Projekt Leinebogen ist nichts für Hannover

Region. Das Projekt "Leinebogen - Ein neuer See im Nordwesten Hannovers" wird aktuell diskutiert. Die GRÜNEN in der Regionsversammlung sind Gegner dieser Idee. „ Eine künstlich angelegte Seenlandschaft ist ein Projekt für Dubai, aber nichts für uns in Hannover“, betont Ulrich Schmersow, umweltpolitischer Sprecher.
„Dem Projekt steht der Naturschutz entgegen. Damit steht das Vorhaben gar nicht erst zur Debatte“, so Schmersow. Nach einer Planung des Architekten Grobe soll in der Leineaue zwischen Herrenhausen und Seelze ein großer Freizeitsee angelegt werden. Rechtliche Vorprüfungen haben gezeigt, dass das Projekt aber nicht umsetzbar ist. Das EU-Schutzgebiet „Flora-Fauna Habitat“ (FFH) verbietet einen solchen Eingriff in die Natur. Nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie ist es unzulässig, den natürlichen Gewässerzustand der Leine derart zu verändern
„Die Planung ist arrogant, größenwahnsinnig und gegen die Menschen gerichtet die dort leben“, bringt es Schmersow auf den Punkt. Neben dem Wert der Auenlandschaft geht es den GRÜNEN um die gewachsene Kulturlandschaft. Schon jetzt ist das Gebiet ein attraktiver Naherholungsraum, der von den Bürgerinnen und Bürgern gern angenommen wird. Kommunen und Region haben bereits viel Geld investiert. Bei der Flutung des Leinebogens ginge dieser geschaffene Naherholungswert unter.
Bei Rückfragen erreichen Sie Ulrich Schmersow unter (0 51 08) 24 10 und (05 11) 1 68 - 4 38 39.