Niederlage in Essen

Bissendorf Panther verlieren drittes Spiel in Folge

Bei den SHC Rockets Essen ist auch in dieser Saison nichts für die Panther zu holen. Trotz einer engagierten Leistung und einer Führung kurz nach Beginn des letzten Drittels brachen die Panther im Schlussabschnitt erneut komplett ein und unterlagen am Ende sehr deutlich aber in der Höhe unverdient mit 15:8.
Für die Bissendorfer geht es in der Tabelle weiter nach unten und das, obwohl man in Essen zunächst gut mithielt und phasenweise wieder überzeugendes Hockey zeigen konnte. Bereits früh gingen die Panther in Führung: Patrick Baude auf Vorlage von Tim Marek erzielte in der vierten Spielminute das 1:0 für die Raubkatzen. Eine von vielen, folgenden Strafzeiten für die Panther verwerteten die Rockets dann durch Kevin Boisch zum Ausgleich. Eine erneute Unterzahl der Panther nutzen die Rockets dann keine zwei Minuten später zur erstmaligen Führung – es sollte die letzte Führung des SHC für lange Zeit bleiben. Niclas Köhn in eigener Überzahl und noch einmal im 4-gegen-4 sorgte zunächst für den Ausgleich und dann für die erneute Führung der Niedersachsen. Sohlmann konnte für die Essener kurz vor Ende des ersten Drittels ausgleichen. Mit einem 3:3 ging es also in den zweiten Abschnitt. Auch in diesem Drittel sahen die knapp 200 Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel. Ausgeglichen von daher, als das die Panther bei numerischer Gleichheit etwas mehr Druck als die Rockets entwickelten. Die Panther schwächten sich aber immer wieder selbst durch Undiszipliniertheiten, konnten andererseits aber immer besser die Überzahl der Rockets entschärfen. In der 26. Spielminute gelang dann Patrick Faupel aus dem Gewühl vor dem Essener Kasten heraus der 4:3-Führungstreffer für die Niedersachsen. Als dann in der 30. Minute Sebastian Miller mit einem herrlichen Alleingang in Unterzahl auch noch einen Zwei-Tore-Vorsprung herausschoss, machte sich fast Euphorie im Pantherlager breit. Zwar konnte Essen kurz vor Schluss des Drittels durch Stöckmann verkürzen, doch ging es für die Panther mit einem 5:4 in den letzten Abschnitt. Allerdings brachen die Panther in diesem Drittel völlig in sich zusammen und verloren den Schlussabschnitt völlig unverständlich mit sage und schreibe 11:3 Toren. Die Gründe sind hierfür vielschichtig: Zunächst mussten die Panther ihren Torwart wechseln. Der gut aufgelegte Danny Sellmann verließ seinen Kasten für den noch „kalten“ Malte Abstoß. Dieser musste dann ohne Aufwärmprogramm gleich zwei Treffer hinnehmen. Nach diesen Gegentoren war die Nervosität der Panther und das fehlende Selbstvertrauen aus den vergangenen Niederlagen förmlich spürbar. Die Wedemärker brachen förmlich auseinander und ließen dem Gegner zu viel Platz. „Bis zur 45. Minute haben wir ein Top-Spiel gemacht. Aber was dann passiert ist, werden wir wohl in der nächsten Woche aufarbeiten müssen“, so Trainer Abstoß nach der Partie. Das man in Essen verlieren kann, ist in der ausgeglichenen ersten Skaterhockeybundesliga weitläufig bekannt, dennoch dürften sich die Offiziellen der Panther mächtig ärgern, war man doch auf einem guten Weg erstmals Punkte aus Essen zu entführen. Nach nun drei Niederlagen am Stück stehen die Panther zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison bereits mit dem Rücken an der Wand. Am kommenden Samstag geht es für die Panther zum Aufsteiger nach Kaarst – hier ist ein Sieg schon fast Pflicht, möchte man sich nicht im Tabellenkeller einrichten.