Niederlage gegen Krefeld hat Spuren hinterlassen

Panther schieben sich auf achten Tabellenplatz vor

Mit nur vier von sechs möglichen Punkten aus zwei wichtigen Partien beenden die Panther im Saisonendspurt einen der wichtigsten Spieltage. Während bei den Panthern insbesondere die Niederlage nach Penaltyschießen gegen Krefeld Spuren hinterlassen hat, so kamen die zahlreichen Zuschauer an beiden Spieltagen voll und ganz auf ihre Kosten – sahen sie doch alles, was den rasanten Inlinehockeysport ausmacht.
Die Kulisse stimmte bei der ersten Partie am Wochenende gegen den Crefelder SC. 249 Zuschauer fanden den Weg in die Wedemarksporthalle und sahen ein kurioses Spiel, nach dem sich die Panther zurecht mangelnde Cleverness vorwerfen lassen müssen. Sowohl für den Gast aus Krefeld als auch die Panther stand nichts weniger als eine Vorentscheidung im Abstiegskampf beziehungsweise im Ringen um die Playoff Plätze auf dem Programm. Die aus dem Druck resultierende Nervosität konnten beide Teams über die komplette Spielzeit nie ganz ablegen. Dennoch kam die Raubkatzen besser in die Partie und führten kurz vor Schluss des ersten Abschnitts durch Barlsen auf Vorlage Köhn und Köhn auf Vorlage Gollasch verdient mit 2:0. Warum die Panther dann aber vollkommen unnötige Fehler machten, die binnen eineinhalb Minuten zum Ausgleich führten, erschien nicht nur den Zuschauern rätselhaft. Coach Abstoß fand in der ersten Pause dann auch die passenden Worte und im zweiten Abschnitt dominierten die Panther die Partie. Zunächst erzielte Niclas Köhn die umjubelte 3:2-Führung, ehe Kapitän Köppl in Überzahl auf 4:2 erhöhte. In beiden Fällen kamen die Vorlagen von Nachwuchsass Felix Gollasch. Miller erhöhte in der 35. Minute auf 5:2. Der Anschluss vom Krefelder Busch – erneut nach einem Blackout der Pantherdefensive – erschien zunächst nur als Ergebniskosmetik.
Im letzten Drittel spielten die Panther ihren Stiefel weiter runter und dominierten die Partie. Bis zur 48. Minute erhöhten die Panther durch Markus Köppl (zweimal) und Tommy Sellmann nach zwischenzeitlichen Anschluss von Krefeld aber gar auf 8:4. An sich war die Patrtie zu diesem Zeitpunkt gelaufen. Allerdings zog der Bissendorfer Niclas Köhn, derzeit in absolut bestehender Form, in eben dieser 48. Minute eine absolut unnötige 5-Minuten-Strafe inklusive einer Matchstrafe nach einem harten Kniecheck. Diese Strafe wird im Inlineskaterhockey komplett ausgespielt und man merkte den Pantherverteidigern in Unterzahl an, dass die Dominanz über das gesamte Spiel an den Kräften gezerrt hatte und so kamen die Krefelder zu Treffer um Treffer. Nach Ablauf der Strafe stand es ausgeglichen 8:8. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Als dann der Gast in erneuter Überzahl auf 9:8 erhöhte, glaubte wohl keiner der fassungslosen Zuschauer noch an eine Wende – insbesondere weil die Panther die letzten zwei Minuten erneut in Unterzahl spielen mussten. Doch in eben dieser Unterzahl gelang Miller nach herrlicher Einzelleistung der umjubelte Ausgleich in Unterzahl. Die Halle tobte ob dieses nicht mehr geglaubten Ausgleichtreffers. Im Anschließenden Penaltyschießen behielt der Krefelder SC dann mit einem Treffer die Oberhand. „Am Ende können wir fast mit dem einen Punkt zufrieden sein,“ so Coach Abstoß nach der Partie, „allerdings hat heute definitiv nicht die bessere Mannschaft gewonnen – die Punkte haben wir mit der Strafzeit verschenkt,“ so Abstoß weiter.
Nach dieser bitteren Niederlage war man in der Wedemark merklich nervös vor der Partie am Sonntag gegen den nächsten, direkten Konkurrenten. Und diese Nervosität war auch in den ersten Minuten auf dem Feld deutlich Spürbar: Viel Pässe kamen nicht an, das Selbstvertrauen fehlte im Zweikampf und der Torabschluss wurde verfrüht gesucht. Dennoch erwischten auch am Sonntag die Panther den besseren Start und gingen durch Lars Barlsen auf Vorlagen von Felix Gollasch, durch Markus Köppl auf Vorlage von Sebastian Miller und durch Miller auf Vorlage von Tommy Sellmann mit 3:0 in Führung. Aber auch an diesem Spieltag schüttelten die Zuschauer verständnislos den Kopf in der ersten Drittelpause, schenkten doch die Panther erneut mit katastrophalen Fehlern in den letzten beiden Minuten die Führung wieder her – es ging mit einem 3:2 in die Pause. Augenscheinlich steckten die letzten beiden Minuten den Panthern dermaßen in den Knochen, dass sie im zweiten Drittel überhaupt nicht mehr zu ihrer Linie fanden. Kaarst dominierte das Spiel und zog durch Treffer ihres Top-Scorers Dietrich und weitere Treffer von Michalowski und von Berg mit 5:3 davon. Auf den Rängen war man sich fast schon sicher, dass die Panther diese Nackenschläge nach der vorigen Partie nicht mehr werden wegstecken können.
Allerdings kam noch einmal Hoffnung auf, nachdem Sellmann auf Vorlage von Baude zum Anschluss traf. Aber in dieser Unterzahl Mitte des zweiten Drittels kam der große Auftritt des Tommy Sellmann: Einen Befreiungsschlag seines Mannschaftskollegen Stephan Nebel fing Sellmann mit seinem Helm ab, lege sich den abprallenden Ball mit der Schulter vor, um kurvte den letzten Defensivspieler der Crash Eagles und netzte mit einem trockenen Schuss in den rechten Winkel ein. Ausgleich. Danach wogte die Partie hin und her bis Routenier Jan-Christoph Pries auf Vorlage von Sebastian Miller mit einem wuchtigen Schlagschuss die erste Führung seit langer Zeit für die Panther erzielte. Kurz vor Ende des Mittelabschnittes sorgte dann der förmlich explodierende Tommy Sellmann mit seinem dritten Treffern dann zum 7:5.
Im letzten Drittel spielten die Panther dann endlich so, wie man es von einer cleveren Mannschaft erwarten darf. Ohne unnötiges Risiko zu gehen dominierten die Niedersachsen die Partie und kamen gar noch durch einen schönen Treffer von Felix Gollasch zu einem weiteren Treffer. Endstand damit 8:5 für die Panther. Damit schieben sich die Panther auf den achten Tabellenplatz – dieser berechtigt zur Teilnahme an den Playoffs.
„Uns fehlen nach diesem Wochenende ganz klar zwei Punkte“, so Coach Abstoß. Diese können sich die Panther schon am kommenden Woche besorgen.