Panther verlieren erstes Viertelfinale

Bissendorfer hoffen auf Heimsieg kommenden Sonnabend

Mit 7:2 verloren die Bissendorfer Panther in Köln das erste Viertelfinalspiel um die Deutsche Meisterschaft im Inlineskaterhockey. Nachdem die Wedemärker das erste Drittel noch ausgeglichen und torlos gestalteten, mussten sie im Mittelabschnitt drei Tore in nur drei Minuten hinnehmen. Am Ende stand ein verdienter Sieg für Köln auf der Anzeigetafel, bei denen erneut drei Akteure herausstachen. Bissendorf kann sich aber Hoffnungen auf einen Heimsieg im Rückspiel am kommenden Sonnabend machen.
Das die derzeitige Flüchtlingskriese auch vor den Panthern keinen Halt macht, musste Coach Darain Abstoß schon vor der Partie zerknirscht zur Kenntnis nehmen. Seinen Paradesturm mit Felix Gollasch und Lars Barlsen musste er auflösen, da letzterer bei der Polizei Sonderschichten aus besagtem Grund schieben muss und damit für das so wichtige Spiel in Köln nicht zur Verfügung stand. Seinen Mannschaftskameraden allerdings konnte man nicht vorwerfen, dass sie diesen Ausfall nicht zu kompensieren wussten. Insbesondere im ersten Drittel setzten die Niedersachsen die Marschroute ihres Trainers komplett um und agierten taktisch klug, aber auch immer mit der für Play-Offs notwendigen Leidenschaft. Die Raubkatzen mauerten sich förmlich in ihrer Hälfte ein und nahmen der gefürchteten Kölner Offensive so jegliche Luft. Die Aktionen, die die Pantherdefensive nicht entschärfen konnte, waren sichere Beute für den starken Bissendorfer Torwart Malte Abstoß. Zudem setzten die Panther auch einige gefällige Konter, allerdings wurden auch diese auf der anderen Seite stark vom Kölner Schlussmann, Maximilian Kreutz entschärft. Entsprechend ging es mit einem 0:0 in die erste Pause.
Die Marschrichtung für die Panther im Mittelabschnitt war damit klar formuliert: Weiter die Defensive stärken und zudem gefährliche Konter zu platzieren. Aber genau diesen setzten dann die Kölner. Nachdem der HC zunächst in Unterzahl agierte, kam nach Ablauf der Strafzeit Jannik Marke aus der Sünderbox und erzielte mit einem sehenswerten Schuss aus spitzem Winkel das erste Tor der Partie – die Hälfte des Viertelfinales war zu diesem Zeitpunkt bereits gespielt. Während man auf Pantherseite noch den Treffer aufarbeitete, trafen die Kölner zum zweiten Mal. Diesem Treffer ging allerdings eine unfassbare Schiedsrichterfehlleistung voraus: Beide Unparteiischen hatten nur ein Auge auf den Ballführenden Kölner Max Bankewitz während im Hintergrund Kölns David Weißheit vors Tor zog und dabei seinen „Bewacher“ aus Bissendorf, Sebastian Miller, mit einem Schlägerschlag ins Gesicht förmlich fällte. Nun völlig ungedeckt zog Weißheit weiter aufs Tor und verwandelte Eiskalt die Vorlage von Bankewitz. Jedweder Protest seitens der Niedersachsen verhallte ungehört. Das dritte Gegentor binnen drei Minuten hingegen haben sich die Panther komplett selbst zuzuschreiben: Die Kölner bekamen für ihren dritten Treffer rund fünf Nachschusschancen, die letzte nutzte Bankewitz – viel zu viel für ein Viertelfinalspiel um die Deutsche Meisterschaft aus Panthersicht.
Im Schlussabschnitt ging es für die Niedersachsen natürlich um „alles oder nichts“. Es gab dann am Ende „nichts“: Die Kölner nutzten die entstehenden Räume für ihre gefürchtete Offensive und und erzielten vier Treffer im Schlussabschnitt. Die Raubkatzen aus der Wedemark konnten zwar auch zweimal jubeln (beide Tore durch Sebastian Miller), doch war die Partie an sich nach dem Mittelabschnitt für die Niedersachsen gelaufen. Panthercoach Darian Abstoß konstatierte seinem Team dann auch, dass sie in der ersten Hälfte der Partie erstklassiges Hockey gespielt hat und genau darauf für das Heimspiel aufzubauen ist. Dieses findet am kommenden Sonnabend in Mellendorf statt. Hier sind die Panther dann gefordert einen Sieg einzufahren – mit einer Niederlage wäre die Saison für die Raubkatzen mit dem Viertelfinale beendet.