Firebugs erkämpfen Kantersieg

Die Firebugs kämpften auf dem Eis für Arvid. Foto: ?

Viel Geld für den kleinen Arvid gesammelt

Am Sonntag empfingen die Hannover Firebugs vor heimischer Kulisse die Mannschaft der Feuerwehr Wolfsburg. Doch bevor es losging, wurde es gleich zweimal emotional.
Bei der Schweigeminute für den montags zuvor überraschend verstorbenen Ex- Firebug Thomas Langner hätte man nach den rührenden Worten von Stadionsprecher Kai Nürnberger die berühmte Stecknadel fallen hören. Anschließend hatte Arvid, ein seit der Geburt schwer erkrankter Junge aus der Region, seinen großen Auftritt. Ihm hatte das Team um Kapitän Dustin Voß das Spiel gewidmet, um Spenden für eine lebenswichtige Sauerstofftherapie zu sammeln. Beachtliche 1112 Euro kamen bei der Aktion zusammen. Nachdem Arvid mithilfe seiner Eltern den ersten Puck einwarf, ging es dann ins Spiel.
Und dieses Spiel hielt, was es im Vorfeld versprach. In der durch Härte geprägten Partie legten beide Teams buchstäblich wie die Feuerwehr los. So war es Ronny Schubert, der nach 41 Sekunden zur Freude der Hannoveraner Fans zum 1:0 einnetzte und nur eine gute Minute später traf Hoffmann für die Gäste zum 1:1. Nach dem 2:1 durch Kohls in der folgte eine Schubert-Gala mit einem lupenreinen Hattrick zum zwischenzeitlichen 5:1. Nach acht Toren im ersten Drittel hatten sich beide Seiten eine Pause verdient. Die Firebugs führten zum Ende des ersten Abschnitts 6:2. Die aus Sicht der Firebugs schon obligatorische Schwächephase im zweiten Drittel führte zur kurzweiligen Überlegenheit der Wolfsburger, die jedoch nach Toren von Weichert und Timmas auf zwei Tore herankamen. Schubert beendete die Serie jedoch und setzte mit seinem fünften Treffer des Tages ein Ausrufezeichen und sorgte so für den 7:4-Spielstand zum Ende des zweiten Drittels. Im Schlussabschnitt hatten die Gäste bis auf ein paar rüde Spielweisen nichts mehr entgegenzusetzen. Kohls, Hettenbach und Görtler machten den Deckel auf den ersten Heimsieg der Hannover Firebugs. Mit einer 10:4-Niederlage im Gepäck durften sich die Autostädter auf den Heimweg machen.
Das Rückspiel steigt bereits am 11. Februar 2018 in der Eisarena Wolfsburg. Die Zuschauer können ein sicher nicht weniger intensives Spiel erwarten. Die Niederlage einerseits und die schwere Knieverletzung des Spielers Drebert Die (Hannover) auf der anderen Seite tragen sicher nicht zu einer Entspannung der Rivalität beider Teams bei.
Hannover Firebugs – Wolfsrudel Wolfsburg 10:4 (6:2/1:3/4:0) Tore:
1:0 Schubert 4:1 Schubert 6:3 Weichert 9:4 Hettenbach
Strafminuten: Hannover 10 Schiedsrichter: Demski und Rölz Zuschauer:
250
1:1 Hoffmann 5:1 Schubert 6:4 Timmas 10:4 Görtler
2:1 Kohls 3:1 Schubert
Wolfsburg 16
5:2 Hoffmann 7:4 Schubert
6:2 Willenbruch 8:4 Kohls