MTV spielt 2:2 gegen Berenbostel

Pech im Abschluss – Nils Gottschalk verpasst nur knapp einen weiteren Treffer. Foto: T. Puls

Turbulenter Schlagabtausch in Mellendorf

(tp) Beim ersten Heimspiel im Jahr 2014 kamen die Zuschauer des Spiels des Mellendorfer TV gegen den TSV Berenbostel zumindest spannungstechnisch voll auf ihre Kosten. Das 2:2 (0:1) war zwar kein hochklassiges Spiel, dafür allerdings bis zur letzten Sekunde spannend. Mellendorfs Trainer Alexander Fleischer war nach dem Spiel auch geteilter Meinung über den Spielverlauf: „Wenn wir die erste Halbzeit so gespielt hätten wie die zweite Hälfte, hätten wir das Spiel klar gewonnen.“ Dabei fanden die Gastgeber zu Beginn der Partie deutlich besser ins Spiel. Bereits in der dritten Minute tauchte Nils Gottschalk das erste Mal frei vor dem gegnerischen Tor auf, scheiterte allerdings am Berenbosteler Torwart. In der Folge hatten die Gastgeber weiterhin mehr Räume, zielten allerdings aus der Distanz zu unpräzise oder brachten den finalen Pass nicht präzise genug zum Mitspieler. Der TSV verlegte sich aufs Kontern und war erst nach gut 20 Minuten richtig in der Partie drin. Nachdem das Spielniveau der Mellendorfer mit laufender Spielzeit immer weiter abnahm, nutzten die Gäste dann ihre erste wirkliche Torchance zum Führungstreffer in der 34. Minute. Nach einer unbedrängten Flanke köpfte der Gästestürmer aus kurzer Distanz wuchtig in die Maschen. Den Mellendorfern fiel bis zur Halbzeit nicht mehr viel ein, Trainer Fleischer bemängelte in der Pause vor allem die mangelnde spielerische Flexibilität seiner Jungs.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich daran erst einmal wenig. Die Gäste blieben das zielstrebigere Team, den Mellendorfern stand ihre eigene Fehlpassquote im Weg, darüber hinaus verpassten sie regelmäßig im richtigen Moment das Abspiel und probierten zuviel auf eigene Faust. Da es allerdings auch die Gäste aus Garbsen verpassten ihre leichte spielerische Überlegenheit in Torchancen umzumünzen, blieb das Spiel weiterhin spannend. Trainer Fleischer reagierte und brachte binnen kurzer Zeit Espen Zillmer, Christoph Sauer und Friedrich von Samson in die Partie, was den Mellendorfern spürbar Auftrieb gab. Alle drei sorgten gerade im Offensivspiel für Belebung, zumal die Gäste mit zunehmender Spieldauer körperlich immer weiter abbauten.
Zillmer war es schließlich auch, der den Ausgleich erzielte und den Startschuss zu einer turbulenten Schlussphase lieferte. Sein Freistoß aus dem Halbfeld wurde von einem gegnerischen Verteidiger noch unhaltbar abgefälscht, der Ball trudelte zum Ausgleich in der 75. Minute ins lange Eck. Die Mellendorfer, denen vorher in der Halbzeit so gut wie gar nichts gelungen war, übernahmen nun das Kommando. Christoph Sauer scheiterte nur zwei Minuten später am Innenpfosten, Nils Gottschalk zielte dafür in der 80. Minute genauer. Nachdem ihn von Samson und Zillmer freigespielt hatten, schob er frei vor dem gegnerischen Tor überlegt ein. Nur zwei Minuten später hatte er nach einem feinen Solo die Möglichkeit das Spiel endgültig zu entscheiden, bei seinem Abschluss mit dem schwächeren linken Fuß verließen ihn allerdings die Kräfte. Die Berenbosteler waren nun stehend k.o. und versuchten nur noch den Ball lang von hinten heraus aus der Gefahrenzone zu befördern. Einen solchen Befreiungsschlag lupfte der gegnerische Stürmer dann zur Überraschung aller von der Eckfahne ins leere Tor, nachdem er zuvor den Mellendorfer Keeper überlaufen hatte. Zu dem Zeitpunkt hätte niemand mehr mit dem eigentlich nicht unverdienten zweiten Treffer der Gäste gerechnet (86. Minute). Die MTV-Spieler antworteten mit wütenden Angriffen und tauchten noch weitere drei Mal frei vor dem gegnerischen Tor auf. Gottschalk, Lukas Lüder und Jannic Bassin verpassten den Siegtreffer allerdings jeweils knapp.
Nachdem die Rot-Weißen mit zwei eher wenig zufriedenstellenden Unentschieden ins neue Jahr gestartet sind, wartet nun das Nachbarschaftsderby gegen Blau-Gelb Elze auf die Mellendorfer. Anpfiff ist am kommenden Sonntag um 15 Uhr in Elze. Es spielten: Fischer – Bassin, Möller, J-N Puls, Junker – Bouma (59. Zillmer), Lüder, T.Puls, Hesse (65. Sauer) – Meyer (73. von Samson), Gottschalk