Panther mit Penalty-Fluch

Fünf Punkte haben die Bissendorfer schon liegengelassen

Schon zum fünften Mal verloren die Panther in dieser Saison nach Unentschieden in der regulären Spielzeit das anschließende Penaltyschießen. Am Sonnabend bei den Highlander Lüdenscheid stand es nach 60 Minuten 3:3, am Sonntag im Heimspiel gegen die Miners Oberhausen 4:4.
Es ist zum Haare raufen bei den Bissendorfer Panthern: Zwölf Partien sind in der ersten Skaterhockeybundesliga absolviert und die Panther haben davon ganze fünf mit einem Unentschieden nach 60 Spielminuten beendet – keine Mannschaft hat ähnlich viele Remis erreicht. Das Reglement schreibt für diesen Fall ein entscheidendes Penaltyschießen vor, das dem Gewinner einen weiteren Punkt zu dem einen Punkt für das Unentschieden zugesteht. Die Panther hingegen haben auf diesem Wege bereits fünf Punkte durch ihre fünf Niederlagen im Penaltyschießen liegenlassen und so war es dann auch an diesem Wochenende.
Am Samstag stand zunächst die Partie beim Tabellennachbarn, den Highlander Lüdenscheid an. Traditionell tun sich die Panther in der doch recht speziellen Halle der Sauerländer schwer, dennoch spielten die Raubkatzen sehr ordentlich und hatten vor allem mit Danny Sellmann einen herausragenden Schlussmann in ihren Reihen. Dieser entschärfte reihenweise beste Chancen der Gastgeber und so konnten die Panther durch Maxim Faber (17. Minute) und Chris Otten (37. Minute) sogar mit 2:0 in Führung gehen. Umso ärgerlicher für Sellmann, dass der Anschluss durch ein unglückliches Eigentor fiel: Der eigentliche Lüdenscheider Torschuss ging neben das Tor und prallte von der Bande an das Knie eines Bissendorfer Verteidigers und von dort ins Gehäuse. Dennoch ließen sich die Niedersachsen nicht entmutigen und schossen bis zur 54. Minute gar einen 3:1-Zwischenstand erneut durch Otten heraus. Aber auch diese Führung sollte nicht reichen und so stand es nach 60 Minuten 3:3 und das Penaltyschießen brachte das nahezu erwartbare Ergebnis.
Am Sonntag traten dann die Miners Oberhausen als Tabellendritter bei den Panthern in der Wedemarksporthalle an. Vor gut 120 Zuschauern zeigten die Miners ansprechendes Kombinationshockey und die Niedersachsen brauchten einige Zeit, um in der Defensive sattelfest zu werden. Das erste Drittel endete Folgerichtig knapp mit 1:0 für den Gast. Im Mittelabschnitt kamen die Panther aber immer besser in die Partie, glichen früh durch Janne Goebel aus und kamen durch Sebastian Miller zur verdienten Führung. Leider vernachlässigten die Panther danach etwas zu euphorisch ihre Defensive und kassierten durch einen mustergültig vorgetragenen Konter der Gäste den zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden Ausgleich. Kurz vor Drittelende legte Oberhausen gar mit ihrem ersten Treffer in Überzahl zur erneuten Führung nach.
Gleich zu Beginn des Schlussabschnittes gelang Patrick Baude, ebenfalls in Überzahl, der Ausgleich. Doch eine weitere Nachlässigkeit in der Defensive der Wedemärker führte zur erneuten Führung der Gäste. Das Spiel verlief nun auf Augenhöhe und Bissendorf konnte erneut in Überzahl durch Markus Köppl ausgleichen. Weitere Großchancen auf beiden Seiten blieben aber ungenutzt, so dass am Ende wieder das Penaltyschießen den Sieger bringen musste – mit bekannten Ergebnis.
Den Panthern bleiben nun zwei Wochen Zeit, um den Kopf für die Partie beim Meister aus Essen frei zu bekommen und weiter an ihrer Form zu arbeiten.