchtigkeit immer mehr auf der Spielfläche. Waren in den ersten Spielabschnitten nur die Bereiche der beiden starken Torhüter betroffen, so mussten die souverän agierenden Schiedsrichter im letzten Drittel die Partie mehrfach unterbrechen. Letzten Endes gewannen die Sauerländer verdient die Partie mit 13:5.
Die Panther rangieren nun auf dem neunten Tabellenplatz, punktgleich mit dem achten, den Duisburg Ducks. Rang acht berechtigt zur Teilnahme an den Playoffs – dem erklärten Ziel der Raubkatzen für dieses Jahr. Damit kommt der Partie am kommenden Wochenende, dem Heimspiel gegen den HC Köln-West, schon eine richtungsweisende Bedeutung zu. Das Trainergespann Soccio/Abstoß wird also in der kommenden Woche sicherlich doppelt konzentriert trainieren lassen.