Trotz Niederlage in Duisburg: Panther mit Restchance auf Play-Offs

Da die beiden bereits feststehenden Absteiger aus Kassel und Augsburg überraschend bei direkten Konkurrenten der Panther Punkte holten, können die Panther trotz einer 4:8-Niederlage in Duisburg mit einem Sieg am kommenden Wochenende doch noch in die Play-Offs um die deutsche Meisterschaft im Skaterhockey einziehen. Gleichwohl setzten die Wedemärker ihre Niederlagenserie auf fremden Plätzen fort.
Es ist zum Verzweifeln für die Trainer der Panther: Darian Abstoß und Lenny Soccio stellen ihre Mannschaft vor jedem Auswärtsspiel auf den Gegner ein, aber die Panther verschlafen regelmäßig das erste Drittel. Bis dato holten die Niedersachsen auf Gegners Platz erst drei Punkte und belegen damit den vorletzten Platz der Auswärtstabelle. Dabei spielen die Raubkatzen meist gar nicht schlecht – es fehlt schlicht die Konstanz über 60 Minuten. So auch beim Erzrivalen aus Duisburg. Es ging für die Panther um alles, aber so traten nur die Ducks aus. Während die Enten aus dem Ruhrpott jeden Zweikampf aggressiv annahmen, um jeden Ball kämpften und aus allen Lagen auf das von Danny Sellmann gehütete Tor schossen, taten die Panther dagegen: nichts. Tor um Tor schossen die Duisburg Ducks und teilweise wirkte es so, dass die Panther gar Spalier standen. So stand es nach 20 gespielten Minuten verdient 5:0 für die Ducks und Coach Soccio sah sich genötigt Torwart Sellmann gegen Philip Grittner zu wechseln und in der Pause deutliche Worte an seine Recken zu richten.
Augenscheinlich fruchtete die Ansprache, denn im Mittelabschnitt traten die Panther so auf, wie man das von einer Mannschaft erwarten darf, die noch Chancen auf die Teilnahme an den Play-Offs hat. Sebastian Miller setzte mit dem ersten Treffer ein kleines Ausrufezeichen für die Panther und keine 80 Sekunden später, in der 23. Spielminute, erzielte Maxim Faber mit einem seiner gefürchteten Schlagschüsse in Überzahl den nächsten Treffer der Niedersachsen. Fortan erarbeiteten sich die Raubkatzen ein Chancenplus, trafen aber mehrmals nicht das Gehäuse oder nur das Gestänge. Die Ducks konnten noch einmal zum 6:2 nachlegen, dennoch war im Lager der Panther vor dem Schlussabschnitt leichte Hoffnung zu spüren.
Im letzten Drittel legten die Raubkatzen energisch nach – allein ein Treffer wollte nicht fallen. Dennoch stimmte die Einstellung nun und es entwickelte sich ein spannendes, körperlich sehr intensives Skaterhockeyspiel in dem die Zeit natürlich auf Seiten der Duisburger war. Erst in der 57. Spielminute konnten Pantherroutinier Jan Pries mit einem präzisen Schlagschuss den stark haltenden Duisburger Siry überwinden. Kurz darauf gab es dann noch einen Penalty für die Niedersachsen, den Sebastian Miller sicher zum 7:4 verwandelte. Mit nur zwei Minuten Restspielzeit auf der Uhr, setzten die Raubkatzen alles auf eine Karte und nahmen den sicheren Philip Grittner zugunsten eines fünften Feldspielers von der Fläche. Allein das Tor fiel für die Duisburger zum Endstand von 8:4.
Darian Abstoß fasste das Spiel nach den 60 Minuten so zusammen: „Solange es uns nicht gelingt über 60 Minuten unsere Leistung ab zu rufen, werden wir auch weiter keine Punkte beim Gegner entführen. Unser großes Glück ist, dass die beiden Absteiger wider jede Erwartung bei unseren direkten Konkurrenten aus dem Sauerland gepunktet haben und wir nun am kommenden Samstag noch auf ein kleines Hockeywunder in Augsburg hoffen können!“ Die Ausgangslage für die Panther ist somit klar: Mit einem Sieg in Augsburg und gleichzeigt mindestens zweier Niederlagen entweder der Lüdenscheid Highlander, der Duisburger Ducks oder der Sauerland Steel Bulls wäre man noch in den Play-Offs. „Solange eine theoretische Chance besteht, werden wir kämpfen“ so Abstoß.