Knappe Niederlage für Panther

Bissendorf scheitern im ersten Play-Off-Spiel gegen Köln

Als klarer Außenseiter reisten die Bissendorfer Panther am vergangenen Samstag zum ersten Play-Off Viertelfinalspiel um die Deutsche Meisterschaft im Inlinehockey nach Köln. Am Ende siegten die „Rheinos“ knapp mit 6:4 gegen aufopferungsvoll kämpfende Wedemärker. Wenn der zweite der Hauptrunde und eine der führenden Mannschaften im Inlineskaterhockey daheim zum ersten Viertelfinalspiel um die Meisterschaft den Tabellensiebten erwartet, dann sind die Rollen an sich klar verteilt. Ob diese klare Rollenverteilung dazu führte, dass nur rund 150 Zuschauer in Köln die Partie der heimischen Rheinos gegen die Bissendorf Panther sehen wollten, bleibt Spekulation. Fakt ist hingegen, dass sich über 55 Minuten zwei absolut gleichwertige Mannschaften ein enges und verbissenes Inlineskaterhockeygefecht auf höchstem Niveau lieferten. Lediglich fünf Minuten im Mittelabschnitt, in dem die Panther ihre Linie verließen und Köln seine ganze Extraklasse entfalten konnte, machten den Unterschied. Aber der Reihe nach. Die Bissendorf Panther traten von der ersten Sekunde mit dem nötigen Selbstbewusstsein an – vor allem aber waren sie taktisch hervorragend von Trainer Darian Abstoß eingestellt. Da in den Reihen der Kölner die drei besten Individualspieler im deutschen Inlineskaterhockey stehen, galt es für die Panther die Räume möglichst eng zu machen, um den beiden Weisheitbrüdern und Kai Esser möglichst keinen Platz zur Entfaltung zu lassen. Die Taktik ging hervorragend auf – auch wenn die Panther bereits nach nur rund einer Minute durch einen abgefälschten Distanzschuss den ersten Gegentreffer hinnehmen mussten. Es spricht für die Disziplin der Mannschaft, dass dieser frühe Rückstand zu keinerlei Nervosität auf Bissendorfer Seite führte. Für diese taktische Disziplin wurden die Raubkatzen dann in der siebten Spielminute belohnt: Kapitän Markus Köppl traf nach feiner Zuarbeit von Sebastian Miller zum Ausgleich. Den Rest des Drittels standen die Panther nahezu perfekt. Köln kam zwar zu recht vielen Schüssen, diese mussten aber aufgrund des kompakten, niedersächsischen Defensivblocks aus großer Distanz von den Köln abgefeuert werden und waren so leichte Beute für den Bissendorfer Schlussmann Dany Sellmann. Kurz vor Schluss des ersten Abschnittes erzielte dann erneut Köppl auf Vorlage von Gollasch in Überzahl den umjubelten Führungstreffer für die Raubkatzen. Nach der ersten Pause mussten die Panther hingegen in Unterzahl antreten und dies nutzen die Kölner zum Ausgleich durch Max Bankewitz. Danach begannen die eingangs beschrieben fünf schwarzen Minuten der Panther. „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum wir Anfang des zweiten Drittels unsere Marschroute verlassen haben“, so Coach Darian Abstoß. Die Rheinos zogen jedenfalls durch zwei weitere Tore von Robin Weisheit auf 4:2 davon. Kurz vor Ende des Spielabschnittes – die Panther hatten sich wieder gefangen – erzielte Kai Esser dann auch noch das 5:2. Felix Gollasch konnte zwar in Überzahl auf Vorlage von Tommy Sellmann noch auf 5:3 verkürzen, dennoch dachten wohl die meisten Zuschauer, dass die Messe wohl nun zu Gunsten der Nordrhein-Westphalen gelesen wäre. Allerdings gaben die Panther die Partie nicht im geringsten verloren und kurz nach Beginn des Schlussabschnittes erkämpften sich die Panther das Spielgerät, Routenier Jan Pries spielte dieses zu Marvin Freitag, der selbiges humorlos in den Kölner Kasten hämmerte. Den Wedemärkern blieben nach diesem Tor noch 18 Minuten zum Ausgleich und so erhöhten sie immer mehr den Druck auf die Rheinos. Bissendorf war Mitte des Schlussabschnittes näher am Ausgleich als Köln am Ausbau der eigenen Führung. Allerdings verließen die Unparteiischen im Schlussabschnitt ihre bis dato klare Linie und so fanden sich die Raubkatzen das eine ums andere Mal in der Kühlbox wieder. Vier ihrer sieben Strafen erhielten die Panther im Schlussabschnitt und das mag am Ende auch der Umstand gewesen sein, warum die Rheinos zu guter Letzt doch noch einmal über einen weiteren Treffer und nach dem Schlusspfiff über ihren Heimsieg jubeln konnten. „Wir fahren heute mit gemischten Gefühlen nach Hause,“ so der Bissendorfer Trainer Darian Abstoß nach der Partie, und weiter: „Dass es so eng war und wir den klaren Favoriten ärgern konnten, macht mich stolz. Dennoch wäre sogar mehr drin gewesen.“ Die Panther haben nun sieben Tage Zeit sich zu erholen. Dann steht das Rückspiel in der Wedemark an. Ein Sieg muss dann für die Raubkatzen Pflicht, möchte man weiter im Rennen um die Deutsche Meisterschaft bleiben.