MTV verliert Relegationsspiel

Die Mannschaften vor dem Spiel bei der Begrüßung mit Unterstützung der Mellendorfer G-Jugend.

Ein nervenaufreibendes 3:4 gegen den Landesberger SV

(tp). In einem nervenaufreibenden Spiel haben die Jungs vom MTV mit 3:4 (1:3) gegen den Landesberger SV verloren und haben somit nur noch theoretische Chancen auf den Aufstieg. Den über 350 Zuschauern bot sich ein packendes Spiel, nach dem Spiel blickten die Zuschauer allerdings in lange Gesichter. Trainer Alexander Fleischer zeigte sich nach dem Spiel ebenfalls geknickt: „Wir haben am Ende viel investiert, das ist natürlich bitter für die ganze Mannschaft.“
Schuld an der Niederlage waren die ersten 30 Minuten, in denen sich der MTV bereits den 1:3-Halbzeitrückstand eingefangen hatte. Fleischer sah hier den Knackpunkt: „Der Gegner ist einfach wacher aus der Kabine gekommen.“ Nachdem die Landesberger in den ersten 15 Minuten bereits einmal den Pfosten getroffen hatten, zielten sie nach einer Viertelstunde genauer. Der Gästestürmer tauchte nach einem harten Zweikampf frei vor Rouven Kreuschner auf und schob ihm den Ball anschließend durch die Beine hinein zur frühen Führung. Die Gäste präsentierten sich in der Folge gefährlicher und zweikampfstärker, der MTV bekam so gut wie keinen Zugriff auf das Spiel. Das sollte sich erst nach einer halben Stunde ändern. Den ersten schönen Angriff der Gastgeber, Lukas Lüder und Jonas Frenzel hatten sich auf der linken Seite freigespielt, schloss Nils Gottschalk dann gleich unter großem Jubel der zahlreichen Fans zum Ausgleich ab (29. Minute). Es hätte einer der vielen Knack- und Wendepunkte der Partie werden können, wenn sich der MTV in der Folge cleverer angestellt hätte. Die Gastgeber pressten sofort weiter und rannten nach einem weiten Befreiungsschlag postwendend in einen Konter. Der Rechtsaußen der Gegner überlief die Abwehr sowie Torwart Rouven Kreuschner und schob den Ball zum erneuten Führungstreffer über die Linie. Noch bitterer wurde es fünf Minuten später. Mit einer exakten Kopie des 2:1 erzielten die Gäste den nächsten Treffer zur vermeintlichen Vorentscheidung. Thorben Puls verpasste es anschließend mit einem Pfostenschuss aus 18 Metern den MTV vor der Pause noch einmal in Schlagdistanz zu bringen, sodass es mit 1:3 in die Pause ging.
MTV-Trainer Fleischer mahnte seine Spieler dazu endlich die mentale Handbremse zu lösen und sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Seine Mannschaft nahm sich die Anweisung zu Herzen und begann nach dem Seitenwechsel das Spiel zu dominieren. Thorben Puls gelang nach einem Eckstoß per Kopf der frühe Anschlusstreffer (57. Minute), nur zehn Minuten später verpasste er aus kurzer Distanz ebenfalls per Kopfball den möglichen Ausgleich. Jonas Frenzel, der die ersten beiden Treffer aufgelegt hatte, rutschte anschließend bei einem Freistoß aus 17 Metern aus und zog sich eine Leistenzerrung zu. Für ihn ist die Saison nun vorzeitig beendet. Die Mellendorfer waren weiter feldüberlegen, kamen allerdings fast nur nach Standardsituationen zu Torchancen. Mit zunehmender Spielzeit warfen sie dann schließlich alles nach vorne, für Abwehrspieler Jan Junker brachte Trainer Fleischer Mittelfeldspieler Sören Grünke, und rannten kurz vor Ende des Spiels nach einem Stellungsfehler in der Abwehr in einen Konter. Die Landesberger hatten seit dem 3:1 keinen Torschuss mehr abgegeben, in der 83. Minute erhöhten sie nach ihrem ersten Angriff der zweiten Hälfte gleich auf 4:2. Michael Draper gelang anschließend nach einem langen Freistoß per Dropkick noch das 3:4 (86. Minute) und sorgte damit in den letzten Minuten noch einmal für Hochspannung. Trotz eines Platzverweises für die Gäste und einer weiteren Großchance nach einem Freistoß vom Strafraumeck gelang den Mellendorfern allerdings kein weiterer Treffer.
Am heutigen Samstag muss das Team zum zweiten Spiel nach Bassum reisen, nur bei einem deutlichen Sieg wahren sich die Mellendorfer theoretische Chancen auf einen möglichen Aufstieg. Es spielten: Kreuschner – Junker (78. Grünke), Kraftschik, J.-N. Puls, Hesse – Lüder (71. Bouma), T.Puls, Meyer, Frenzel (66. Marks) – Gottschalk, Draper.