SCW muss in die 1. Kreisklasse

Spektakuläres 4:5 zum Saisonabschluss

(tp). Der SC Wedemark musste sich am letzten Spieltag erneut knapp geschlagen geben. Die bereits abgestiegenen Bissendorfer unterlagen beim SC Garbsen mit 4:5 (2:3). Trainer Michael Gaus sah dabei ein Torchancenfestival: „Es hätte auch 13:8 ausgehen können.“ Für die wenigen Zuschauer war es ein unterhaltsames Spiel, für die beiden Trainer eher weniger. Letztlich hatten die Garbsener das glücklichere Ende für sich. „Der Sieg für die Gastgeber ging aufgrund der Mehrzahl an Chancen allerdings in Ordnung“, so Gaus nach dem Spiel. Dabei hatte es für den SCW gut begonnen. Altherrenspieler Christian Lange brachte die Gäste mit einem Doppelschlag mit 2:0 in Führung (elfte und 16. Minute), die Garbsener konterten allerdings bereits vor der Pause und drehten das Spiel zu einer 3:2 Halbzeitführung. Für Michael Gaus keine Überraschung, musste er seinen etatmäßigen Herrenkader von nur neun Mann kurz vor Spielbeginn noch auffüllen. Für Gaus ein Spiegelbild der ganzen Saison, in der man mit einem regelmäßig vollzähligen Kader aus der Sicht des Trainers den Klassenverbleib hätte schaffen können: „Außer gegen die drei bis vier besten Mannschaften waren wir immer konkurrenzfähig.“ Den immensen Mehraufwand, den die Bissendorfer wie so häufig auch am Sonntag betrieben, mussten sie schließlich in der zweiten Halbzeit weiter Tribut zollen. Die zwei weiteren Treffer der Garbsener konnte Mario Kummer zwar jeweils nochmal per Anschlusstreffer kontern, unterm Strich blieb allerdings die knappe aber verdiente Niederlage. Der SCW beendete die Saison schließlich mit 22 Punkten aus 30 Saisonspielen, ohne die katastrophale Hinrunde hätten die Bissendorfer mit ihrer soliden Rückrunde allerdings durchaus realistische Chancen auf den Klassenverbleib gehabt. So bleibt der Neuanfang eine Liga tiefer, dem Gaus mit gemischten Gefühlen entgegen sieht. Zum einen sei er ganz froh endlich mit dem Team eine Klasse tiefer die so arg vermissten Erfolgserlebnisse einfahren zu können, zum anderen ist keine Besserung der angespannten Personallage in Sicht. „Für uns ist es absolut ärgerlich, dass wir in den nächsten beiden Jahren auf keine A-Jugendspieler zurückgreifen können“, ärgert sich Gaus. Aus der Jugendspielgemeinschaft mit Resse und Brelingen kommen erst in zwei Jahren wieder Jugendspieler in den Herrenbereich, bis dahin muss sich der Trainer auf das vorhandene Personal verlassen. Darin sieht Gaus allerdings kein Problem: „Das Potenzial ist absolut vorhanden.“ Zudem zeigte er sich zuversichtlich den Mannschaftskern zusammenhalten zu können, weitere Neuzugänge wären allerdings aus seiner Sicht durchaus hilfreich. In Garbsen spielten: Schewe- Krampe, Bösche, Zimmermann, Doerr – Wagner, Cuiko, Junker, Lange – Kummer, Kalkühler