Panther taumeln in die Playoffs

Das letzte Spiel der regulären Saison in der ersten Skaterhockeybundesliga verlieren die Bissendorf Panther mit einer desolaten Leistung bei den Highlandern Lüdenscheid. Da allerdings Augsburg in Atting gewann, konnten Letztere nicht an den Niedersachsen vorbeiziehen und die Panther damit vom achten Rang verdrängen. Die Panther stehen also in den Playoffs um die Deutsche Meisterschaft im Inlineskaterhockey.
Es ist noch einmal gut gegangen für die Panther. Sie erreichen mit Ach und Krach und mit Augsburger Hilfe als Tabellenachter die Playoffs um die deutsche Meisterschaft. Dort treffen sie nun auf den souveränen Tabellenführer und Deutschen Meister aus Essen. Mit der Leistung aus Lüdenscheid wird man aber gegen die Moskitos aus Essen nicht bestehen können.
Die Highlander aus Lüdenscheid – vor der Partie noch auf Rang acht und damit einen Platz hinter den Bissendorfern – traten aufgrund von Verletzungen und anderer Umstände nur mit zwei Reihen an. Im Umfeld der Panther wurde die Partie im Sauerland vor der Partie aufgrund ihrer Bedeutung als „Spiel des Jahres“ tituliert. Mit einem Sieg gegen die Highlander wäre der siebte Platz gesichert und ein Duell mit dem Meister vermieden. Aber die Panther traten nicht auf wie ein Playoff Kandidat, sondern eher wie ein Absteiger. Grundlegende Regeln des Inlinesports wollte oder konnte die Mannschaft von Trainer Abstoß – Headcoach Lenny Soccio fehlte – nicht umsetzen und so lagen die Panther schon nach acht Minuten mit 0:3 hinten und zeigten keinerlei Motivation das Spiel nachhaltig zu drehen. Nur eine Fünf-Minuten-Strafe der Highlander brachte Leben in die müden Niedersachen und man konnte in der Überzahl ausgleichen. Es fielen noch zwei weitere Treffer im ersten Drittel und so ging es mit 4:4 in die Drittelpause.
Im Mittelabschnitt fanden die Panther dann in der sehr spärlich besetzten Halle langsam zu ihrem Spiel und zogen auf 8:6 davon. Doch statt den Vorsprung im Schlussabschnitt zu verteidigen oder gar aus zu bauen, brachten sich die Niedersachsen selbst um den Lohn. Symptomatisch der Lüdenscheider Anschlusstreffer zum 7:8. Die Panther Unterzahlformation schaffte es eine weitere, unnötige Strafe folgenlos vergehen zu lassen, doch als die Defensivspieler wechseln, vergisst die Bank auf zu füllen und so spielen die Panther weitere 40 Sekunden ohne Not in Unterzahl und bekommen den Anschlusstreffer. Ganze fünf Gegentreffer nehmen die Panther im Schlussabschnitt hin ohne selbst zu treffen – in der Form gegen acht Gegner eine ganz schwache Vorstellung. Zwar waren die Panther durch eine Grippe von Maximilian Faber und durch das überraschende Ausscheiden von Niclas Köhn aus dem Team tags zuvor geschwächt, dennoch kann dies nicht als Ausrede reichen. Sichtlich bedient zeigte sich nach 60 Minuten und dem Endstand von 11:8 Coach Abstoß: „Das war unsere schwächste Saisonleistung – und das im wichtigsten Spiel. Wir werden einiges Aufarbeiten müssen in der nächsten Woche“. Die Panther haben zu ihrem Glück nun zwei Wochen Zeit sich zu finden – dann geht es zum Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft zum absoluten Titelaspiranten nach Essen. Die Panther sind dort klarer Außenseiter werden aber versuchen sich bestmöglich zu verkaufen und gegebenenfalls im Heimspiel zumindest ein kleines Ausrufezeichen zu setzen.