Panther erneut punktlos aber mit hoffnungsvoller Leistung

Das verlängerte Wochenende mit dem Nachholspiel in Lüdenscheid am Himmelfahrtstag und am vergangenen Sonnabend in Köln endete für die Bissendorfer Panther ohne Zählbares. Trotzdem kann die junge Mannschaft viel Positives aus den Spielen gegen die Teams aus der oberen Tabellenregion der 1. Inline-Skaterhockey Bundesliga mitnehmen.
Die Wedemärker mussten sich nach den 60 Minuten in Lüdenscheid ein wenig wie der Fernsehreporter Phil Conners in dem Klassiker „Und täglich grüßt das Murmeltier“ gefühlt haben. Denn wie so oft in der bisherigen Saison starteten die Panther stark und couragiert ins Spiel und konnten zum fünften Mal hintereinander in Führung gehen. Nicht nur das, sie konnten die Führung sogar auf 2:0 aus ihrer Sicht ausbauen. Die heimischen Highlander waren bis dato ausschließlich durch Konter aufgefallen. Doch genau in jenem Offensivdrang war es genau einer dieser Konter, der wenige Minuten vor der ersten Drittelpause den Anschlusstreffer für den Gegner brachte. Der mittlere Abschnitt fing ebenfalls vielversprechend an. Tommy Sellmann erzielte nach starker Vorarbeit von Maxim Faber das 3:1, doch auch den erneuten Zwei-Tore-Vorsprung machten die Highlander im direkten Gegenzug zu Nichte. Wenig später egalisierten die Hausherren das Spiel obendrein. Ein darauf folgendes Überzahlspiel für die Bissendorfer ließ wieder Hoffnung auf den Führungstreffer aufblühen. Es folgte allerdings eine Lehrstunde der Rubrik „wie man ein Überzahl nicht spielen sollte“ durch den Liga Topscorer Jiri Svejda. Der Tscheche kommt nach dem Bully an den Ball, tanzt sich durch die zuschauenden Pantherspieler hindurch und schiebt vor dem Tor alleinstehend zur erstmaligen Führung ein. Wäre dies nicht schon Strafe genug, so machten ein unglücklicher Wechsel und ein missglückter Aufbaupass im nächsten Powerplay der Panther es dem DEL-Profi Dieter Orendorz einfach zum zweiten Unterzahltor des Tages für die Lüdenscheider einzunetzen. Kurz vor Ende des zweiten Drittels erhöhte der Gegner im eigenen Powerplay noch auf 3:6. Das letzte Drittel war im Grunde genommen eine exakte Kopie des Anfangsdrittels, mit der Ausnahme das weitere Tore ausblieben und am Ende dieses Feiertages eine 3:6 (2:1, 1:5, 0:0)-Niederlage für die Panther auf dem Spielberichtsbogen eingetragen wurde. Zwei engagierte Drittel stehen einem katastrophalen Mitteldrittel gegenüber und Letzteres machte zum Leidtragen der Bissendorfer den Unterschied in diesem Spiel aus.
Bereits 48 Stunden später ging es zum Rückspiel beim Titelanwärter HC Köln-West Rheinos. Ersatzgeschwächt und in der klaren Außenseiterposition wurde die Abteilung Attacke gänzlich im heimischen nordhannoverschen Land zurückgelassen. Die gegnerischen Spieler wurden erst spät attackiert, so dass sich den Domstädtern kaum Platz in der Offensive ergab. Die Taktik ging auf und man schaffte es die technisch starken Kölner vom eigenen Tor so gut wie möglich fernzuhalten. Mit einem akzeptablen 0:2-Rückstand ging es in die Kabine. Die Panther hatten sogar Glück, dass ein eigentlich klares Tor der Rheinos nicht gegeben wurde. Im zweiten Spielabschnitt war das Bild keineswegs anders. Köln drückte mit viel Ballbesitz auf das Gehäuse von Torhüter Danny Sellmann und die Mannen von Trainer Darian Abstoß warteten auf Kontergelegenheiten. Felix Gollasch in Überzahl und Tommy Sellmann schafften es, das Spiel bis zur 28. Minute auszugleichen. Köln erzielte zwar die abermalige Führung, doch auch diese egalisierten die Wedemärker. Es schien, als würde die Partie mit einem Unentschieden in das Schlussdrittel zu gehen, doch eine Überzahlsituation für Köln stellte die vorherige Führung wieder her. 4:3 verlautete die Anzeigetafel nach den zwei absolvierten Drittel in der, mit 67 Zuschauern äußerst spärlich besuchten Spielstätte an der Großsportanlage Böcklemund. Die Panther blieben ihrer defensiven Spielweise treu und so brauchte Köln erneut eine Überzahlsituation für ihren nächsten Treffer. Trotz der zwei Tore Unterschied, blieben die Raubkatzen geduldig. Dies wurde auch prompt belohnt. Innerhalb von nur zwei Minuten schossen Sebastian Miller und Kapitän Markus Köppl zum dritten Mal den Ausgleich für die Panther. Leider währte dieser nicht lange und Köln zog im direkten Gegenzug mit 6:5 wieder davon. In der 57. Spielminute machten die Rheinos mit dem 7:5 den Sack dann endgültig zu. Dieses absolut faire Spiel wurde dann sehr unrühmlich beendet, als der Kölner Kapitän David Weisheit trotz Schlusssirene noch mit vollem Anlauf über das komplette Spielfeld in den bereits zu spielen aufhörenden Tommy Sellmann sprang. Die ausgesprochene 5-Minuten-Strafe gegen Weisheit wird jedoch keine Konsequenzen mit sich ziehen, da das Spiel bereits beendet war.
Festzuhalten bleibt, dass die Panther in dieser Saison bisher deutlich unter ihren Möglichkeiten bleiben. Besonders aus dem Spiel gegen Köln müssen nun handfeste Rückschlüsse gezogen werden, wenn man mit dem Abstieg nichts zu tun haben möchte.