Panther kommen bei den Assenheim Patriots unter die Räder

Mit 13:4 unterliegen völlig indisponierte Bissendorf Panther bei den Assenheim Patriots in der ersten Skaterhockey Bundesliga. Lediglich im Abschlussdrittel kamen die Raubkatzen zu ihrem System – da war die Partie freilich schon verloren.
Wenn es in dieser Saison eine Spielansetzung gab, die niemanden in Reihen der Panther gefallen konnte, dann die Partie in Assenheim bei Frankfurt. Am Sonntagabend um 19 Uhr sollte Anstoß sein und schon bei der Anreise hatten die Panther mit Staus und Vollsperrungen zu kämpfen. So erschienen die Panther trotz sehr zeitiger Abreise in der Wedemark erst kurz vor Anpfiff. Entsprechend kurz verlief die Aufwärmphase und dies merkte man den Raubkatzen auch an. Gleich der erste Angriff der Patriots fand den Weg ins Panthergehäuse. Nun ist man schlechte Starts in den Reihen der Panther hinlänglich gewohnt, dennoch lag man bereits nach dem ersten Drittel mit 4:1 im Hintertreffen. Lediglich Routenier Markus Köppl konnte mit einer schönen Einzelleistung den zwischenzeitlichen Anschluss erzielen.
In der ersten Pause gab es dann auch die verdiente Kabinenansprache von Coach Abstoß – allerdings, so schien es, schienen einige Raubkatzen auch im zweiten Abschnitt den Ernst der Lage nicht begriffen zu haben. Individuelle Fehler, mangelhafte Abstimmung und unfassbares Unvermögen vor dem gegnerischen Tor sorgten für weitere sechs Treffer der Hessen im Mittabschnitt. Coach Abstoß blieb zur Hälfte der Partie nichts anderes übrig als seine Reihen umzustellen. Ab der 32. Minute agierten die Panther nur noch mit zwei Reihen und fanden besser ins Spiel. Allerdings liefen die Niedersachsen da schon einem Neun-Tore-Rückstand hinterher. Lediglich erneut Markus Köppl konnte für ein leichtes, kaum hörbares Aufatmen auf der Bank der Wedemärker sorgen.
Im Schlussabschnitt spielten die Raubkatzen dann zumindest im Ansatz so, wie man es von ihnen erwarten darf. Dennoch blieben sie ihrer Schwäche im Abschluss treu und mussten auch in der Defensive zum Ende der Partie, dem Spiel mit nur zwei Reihen Tribut zollen. Am Ende gewannen die Patriots auch das letzte Drittel mit 3:2. Tommy Sellmann konnte sich noch einmal auszeichnen, sich geschickt durchsetzen und sich so in die Torschützenliste eintragen. Den letzten Treffer des Tages erzielte dann noch Jan-Christoph Pries für die Panther – er beschenkte sich damit an seinem 36. Geburtstag selber, gab aber nach dem Spiel zu Protokoll, dass man sich auch besseres an seinem Ehrentag vorstellen könne, als sich eine Klatsche in Assenheim abzuholen und zehn Stunden im Bus zu sitzen – ein selbst geschossenes Tor mache das nun auch nicht besser. Pantherkapitän Tommy Sellmann fügte an: „Heute hat alles gefehlt, was uns sonst auszeichnet – das war mit Abstand unsere schlechteste Saisonleistung“.
Für die Panther beginnt nun die vierwöchige Sommerpause. In den kommenden zwei Wochen werden die Raubkatzen nun etwas ruhiger treten, um sich dann auf den Saisonendspurt vor zu bereiten. Ende August wartet dann das nächste Spiel in Duisburg.