Spiel 3 muss die Entscheidung bringen

Panther verloren im zweiten Halbfinale

Die Kölner mussten gewinnen um ein drittes Spiel zu erzwingen, die Panther wollten gewinnen um gerade dieses zu vermeiden. Bei den Panthern fehlte Florian Surkemper krankheitsbedingt und auch Jan Dierking war geschwächt. Er lief trotz einer starken Erkältung zunächst auf um seinem Team zu helfen. Beide Mannschaften begannen vor 450 Zuschauern, darunter ca. 50 mitgereiste Fans aus der Wedemark, nervös. Die sich ergebenden Torchancen wurden durch die bis dato sicher agierenden Torhüter jedoch vereitelt. In der 10. Minute dann ein Konter der Kölner, die die Zwei auf Eins Situation clever ausspielten und das 1:0 markieren konnten. Die Panther waren nun sehr bemüht, den Ausgleich vor der ersten Pause wiederherzustellen. Fünf Sekunden vor der Pausensirene war es dann endlich soweit. David Tözen spielte ein Offensivbully in den Slot, sein heutiger Sturmpartner Benjamin Hahnemann schnappte sich die Kugel und legte sie in den Winkel. 1:1 zur Pause. Die Vorgabe von Trainer Köhn für das zweite Drittel war klar. Den Gegner noch früher stören und gar nicht erst zum gefürchteten Spielaufbau kommen lassen. Wenn man gegen die Kölner zurück liegt, ist es bekanntermaßen sehr schwer wieder ins Spiel zurückzufinden. Knapp elf Minuten lang blieb es beim Unentschieden. In der 32. Minute schlief die Pantherabwehr dann jedoch und ließ einen nach vorne preschenden Verteidiger der Kölner dermaßen gewähren, dass er zum 2:1 einnetzen konnte. Die Panther entfachten nun wieder mehr Druck. Nur 29 Sekunden nach der Kölner Führung spielte Jan-Christoph Pries den Ball tief in die Ecke, Benjamin Hahnemann erlief die Kugel, scheiterte jedoch zunächst beim Versuch eines Bauerntricks, David Tözen drückte den Nachschuss aber zum verdienten 2:2 Ausgleich über die Linie. Nun folgte aber statt einer erwarteten Druckphase der Panther, genau das, was man im Lager der Bissendorfer tunlichst vermeiden wollte. Die Kölner schossen durch individuelle Fehler der Raubkatzen innerhalb von nur fünfeinhalb Minuten durch zwei Fernschüsse und einen Abwehrpatzer einen 5:2 Vorsprung heraus, den sie auch bis zur zweiten Pause verteidigen konnten.Im letzten Abschnitt war nun umso mehr die Abteilung Attacke der Panther gefragt. Coach Köhn stellte auf zwei Reihen um und der sonst so sichere Torwart Fiege wurde durch Danny Sellmann ersetzt, der sich das ein oder andere Mal exzellent auszeichnen konnte. Die große Möglichkeit zur Aufholjagd dann in der 46. Minute. Die Kölner erhielten für einen Check gegen den Kopf eine 5-Minuten-Strafe. Die Panther spielten diese Überzahl jedoch zu umständlich und die Kölner konnten den Ball viel zu häufig ergattern um die Zeit herunterlaufen zu lassen. Zudem kam genau wie im zweiten Abschnitt auch noch Pech in Form von Latten- und Pfostentreffern hinzu. Kurz vor Ende der Strafzeit fasste sich Benjamin Hahnemann jedoch ein Herz und verwandelte einen Alleingang aus der eigenen Hälfte zum 5:3. (51. Minute). Unter den frenetischen Anfeuerungen des Publikums schien nun alles möglich. Jedoch nur bis zur 57. Minute. Da nahmen sich die Panther durch drei Zwei-Minuten-Strafen selbst die Möglichkeit dem Ausgleich näher zu kommen. Die Kölner spielten die Zeit gewohnt ruhig herunter und für die Panther ergab sich keine Möglichkeit mehr. So stand am Ende eine recht unglückliche Niederlage, die die Panther nun mit einem Sieg im entscheidenden Spiel am nächsten Samstag um 18 Uhr in der Wedemarkhalle in Mellendorf wieder wettmachen können um dann mit etwas Verspätung den Finaleinzug perfekt zu machen. Mit dabei sein werden natürlich wieder die phantastischen Fans der Bissendorfer, die erneut alles geben werden, um die Panther zum Sieg zu bringen. Da eine volle Halle erwartet wird, wird um frühzeitiges Erscheinen gebeten.