Mainzer Verhältnisse beim SCW

Hätte das 1:0 nicht zählen dürfen? Der einköpfbereite Alexander Krampe (links) erzielt den Führungstreffer, 2:0-Torschütze Christian Wilkes und der vermeintlich gefoulter Neuwarmbüchener sehen zu. (Foto: S. Birkner)

Gegen Neuwarmbüchen gelingt der sechste Sieg

(sb). Die erste Fußball-Herrenmannschaft des SC Wedemark ist dieser Tage einfach nicht zu bezwingen. Am vergangenen Sonntag siegte die Elf von Trainer Michael Gaus deutlich und verdient mit 4:0 gegen den FC Neuwarmbüchen und erinnert damit allmählich an Bundesligist FSV Mainz 05, der kürzlich sieben Dreier in Serie einfuhr. Für den SCW war es bereits der sechste Sieg in Folge. „In den ersten 20 Minuten des Spiels waren die Neuwarmbüchener stärker, danach haben wir aber deutlich dominiert“, befand Gaus nach der Begegnung. Um das spielerische Übergewicht der Gäste in den Griff bekommen, beorderte Gaus Dennis Doerr aus dem offensiven Mittelfeld auf eine defensivere Position zurück. „Das war eine wichtige Maßnahme, die dann auch Früchte trug“, sagte Gaus. Zur Pause blieb es beim torlosen Unentschieden, weil Carsten Dennhardt im SCW-Tor in einer Situation zur Stelle war und Martin Meier auf Seiten der Bissendorfer nur die Latte des Gästetores traf. Nach der Pause erhöhten die Bissendorfer die Schlagzahl und kamen bald zum Erfolg. Zunächst traf Jonas Henke freistehend vor dem Torwart nur den Pfosten, anstatt abzuspielen, dann war es allerdings soweit. Nach 64 Minuten schlug Mark Zimmermann einen Freistoß in den Strafraum, in dessen Folge der Ball nach einer Kopfballverlängerung beim gut postierten Alexander Krampe landete – das 1:0 für den SCW. Ob zuvor ein Foul eines Bissendorfers im Strafraum hätte geahndet werden müssen, blieb offen. Das vorentscheidende 2:0 erzielte Christian Wilkes mit einem äußerst sehenswerten 16-Meter-Freistoß aus halbrechter Position (72. Minute). „Danach versuchten die Gäste mit Gewalt, einen Treffer zu erzielen, hatten gegen meine kompakt stehende Mannschaft aber wenig Erfolg“, sagte Gaus. Simon Baumgarten machte den Sack wenig später endgültig zu. Seine verunglückte Flanke von der linken Außenbahn, die zum Torschuss wurde, überraschte den FC-Torhüter und landete im Netz (77.). Kurios: Zwei Minuten später gelang dem Mittelfeldspieler das Kunststück einer verunglückten Aktion, die zu einem Treffer führt, erneut. Bei einem Schuss von der Strafraumgrenze traf er den Ball zwar nicht so, wie er es geplant hatte, platzierte das Spielgerät aber genau im Torwinkel und stellte 4:0-Endstand her.
Nach dem Sieg stehen die Bissendorfer weiterhin auf dem zweiten Rang der Tabelle. In elf Partien hat die Gaus-Elf 23 Punkte (sieben Siege, zwei Remis, zwei Niederlagen) gesammelt und blickt auf ein Torverhältnis von 24 zu 16 Treffern.
Am kommenden Sonntag reisen die Bissendorfer zum TSV Arpke, den Gaus als schweren Gegner ansieht. „Inzwischen haben wir aber den Ehrgeiz, auch in diesen schwierigen Partien zu Punkten“, sagte er. Das nächste Heimspiel findet am Sonntag, 7. November statt, wenn die Bissendorfer um 14 Uhr den SV 06 Lehrte empfanden. Danach steht das Derby gegen den Mellendorfer TV ins Haus.
Gegen den FC Neuwarmbüchen spielte der SC Wedemark in folgender Aufstellung: Dennhardt – Zimmermann, Krause, Wilkes – von Einem, D. Henke, Meier, Baumgarten, Doerr – J. Henke, Krampe (75. Krampe).