Nur ein Punkt beim Tabellensechsten in Menden

Panther verschlafen fast die Hälfte des Spiels

Bei der zweiten Partie innerhalb von sechs Tagen in der Skaterhalle in Iserlohn holten die Bissendorfer ein 7:7 (2:5, 5:0, 0:2) Unentschieden bei den Mambas Menden.
Weiterhin ohne Jan-Christoph Pries, Sebastian Miller und den im Urlaub mitfiebernden Coach Jürgen Köhn wurden die Wedemärker im ersten Abschnitt von den agilen Mendenern eiskalt erwischt. Schon nach 27 Sekunden klingelte es im Kasten von Danny Sellmann und es stand 0:1. Wer dachte dies wäre nur ein Zufallstreffer gewesen sah sich getäuscht. Die Panther waren in den ersten Minuten immer einen Schritt zu spät. So war es kein Wunder, dass die Mambas weitere Treffer markieren konnten und nach zwölf Minuten stand es 0:4 gegen die zu diesem Zeitpunkt völlig überforderten Raubkatzen. Nach einer Auszeit berappelten sie sich jedoch wieder und kamen besser ins Spiel. Erst traf Jan-Philipp Priebsch in der 16. und dann David Tözen in der 19. Minute und der Rückstand war halbiert. Kurz vor Schluss des Abschnitts nutzten die Mambas jedoch eine Überzahlsituation zu einem erneuten Treffer und es ging mit einem 2:5-Rückstand in die Pause.
War das das wahre Gesicht des Tabellenführers? Nein! Die Panther waren ab Beginn des zweiten Drittels endlich wieder die Alten. Der Gegner wurde nun viel früher unter Druck gesetzt und es wurde frühzeitiger der Torabschluss gesucht. Und das mit Erfolg. Benjamin Hahnemann in der 24. und Tommy Sellmann in der 30. Minute stellten mit ihren Treffern zum 3:5 und 4:5 den Anschluss für die nun klar besseren Bissendorfer her. Als dann noch Priebsch den Ausgleich markieren konnte (32. Minute) und Hahnemann nur 37 Sekunden später die erstmalige Führung erzielte schien das Spiel endlich zu laufen. Die Mendener konnten ihrerseits in diesem Drittel keinerlei Akzente setzen und so gelang Markus Köppl in der 38. Minute gar noch der Treffer zum 7:5 für die Panther, die sich in diesem Abschnitt endlich ihrer tatsächlichen Stärken besannen und verdient führten.
So brachen die letzten 20 Minuten an und die Marschrichtung der Panther hieß ganz klar, dass sie an die Leistung des starken zweiten Drittels anknüpfen wollten. Die ersten Minuten gelang die auch sehr gut, jedoch blieben auch die klarsten Torchancen ungenutzt. Und wie es oft im Sport so ist, wurde die Nachlässigkeit im Angriff bestraft. Die Mambas verkürzten in der 49. Minute auf 7:6 und sahen nun ihrerseits noch die Möglichkeit eines Punktgewinns. Zunächst konnte Danny Sellmann einen weiteren Treffer verhindern, war in der 58. Minute jedoch machtlos, als die Mambas zum 7:7 ausgleichen konnten.
Unter dem Strich blieb somit nur ein Punkt für die mit höheren Ansprüchen in das Sauerland gereisten Panther stehen. In den kommenden Wochen stehen sodann die Spiele gegen Mannschaften des unteren Tabellendrittels an, in denen das momentan punktbeste Team der 1. Bundesliga Nord aus Bissendorf die Möglichkeit hat die Tabellenführung auszubauen. Dann ist auch Coach Köhn wieder mit an Bord.
Tore: 1:0 (00:27) Kracht (Jacobs), 2:0 (06:02) Jacobs (Tsakalidis), 3:0 (10:15) Kracht (Jacobs), 4:0 (11:55) Neumann (Jacobs), 4:1 (15:39) Priebsch (Tözen), 4:2 (18:03) Tözen (Surkemper), 5:2 (19:40) Kracht (Jacobs), 5:3 (23:13) Hahnemann (Nebel), 5:4 (29:47) Sellmann (Köhn), 5:5 (31:54) Priebsch (Tözen), 5:6 (32:31) Hahnemann, 5:7 (37:35) Köppl (Dierking), 6:7 (48:40) Kracht (Jacobs), 7:7 (57:30) Breker. Strafen: Menden zehn Minuten, Bissendorf zwölf Minuten.