Panther werden nicht belohnt

Ein Tor fehlt zum Punktgewinn gegen Iserlohn

Nach 60 Minuten hingebungsvollem Kampf fehlte den Bissendorfer Panther ein einziges Tor zu einem Punktgewinn gegen die Samurai Iserlohn. 3:4 (1:2, 1:1, 1:1) hieß es am Sonntag nach einem engen und spannenden Spiel, in welchem sich die Wedemärker durchaus den extra Punkt verdient hätten.
Die Hausherren mussten bereits vor dem Spiel auf die Verteidiger Sebastian Miller und Jan-Christoph Pries verzichten. Infolgedessen rückte ad hoc Abwehrroutinier Stephan Nebel aus der Reservemannschaft nach. Außerdem gab Marc Wedemeyer nach abgesessener Sperre sein Debüt in der ersten Mannschaft. Dieser stand bei seinem ersten Wechsel in der 1. Bundesliga direkt im Mittelpunkt, als er für die erste Zwei-Minuten-Strafe des Tages sorgte. Die Unterzahlreihe um Malte Abstoß im Tor bewältigten diese erste brenzlige Situation des Spiels aber mustergültig. Nichtsdestotrotz waren es die Gäste aus dem Sauerland, die der Partie ihren Stempel auftrugen und es dirigierten. Andererseits standen die Niedersachsen stabil in ihrer Defensive, sodass die Iserlohner kaum zu Großchancen kamen respektive es mit Schüssen aus der zweiten Reihe versuchten. So war es ein individueller Fehler der Hintermannschaft der Panther, der zur Führung der Schwertkämpfer in der 13. Minute führte. Als die Gäste fünf Minuten später auf 0:2 erhöhten, schien die komplette Defensive eine Auszeit zu nehmen, als Constantin Wichern an gleich drei Spieler der Panther viel zu einfach vorbeifahren konnte. Der Weckruf aus den eigenen Reihen erfolgte aber 13 Sekunden vor Schluss des ersten Drittels, als sich Lars Barlsen von der eigenen Grundlinie bis vor das gegnerische Tor durchtanken konnte und Marvin Freitag, wenn auch unfreiwillig angeschossen, für den 1:2-Anschlusstreffer sorgte.
Der Anschlusstreffer sollte Wirkung bei den Norddeutschen zeigen, denn im Mittelabschnitt übernahmen die Bissendorfer um einiges mehr Spielanteile, wodurch das Spiel ausgeglichener als noch im Drittel zuvor gespielt wurde. Folgenderweise dauerte es bis zur 35. Minute ehe der nächste Treffer fiel. Nationalspieler Pascal Neumann erhöhte auf 1:3 für die Gäste. Keine halbe Minute später kochten die Gemüter kurzerhand über, als Stephan Nebel zu einem Kopfstoß an Tim Linke ausholte und dafür entsprechend eine Spieldauerdisziplinarstrafe ausgesprochen bekam. Nach jenem Gerangel ging es mit Drei gegen Drei weiter und Altkapitän Markus Köppl verkürzte nach Zuspiel von Maxim Faber ansehnlich auf 2:3.
Im letzten Drittel nahmen die Wedemärker das Spiel komplett in die Hand und wurden in der 44. Minute bei angezeigter Strafe mit dem ersehnten und zugleich verdienten Ausgleich belohnt. Das Spiel stand auf Messers Schneide, als die Panther knapp sieben Minuten vor Schluss in eine Überzahlsituation kamen. Leider wahrte diese nur eine knappe Minute, als Felix Gollasch einen Konter der Samurai unterband und ebenfalls auf die Strafbank versetzt wurde. In der abermaligen Drei-gegen-Drei-Situation war es dann der Deutsche Meister von 2013, welcher fünfeinhalb Minuten vor Schlusspfiff aufs Neue die Führung erzielte. Bissendorf setzte nun alles auf eine Karte und Trainer Darian Abstoß nahm den Torwart für einen zusätzlichen Feldspieler vom Feld. Die Zeit lief jedoch gegen die Panther und der erneute Ausgleich blieb der Mannschaft aus dem nordhannoverschen Land verwehrt. Die Enttäuschung stand nicht nur den Spielern im Gesicht, sondern auch den 225 Zuschauern in der Mellendorfer Wedemarksporthalle, welche die Mannschaft trotz der Niederlage gebührend verabschiedete.
Festzuhalten bleibt, dass sich die Panther achtbar in ihrem schweren Startprogramm geschlagen haben. So standen mit Köln, Augsburg und nun Iserlohn, Mannschaften den Bissendorfern gegenüber, die in den letzten drei Spielzeiten allesamt einmal Deutscher Meister wurden.