Panther gastieren in Rostock

Nach drei schweren Auswärtsspielen im Westen reisen die Bissendorfer Panther an diesem Wochenende nach Rostock, zu den Nasenbären. Nach durchwachsenen drei Spielen, mit einem Sieg (9:4 vs. Essen), einem Unentschieden (7:7 vs. Menden) und einer Niederlage (6:9 vs. Iserlohn) zählt in Rostock nur der Sieg.
Das die Bissendorfer Panther nun vorerst Tabellenzweiter sind, stört lediglich ein wenig. Mehr stört da schon die Art und Weise, wie die Punkte gegen Iserlohn und vor allem gegen Menden verschenkt wurden. Gegen die Mambas aus Menden verschlief Bissendorf die ersten zehn Minuten komplett, lag mit 0:4 zurück. Dank einer Energieleistung konnten sie im zweiten Drittel mit 7:5 in Führung gehen, da jedoch im letzten Drittel wieder fast ausschließlich Menden angriff, mussten die Panther noch den 7:7-Ausgleich hinnehmen.
Sicherlich waren die Spieler vom Doppelspieltag noch etwas müde, trotzdem hatte man oft den Eindruck, dass die Konzentration an manchen Stellen fehlt. Nun also sind die Panther wieder gefordert, und auch Trainer Jürgen Köhn, der die letzten drei Spiele im wohlverdienten Urlaub gespannt mitansah, wird wieder mit von der Partie sein.
Gegen die Nasenbären sind zwei Punkte fest eingeplant. Dazu müssen alle Mannschaftsteile wieder besser funktionieren, als zuletzt. Im Sturm fehlte die nötige Ruhe im Abschluss, in der Abwehr die Konzentration und im Tor sah Danny Sellmann, der in Menden ohne Back up das Tor hütete, zwar etwas unglücklich aus, aufgrund der hohen Anzahl an Gegentoren. Doch auch von dieser Stelle nochmal: Es sieht natürlich schlecht aus, derart viele Gegentore zu kassieren. Doch wer sich etwas auskennt hat gesehen, das er an den wenigsten Gegentoren Schuld war. Eher hat er die Mannschaft speziell gegen Menden vor einem früheren Ausgleich bewahrt und einige „Big Saves“ gezeigt. Es ist also wieder an der Zeit zu gewinnen, und dies soll gegen die Nasenbären aus Rostock gelingen.
Diese wiederum haben bisher lediglich drei Punkte geholt und sind Tabellenletzter. Anders als in den letzten Jahren wirkten die Eishockeyspieler aus der Region nicht bei den Nasenbären mit, vor allem aus Angst vor Verletzungen. Daher hat Rostock oft nur einen sehr kleinen Kader, und geht vor allem konditionell schnell an seine Grenzen. Die drei Punkte fuhren die Nasenbären zu Hause ein, durch Siege gegen Ahaus (3:2) und ein Unentschieden gegen Lüneburg (6:6). Sonst mussten die Nasenbären aber viel Lehrgeld zahlen, verloren oft zweistellig. Für die Panther kann Rostock lediglich ein Aufbaugegner sein, gegen den es gilt, die Tordifferenz wieder aufzubauen. Trotzdem darf das Team aus der Wedemark den Gegner auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen, denn sonst droht eine Blamage. Mit einem Punkt Rückstand auf Lüdenscheid, bei zwei Spielen weniger als die Highlander, liegt Bissendorf noch auf Kurs in Richtung Rang eins. Jedoch gilt es nun, den Weg konsequent weiterzugehen und zu punkten.