Gekämpft, doch nicht gewonnen

Wedemark Scorpions musste beim Lokalrivalen antreten

Die Rollen schienen klar verteilt. Die Mannschaft vom Pferdeturm hatte bisher jedes Spiel souverän gewonnen, hingegen die Wedemärker zuletzt mehrere Spiele auf Grund schwacher Leistung verloren hatten. Die bange Frage die sich die ca. 40 mitgereisten Wedemärker Fans unter den 686 Zuschauern stellten war: „Wie hoch die Niederlage wohl ausfallen würde?“ Während Hannover mit 20 Feldspielern antrat waren es auf Wedemärker Seite 13 Spieler wobei Markus Gonzales leicht verletzt und Brent Griffin erkältet waren. Karl-Arne Reiffen wollte nach zweimonatiger Verletzungspause nur einige Kurzeinsätze leisten um zu sehen, ob er wieder spielen könne. Um so überraschender dann das Spiel. Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles, körperbetontes Spiel. Zahlreiche Chancen auf beiden Seiten. Wedemark machte Druck und konnte schon in der dritten Minute durch Eduard Salzer in Führung gehen. Torchancen der Braves machte Torwart Stephan Miskovic mit Klasseparaden zunichte. Ebenso verhinderte DEL Torwart Jonas Langmann weitere Wedemärker Tore bis zur 17 Minute in der Johannes Harnesk auf 2:0 erhöhen konnte. Auch im zweiten Drittel ging es mit hohem Tempo von beiden Seiten weiter. Leider gelang es den Scorpions trotz zahlreicher Chancen nicht die Führung auszubauen. Die Braves hingegen konnten durch Tore in der 33 und 36 Minute den Spielstand egalisieren. Im entscheidenden letzten Drittel kämpften beide Mannschaften weiter um jeden Zentimeter Eis. In der 49 Minute dann das wohl spielentscheidende Ereignis. Ereignis deshalb, da der Schiedsrichter auf Tor gegen Wedemark erkannte, obwohl der Puck sich zwischen den Torwartschienen vor der Torlinie befand. Wütende Proteste der Wedemärker halfen nichts führten aber zu Disziplinarstrafen. Die letzten zehn Minuten waren von Strafen, überwiegend gegen Wedemark geprägt. Unterzahlspiel und hohes Tempo über 50 Minuten ließen die Kräfte der Scorpions schwinden, so dass Hannover zu weiteren drei Toren bei einem Gegentor der Wedemärker kam. Nach dem Spiel zeigte sich Wedemarks Trainer Bernd Wohlmann sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft die alles gegeben hatte. „Wenn wir am kommenden Samstag in Mellendorf mit unseren Fans im Rücken gegen Timmendorf so spielen wie heute, dann sollte ein Sieg möglich sein“, so Wohlmann. Nächstes Heimspiel ist am Samstag, 27. November, um 20 Uhr gegen Timmendorf.