Stechmann ruft Mellendorfer zu Engagement auf

Der Vorsitzende des Mellendorfer TV,Günter Stechmann, ruft alle hilfsbereiten MTV-Sympathisanten zur Mitarbeit am Bau des neuen Clubheims auf. (Foto: S. Birkner)

MTV benötigt freiwillige Hilfe bei der Platzumsiedlung

Mellendorf (sb). Diese außerordentliche Mitgliederversammlung war so wichtig, dass Günter Stechmann die Kritik an ihrer Ansetzung in der ohnehin schon so terminreichen Vorweihnachtszeit gelassen zur Kenntnis nahm. Der Vorsitzende des Mellendorfer TV hatte sowohl die MTV-Mitglieder und Spartenleiter als auch Interessierte und Anwohner zu einer Informationsveranstaltung im Clubheim eingeladen, bei der das weitere Vorgehen des Vereins in Bezug auf die Umsiedlung des Sportzentrums besprochen wurde. In seinem halbstündigen Vortrag erläuterte Stechmann zunächst, wie es zum geplanten Neubau der MTV-Sportstätte an der Industriestraße im Mellendorfer Gewerbegebiet gekommen war. „Aufgrund regelmäßiger Probleme mit den Anwohnern der Hermann-Löns-Straße und der Erweiterung des Kreuzkamp-Baugebietes sah der Vorstand mittelfristig keine Möglichkeit, das ohnehin schon voll ausgelastete Sportgelände zu vergrößern“, sagte er. Das entscheidende Problem seien die Geräuschemissionen. Nach positiver Rückmeldung von Gemeindebürgermeister Tjark Bartels hätten inzwischen bereits Treffen zur Lösung des Problems stattgefunden. „Bartels hat zugesichert, die derzeit vorhandene Anzahl an Plätzen ohne Abstriche erneut zu errichten“, sagte Stechmann. Der Verein fordert demnach drei fast gleichgroße Fußballplätze und zwei Kleinfelder für den Jugendbetrieb. Zwei der Plätze sollen mit Flutlicht angelegt und einer von ihnen mit Kunstrasen ausgestattet werden. Außerdem ist ausreichend Parkfläche vorgesehen. Die Kosten für all die Bauarbeiten auf dem rund 30.000 Quadratmeter großen Grundstück wird die Gemeinde übernehmen. Der Eigenanteil des MTV besteht damit in der Errichtung des Clubheims mit gastronomischem Bereich sowie Kabinen- und Sanitäranlagen. Vor dem nächsten Treffen der MTV-Verantwortlichen mit Gemeindevertretern Mitte Januar soll nun der Bedarf der einzelnen Sparten ausgelotet werden. „Wir müssen evaluieren, was für den MTV unabdingbar ist und was finanziell im Bereich des Möglichen liegt“, sagte Stechmann. Er räumte ein, dass man mit Sicherheit auf „einem Batzen Schulden hängenbleiben“ werde. Allerdings habe die konstruktive Planung des neuen Clubheim höchste Priorität. Eines scheint schon jetzt klar zu sein: Der „zukunftsorientierte Vereinsmittelpunkt“ (Stechmann) solle bestenfalls einen integrativen Charakter zwischen den einzelnen Vereinssparten aufweisen. So müsse in Betracht gezogen werden, ein Beachvolleyballfeld an den Neubau zu knüpfen oder einen Mehrzweckraum – zum Beispiel zur Nutzung durch die Gesundheitssport- oder Tanzsparte – einzurichten. Als abschließende Erkenntnis aus dem Treffen schien die Bildung von Arbeitsgruppen zum Erstellen des Anforderungsprofils hervorzugehen. Mit dem Aufruf „Gemeinsam sind wir stark“ mobilisierte Stechmann die Mitglieder, den „Wissensfundus“ aller MTV-Sympathisanten zu nutzen. Um das möglicherweise in die Millionen gehende Projekt einigermaßen kostengünstig zu gestalten, benötige der MTV die tatkräftige Mitarbeit zahlreicher Mitglieder und deren Bekannten und Freunden. Wer schon jetzt eine Idee hat, wie er dem Verein als Ingenieur, Handwerker oder in irgendeiner anderen Art und Weise helfen kann, ist jederzeit willkommen, sich mit dem MTV in Verbindung zu setzen.