Vorfreude auf den Schotter-Cup

Die Wedemark-Rallye mit ihren verschiedenen Wertungsprüfungen ist eine spannende Angelegenheit, nicht nur für professionelle Motorsportfans.

Motorsport-Fans freuen sich auf Wedemark-Rallye

Wedemark (awi). Am nächsten Sonnabend, 30. August, startet die 10./11. Wedemark-Rallye (das ECHO berichtete). Start und Ziel sind erstmals am Rathaus, das Fahrerlager auf dem Schützenhaus und im Schulzentrum. Das ist neu. Die letzten Male war das Rallyezentrum an der Jugendhalle in Mellendorf. Bei der Wedemark-Rallye am 1. September 2012 erlebte der Schotter-Cup erstmals eine Doppel-Veranstaltung. Neue Variationen bei den klassischen „Kuhlen“-Prüfungen zwischen Mellendorf und Brelingen, der Rundkurs Wennebostel und eine traumhaft schöne Sprintprüfung bei Schadehop sorgten damals für hohe Anforderungen: Sand und Schotter, Asphalt und Beton, Gras- und Naturwege wechselten sich ab. Zum ersten Mal wurde 2012 die Startreihenfolge in der Wedemark umgedreht: Die Trabant starten vorneweg, die Mitsubishi am Endes des Feldes. Trotz der höchsten Startnummer fuhren die Finnen Jaakko Keskinen und Juha Heikkilä in beiden Läufen überlegen an der Spitze. Bei der ersten Rallye komplettierten die Mitsubishi-Kollegen Raphael Ramonat und Rudi Reindl das Siegerpodest.
Muschiol und Munkwitz vorn
Die Wedemark-Rallye ist ein wichtiger Bestandteil der ADMV-Meisterschaften. Vor der Janina-Depping-Gedächtnis-Rallye am 30. August führen der 40-jährige Kfz-Meister Mark Muschiol aus Chemnitz und die 37-jährige Angestellte Kerstin Munkwitz aus Bad Schmiedeberg die Tabelle mit einem gesunden Polster an. Ihre Verfolger liegen ganz dicht beisammen. Die Tabellenspitze:
1. Mark Muschiol / Kerstin Munkwitz (Chemnitz) Renault Clio 2606 Punkte
2. Raphael Ramonat / Heinke Möhrpahl (Trusetal) Mitsubishi Lancer 1842 Punkte
3. Frank Zischkale / Nico Spennemann (Wittenberg) BMW 318is 1830 Punkte
4. Christian Bauer / René Heller (Fraureuth) Renault Clio 1825 Punkte
5. Rigo Sonntag / Mathias Rochow (Mülsen) Honda Civic 1797 Punkte
6. Torsten Brunke / Sophia Strauß (Oderberg) VW Golf III 1596 Punkte
7. Bernd Wörtzel / Chris Parpart (Schorfheide) Trabant 601 1511 Punkte
8. Andreas Schramm / Maik Bruder (Schneeberg) Trabant 601 1379 Punkte
Neben der Sachsen-Meisterschaft gibt es auch eine Regionalmeisterschaft für die nördlichen Bundesländer. Auch hier liegen die Schotter-Spezialisten Mark Muschiol und Kerstin Munkwitz an der Spitze. Doch zwei andere Spezialisten für schwieriges Gelände, beide aus dem Berliner Umland, sind ihnen auf den Fersen: Jürgen Neumann, 43, hat früher Enduro-Rallyes mit einem 125-cm³-Motorrad bestritten, sein Copilot Gordon Pfarr, 34, schafft als Kunstmaler und Quad-Guide.
Seit 1998 fahren die schnells-ten Trabant-Piloten ihren eigenen Pokal aus. Bei allen Läufen der ADMV-Meisterschaften können die „Pappen“ punkten, die sieben besten Ergebnisse zählen am Jahresende. Mit mehr als 70 PS unter der Haube flogen Mario Keller und René Mittmann 2013 überlegen zu ihrem fünften Sieg im ADMV-Trabant-Rallye-Cup. In diesem Jahr pausiert der Fahrer aus Grünhain. An seiner Stelle dominiert ein andere Routinier: Der 44-jährige Metallbau-Ingenieur Mike Knorn aus Neumark im Vogtland hat den Trabant-Cup schon dreimal gewonnen – 1999, 2000 und 2008. Sein härtester Verfolger ist der Cup-Sieger von 2011, der 31-jährige Kfz-Mechaniker Andreas Schramm aus Schneeberg.
Eigener Pokal für Trabants
14 Teams haben sich 2014 in den 318is-Cup eingeschrieben, und fast komplett wird die populäre Serie in die Wedemark reisen. Bei dem privat organisierten Markenpokal für BMW 318 dürfen die Weiß-Blauen leicht verbessert werden, 155 PS und eine kurze Hinterachse mit Sperrdifferenzial lassen erstaunlich schnelles Tempo zu. Weil die 1990/91 gebauten E30-Limousinen langsam in die Jahre kommen, sind auch die Compact-Limousinen der Nachfolge-Baureihe E36 zugelassen. Viel Fahr-spaß bei geringen Kosten – so lautet die Devise des 318is-Cups.
Spannender 318is-BMW-Cup
Im vergangenen Jahr haben Rudi und Simone Weileder mit einer starken zweiten Saisonhälfte den Cup überlegen gewonnen. Über Winter sind eine Reihe neuer Teams zum Cup gestoßen. Beim ersten Lauf der neuen Saison in Wittenberg präsentierte sich das Ehepaar von der Donau stark, noch stärker der Junior Felix Weisert und seine Freundin Lisa Kuhn aus dem schwäbischen Birkenfeld. Dafür drehten die Weileders in Nordhausen und in Niederbayern den Spieß um und gingen in Führung. Doch beim vierten Lauf in der Lausitz gewann Weisert das Duell gegen Weileder. So kommen Felix Weisert und Lisa Kuhn und Rudi und Simone Weileder als gemeinsame Spitzenreiter in die niedersächsische Heide! Auch auf Platz drei stehen zwei punktgleiche Teams: Stefan Zantis und Cony Hartmann haben sehr regelmäßig gepunktet, Kevin Schöter und Helen Sinclair haben einen Lauf auslassen müssen und sind auf Aufholjagd. Die besten Cup-Neulinge liegen auf den Plätzen sechs bis acht.