Gala für Sportler des Jahres kam super an

Gruppenbild mit allen ausgezeichneten Mannschaften der Sportlerehrung 2010 im Gasthaus Goltermann in Elze.
 
Sportringvorsitzender Joachim Brandt (r.) zeichnete den Mellendorfer Schützen Hans Kühn als Sportler des Jahres 2009 aus.

Sportring bekam für die Neuauflage der Sportlerehrung viele Gratulationen

Elze (awi). Zum ersten Mal haben wie berichtet die Leser des ECHO mit ihrer Stimme über die Sportler des Jahres entschieden, und zum ersten Mal fanden die Auszeichnungen in einem anderen Rahmen als gewohnt, nämlich als Sportgala, veranstaltet vom Sportring Wedemark unter Regie des Vorsitzenden Joachim Brandt im Gasthaus Goltermann in Elze statt. „Gratulation zu dieser Veranstaltung“, Stefan Berthold, Vorstandsmitglied des Turnclub Bissendorf, war nur einer der Gratulanten, die nach der Veranstaltung zu Joachim Brandt und Stellvertreter Wilfried Busche nach vorne kamen, um sie zu dieser gelungenen Veranstaltung zu beglückwünschen. Dabei hatte es noch am Vormittag so ausgesehen, als würde einiges schief laufen. Die Moderatorin meldete sich kurzfristig ab, auch der Ersatzmoderator musste kurze Zeit später passen. Aber Joachim Brandt ist selten um eine Lösung verlegen, besann sich auf seine Kontakte zum Regionssportbund und heuerte kurzerhand Manfred Finger vom Niedersächsischen Fußballverband in Barsinghausen und den freien Sportjournalisten Erk Bratke an. Eine gute Entscheidung, denn trotz der megakurzen Vorbereitungszeit führten die beiden locker und souverän durch den Abend, interviewten die Sportler und moderierten die Abfolge.
So erfuhren die Zuschauer, dass die Erstplatzierte Ina Schneidewindt-Krause eher zufällig als absichtlich immer Wallache reitet, dass die Zweite, die behinderte Schwimmerin Mirjam Prahst-Martinez solange eisern trainieren will, bis sie einmal bei den Paralympics starten darf, dass Sarah Kiesewetter mehrere Tage die Woche trainieren muss, um so herausragende Ergebnisse auf dem Schießstand zu erzielen und Svenja Ziörjen von der REG Wedemark Eishockeyfan und zwar der Indians, nicht der Scorpions ist, und schließlich Marie-Theres Wilke sich auf Rollen ebenso wohl fühlt wie auf Kufen.
Dass Hans Kühn als Schütze mit erfolgreicher Teilnahme an den Landesmeisterschaften Sportler des Jahres 2009 bei den Herren wurde, das gefiel Sportringchef Joachim Brandt schon. Dass es aber von Vereinen und Bürgern nur diese eine Meldung bei den Herren gab, das fand Brandt doch sehr schade. „Ich selber hätte ja noch einige Sportler gewusst, die die Bedingungen erfüllen, aber es ist ja nicht der Sinn der Sache, dass ich die nominiere“, so Brandt. Offensichtlich müsse sich das Meldeverfahren noch weiter herumsprechen. Diese Meinung vertrat auch ein Mitglied der Resser Sportkegler, der sich wunderte, nicht für die Sportlerehrung vorgesehen zu sein und nicht wusste, wie das Meldeverfahren funktionierte. Brandt sicherte zu, das Verfahren im nächsten Jahr noch offensiver in der Presse zu vermarkten und transparenter zu gestalten. Bei den Mannschaften hatten die ECHO-Leser unter fünf Teams die Wahl gehabt und sich mit mehr als 40 Prozent für die 2. Handballdamen-Mannschaft des Mellendorfer Turnvereins entschieden. Die Damen mit einer Altersstruktur von 17 bis 51 Jahre machten ihrem Ruf als spritziges, spontanes Team durch La-Ola-Welle und begeisterten Jubel denn auch alle Ehre. Sie hatten die 1. Herren der Bissendorfer Panther auf den zweiten Platz verwiesen. Dahinter rangieren das Dream Team, die Junioren der Bissendorfer Schützengesellschaft und die Herren 40 des Tennisclubs Bissendorf. Das Verfahren, die Platzierungen bunt durcheinander gewürfelt zu nennen, sorgte zwar ein wenig für Verwirrung auf dem Saal, beugte aber der Langeweile vor. Unterhalten wurden die an Tischen platzierten Zuschauer in zwei Pausen durch Vorführungen des Stepptänzers Walter Lüder – der Senior kann sogar einen Deutschen Meistertitel in seiner Klasse vorweisen – und eine Abordnung des Dream Teams, die zeigte, dass man auf Rollschuhen auch in einem Gasthaussaal eine flotte Sohle aufs Parkett legen kann. Verlesen wurde das Grußwort
von EXTRA-Verlagsleiter Thorsten Schirmer, der die aktuelle Sportlerwahl als „Sinnbild für den Sport“ würdigte, da sich die Leser für die ihrer Meinung nach besten Akteure im vergangenen Jahr entschieden hätten. Unter allen Einsendern der Coupons waren Preise verlost worden und die Preisträger zur Gala eingeladen worden. Der Hauptpreis, ein 600-Euro-Reisegutschein der TUI, ging an Leser Ralf Kühn aus Negenborn. Nicht von den Lesern, sondern vom Vorstand des Sport-rings ausgewählt wurde aus 17 Ehrenamtlichen, die bereits bei
einer Delegierten-Versammlung des Sportrings ausgezeichnet worden waren, Peter Moser vom Reit- und Fahrverein Brelinger Berg als Ehrenamtlicher des Jahres 2009. „Keine Aufgabe ist ihm zu schwer, ohne ihn wäre der Reitverein undenkbar“, so Joachim Brandt in seiner Laudatio. Die Urkunde erhielt Moser aus den Händen von Bürgermeister Tjark Bartels, der sich zu Beginn der Veranstaltung ebenfalls ein Grußwort ausbedungen hatte. Dies nutzte der Bürgermeister, um zu betonen, wie sehr sich die Gemeinde für den Sport engagiere. So habe sie mit viel Geld die Brelinger Turnhalle saniert, werde in nächster Zeit noch andere Sanierungsvorhaben angehen, habe die 400-Meter-Laufbahn der Grundschule Bissendorf neu angelegt, einen Zuschuss zum DFB-Minispielfeld beim SC Wedemark gegeben und die Umsetzung dadurch überhaupt ermöglicht, den Basketballplatz in Meitze und den Inlinerplatz in Abbensen gefördert sowie 9000 Euro in eine Rasenrenovation investiert.