Licht und Schatten

Ein Sieg und eine Niederlage für die Panther

Die Bundesliga-Mannschaft der Bissendorfer Panther hat am Wochenende mit 4:6 gegen die Kölner Rheinos verloren und konnte mit 4:3 gegen kompakt stehende Düsseldorfer gewinnen.
Am Sonnabend begannen die Panther den Doppelspieltag gegen den Tabellenführer aus Köln hoch konzentriert. Bereits in der dritten Minute konnte der torgefährliche Verteidiger Maxim Faber einen schönen Angriff zum 1:0 für die Hausherren abschließen. Die mustergültige Vorlage hierzu steuerte Routinier Sebastian Miller bei. Was die Panther allerdings daraufhin boten, lies den geneigten Hockeyfan an die beiden letzten Auswärtsspiele zurückdenken. Man gab den Kölnern viele Räume und war stets einen Schritt zu spät am Ball, sodass man sich bei dem glänzend aufgelegten Danny Sellmann im Tor der Panther bedanken konnte das es bis zur 18. Minute bei dieser 1:0-Führung blieb. Dann allerdings traf der Kölner Handrich durch Freund und Feind hindurch zum 1:1. Im zweiten Spielabschnitt kam es zu einem kuriosen Tor. Ein Kölner Spieler setzte einen Schlagschuss circa einen Meter neben das Panthergehäuse, der Ball sprang von der Wand zurück an den Schuh von Verteidiger Wedemeyer und ging unhaltbar zum 1:2 ins Tor. Die Panther gaben dann den Kölnern weitere Räume. Aus diesen Räumen und der fehlenden Nähe zu den jeweiligen Gegenspielern folgten zwei unnötige Foulspiele, welche zu jeweils zwei Strafminuten in der 31. und 35. Minute führten. Dass die Kölner das Überzahlspiel beherrschen, ist hinlänglich bekannt und so schlossen sie beide Überzahlsituationen erfolgreich ab. Die Pantherfans hofften auf eine Kehrtwende im letzten Drittel und sollten erhört werden. Die Bissendorfer zeigten endlich ihr Spiel und kamen durch schöne Tore auf 4:5 heran, bis eine weitere Strafzeit von den Kölnern zum 4:6-Entstand genutzt werden konnte.
Tags drauf hatte man sich im Pantherlager einiges vorgenommen, um den zuweilen farblosen Auftritt des Vortages vergessen zu machen. Hoch motiviert startete man in das erste Drittel und ließ den Düsseldorfern kaum Raum zur Entfaltung. Aggressives Forechecking kombiniert mit einer sicheren Defensivarbeit sorgten für Begeisterung bei den rund 150 Zuschauern, die es trotz sommerlicher 27 Grad in die Wedemarksporthalle verschlagen hatte. Es dauerte jedoch bis zur 13. Spielminute ehe Kapitän und Torgarant Sellman zum umjubelten 1:0 treffen konnte. Keine zwei Minuten später war es Neuzugang Ringe vergönnt, sein erstes Tor im Pantherdress zu erzielen und damit für ein zunächst beruhigendes 2:0 zu sorgen. Im zweiten Drittel wollte man an das bisher Gezeigte anknüpfen, um die Weichen endgültig auf Sieg zu stellen. Allerdings hatte man die Rechnung ohne die Düsseldorfer Meyer und Linde gemacht, welche nach schnell vorgetragenen Kontern das Ergebnis ausgleichen konnten. Die heißen Temperaturen waren es dann auch, die bei den Panthern zu einem Wechsel im Tor führten. Für den bis dahin souverän haltenden Danny Sellman kam ab der 32. Minute Sebastian Reinert zum Einsatz. Dieser konnte auch gleich sein Können unter Beweis stellen, als aus dem Gewühl heraus ein Ball in Richtung Tor sprang und vom Pantherschlussmann gerade noch auf der Linie gestoppt werden konnte. Diese Szene sorgte auf Seiten der Düsseldorfer für einigen Unmut, welcher sich in letzter Konsequenz in einer zweiminütigen Bankstrafe äußerte. Die Panther spielten die Überzahlsituation geschickt aus und konnten zum 3:2 durch Maxim Faber einnetzen. Das letzte Drittel musste nun also die Entscheidung bringen. Nachdem die Rams in der 41. Minute zunächst ausgleichen konnten wogte das Spiel hin und her, wobei beide Mannschaften stets kompakt auf eine gute Defensive bedacht waren. In der 55. Minute fasste sich dann aber wieder der Kapitän der Panther ein Herz und umkurvte das Düsseldorfer Gehäuse, um mit einem satten Schlagschuss aus guter Position dem ansonsten starken Torhüter der Rams keine Chance zu lassen. Die letzten Minuten sollten noch einmal einiges an Dramatik bieten, da ein Pantherspieler wegen Spielverzögerung auf der Strafbank verweilte. Allerdings war Fortuna und das Aluminium des Torgehäuses auf Seiten der Bissendorfer, sodass am Ende ein hart erarbeiteter 4:3-Sieg auf der Anzeigentafel stand.