Keine Sonne gegen Burgdorf

Der Mellendorfer TV, hier Mittelfeldspieler Rouven Klemmt (links) im Spiel gegen den Heesseler SV II, hatte gegen den TSV Burgdorf II keine zwingende Tormöglichkeit. (Foto: S. Birkner)

MTV verliert Heimspiel deutlich mit 0:3

(sb). Wenn man den bisherigen Saisonverlauf betrachtet hatte, war das Ergebnis in dieser Höhe wohl kaum zu erwarten gewesen, doch die Dominanz der Gäste war unübersehbar: Bereits am Dienstag vergangener Woche unterlag die erste Fußball-Herrenmannschaft des Mellendorfer TV der Bezirksoberliga-Reservemannschaft des TSV Burgdorf auf heimischen Rasen mit 0:3 (0:1). „Wir haben völlig verdient verloren“, konstatierte der scheidende MTV-Trainer Reinhard Penzhorn nach dem Schlusspfiff, „wir hatten gegen einen starken Gegner über über die gesamte Spieldauer nicht eine wirklich zwingende Torchance“. Der TSV Burgdorf II, der laut Penzhorn die „mit Abstand stärkste Mannschaft aller Gegner in dieser Saison“ war, stand in der Defensive kompakt und nutzte seine Tormöglichkeiten konsequent. Kurz vor der Pause fiel das 1:0 für die drückend überlegenen Gäste; wenige Minuten nach der Halbzeit legten die Burgdorfer nach. Den 3:0-Endstand besorgte die abstiegsgefährdete Truppe, die sich vor dem Spiel auf dem vorletzten Tabellenrang befand, eine Viertelstunde vor Spielende.
„Einige Spieler hatten heute nicht ihren besten Tag, gegen einen solchen Gegner macht sich so etwas nun einmal bemerkbar“, analysierte Penzhorn. Der MTV-Coach sah eine im Vergleich zur 0:2-Hinspielniederlage im September gänzlich ausgewechselte Elf, die sich zusätzlich zweier spielfreier Bezirksoberliga-Spieler bediente. Nach dem Sieg kletterten die Burgdorfer auf den drittletzten Tabellenplatz und überholten so eher unerwartet den SC Wedemark. Auf dem Konto des MTV standen nach dem 23. Saisonspiel 22 Zähler und die Abstiegszone geriet bei einem Torverhältnis von minus 10 Toren noch einmal in bedrohliche Nähe, der Abstand zum SVC Wedemark betrug fünf Zähler. Mit dem Sieg im Lokalderby am vergangenen Sonntag beim SC Wedemark (siehe Bericht in dieser Zeitung) konnten sich die Mellendorfer aber prompt rehabilitieren.