Starker Play-Off-Auftakt der Panther

Florian Surkemper traf gleich drei Mal für die Panther.

Bissendorfer Inline-Hockey-Team siegt in Duisburg

Ganz starker Play-Off-Auftakt der Bissendorfer Panther beim 9:4 in Duisburg: Vor der Partie hätte wohl keiner der Pantherverantwortlichen inklusive der Trainer Lücker und Abstoß mit einem solch starken Auftritt ihrer Schützlinge gerechnet. Und dass, obwohl die Panther zum wichtigsten Zeitpunkt der Saison auf Jan Dierking, Liam Janotta und Jan-Christoph Pries verzichten mussten. Die Panther zeigten dennoch über 60 Minuten eine kämpferisch sensationelle Leistung. Vor allen Dingen die Nachwuchscracks Maxim Faber, Felix Gollasch und Lars Barlsen zeigten in ihrem ersten Play-Off-Match überhaupt eine sensationelle Partie.
Die Wedemärker zeigten ab dem ersten Bully, dass sie in Duisburg gewinnen wollten. Als Markus Köppl und Florian Surkemper nach nicht einmal 90 Sekunden eine 2:0-Führung für die Panther herausschossen, war der Grundstein für ein erfolgreiches Spiel gelegt. Lautstark angefeuert von etwa 40 mitgereisten Anhängern gaben die Bissendorfer den gastgebenden Ducks keinen Zentimeter Raum zum eigenen Spielaufbau. Erst eine Strafzeit gegen Stephan Nebel ließ die Ducks gefährlich vors Tor von Danny Sellmann kommen. Diese Überzahl nutzten die Gastgeber in der 18. Minute in routinierter Manier zum Anschlusstreffer.
Die Panther ließen sich dadurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Zum ersten Mal in dieser Saison setzten die Spieler die Vorgaben der Trainer über die gesamten 60 Minuten um. Hinten standen die Raubkatzen sicher, die Duisburger ließen sie nicht ins Spiel kommen und die eigenen Chancen wurden genutzt. Florian Surkemper schloss zu Beginn des zweiten Abschnitts eine wunderschöne Kombination zum 3:1 ab. Dann eine Schrecksekunde für die Bissendorfer. In Überzahl zog Sebastian Miller ab und Markus Köppl wurde von der Kugel im Gesicht getroffen. Stark blutend musste er das Feld verlassen und das Spiel war für ihn beendet. Wie sich herausstellte hatte er zwei Zähne verloren und musste im Krankenhaus mit zehn Stichen genäht werden. Nach mehreren Minuten Pause nahm Sebastian Miller in Überzahl dann richtig Maß und der Ball fand den Weg zum 4:1 ins Tor. Die Duisburger brachten nicht viel zu stande und waren zu diesem Zeitpunkt auf die Hilfe der Panther angewiesen, als Benjamin Hahnemann in der 35. Minute den Ball unglücklich zum 4:2 in die eigenen Maschen abfälschte. Dies wollte er jedoch nicht einfach so auf sich sitzen lassen und stellte den alten 3-Tore-Vorsprung nur zweieinhalb Minuten später mit einem Beinschuss gegen den Duisburger Goalie wieder her.
Im Schlussabschnitt mussten die Duisburger nun kommen. Die Panther waren jedoch weiterhin wachsam. Trotz des 5:3-Treffers der Duisburger kurz nach Drittelbeginn ließ man sich nicht aus der Ruhe bringen. Florian Surkemper vollendete seinen Hattrick in der 45. Minute mit einem schönen Flachschuss. Kurz darauf wurde Tommy Sellmann mit der Kugel im Gesicht getroffen, war aber kurze Zeit später wieder im Spiel und traf zehn Minuten vor dem Ende im Powerplay zum 7:3. Die Panther wurden von ihren Fans frenetisch gefeiert, der Duisburger Block stand unter Schock. Lars Barlsen krönte seine starke Leistung mit einem wunderschönen Schlagschuss in den Winkel knapp sechs Minuten vor dem Ende zum 8:3. Duisburg traf zwar noch zum 8:4 in der 55. Minute, aber da war das Spiel eigentlich schon entschieden. Nachdem Felix Gollasch zwei Minuten vor Ende das 9:4 erzielte und die Panther zudem noch die letzte Minute in Überzahl die Zeit herunterspielten, war der Jubel groß über einen völlig verdienten Sieg im ersten Viertelfinale.
Im Heimspiel am kommenden Samstag, 19 Uhr, in der Wedemarksporthalle müssen die Panther mit einem anders auftretenden Gegner aus Duisburg rechnen. Die Bissendorfer können dann hoffentlich wieder auf alle Spieler zurückgreifen.
Tore: 0:1 (00:56) Köppl (Hahnemann), 0:2 (01:27) Surkemper (Hahnemann), 1:2 (17:23) Fiedler (Schmitz) bei 4-3, 1:3 (21:13) Surkemper (Köppl), 1:4 (26:57) Miller (Hahnemann) bei 4-3, 2:4 (34:56) Schmitz (Lenz), 2:5 (37:29) Hahnemann (Surkemper), 3:5 (42:48) Lenz (Wilson), 3:6 (44:20) Surkemper (Nebel), 3:7 (50:12) Sellmann (Surkemper) bei 4-3, 3:8 (53:40) Barlsen (Baude), 4:8 (54:58) Lenz, 4:9 (58:08) Gollasch (Barlsen), Strafen: Duisburg acht Minuten, Bissendorf zwei Minuten.