180 Frauen kamen zur Weihnachtsfeier

Margrid Heuer, erste Vorsitzende des LandFrauenvereins Wedemark, begrüßt Pastorin Andrea Schneider (links).

Weihnachtsgeschichte und Weihnachtsbraten bei LandFrauen

LandFrauen Wedemark. Hell und warm leuchteten die Kerzen im Saal des Gasthauses Bludau in Wennebostel. 180 Frauen versammelten sich zur diesjährigen Weihnachtsfeier des LandFrauenvereins Wedemark. Die LandFrauen aus Sprockhof und einige Damen aus dem Vorstand hatten für den üppigen Tischschmuck gesorgt. Glänzende Äpfel, Tannenzapfen und Tannengrün sowie rote Kerzen schmückten die Tische und riefen eine adventliche Stimmung hervor. Margrid Heuer begrüßte alle mit sinnlichen Worten zur Adventszeit. Wann ist Weihnachten? Wenn alle bereit sind für das Fest. Wenn wir die Not eines Mitmenschen lindern. Weihnachten kennt keine Grenzen. Geschenke, was schenke ich wem? Die Landesvorsitzende Barbara Otte-Kinast hatte einen Weihnachtsbrief geschickt. Darin schrieb sie: „Ich sehe mit großer Sorge die Entwicklungen in Europa und bin dennoch überzeugt davon, dass die Bewegung der Völker auch immer eine Chance für die Menschheit ist“. Helga Bremus las eine Weihnachtsgeschichte vom Weihnachtsbraten vor. Ein Ehepaar bekam eine richtige weiße Hausganz, die zu Weihnachten als Braten dienen sollte. Als Weihnachten herangerückt war und die Gans geschlachtet werden sollte, hatte sich das Ehepaar so an die Gans gewöhnt, dass sie regelrecht zur Familie gehörte. Niemand mochte sie töten. Und so lebte die Gans lange Jahre in der Familie. Gänse werden sehr alt. Der plattdeutsche Singkreis sang viele schöne Lieder und Kanons; auch das Publikum wurde mit einbezogen. Es gab großen Applaus.
Pastorin Andrea Schneider hatte früher im Fernsehen und Rundfunk das Wort zum Sonntag gesprochen und war dadurch bekannt geworden. Die Pastorin hatte einen Lichterkranz mit vier Kerzen mitgebracht. Das erste Licht hieß Vertrauen. Vertrauen ist kostbar. Nur zu vertrauensseelig sollte niemand sein. Das zweite Licht ist die Freude. Weihnachten ist Freudenzeit. Allerdings nicht überall. Es gibt Kinder, die nichts anderes kennengelernt haben, als den Krieg. Das dritte Licht heißt Frieden auf Erden. Darf dieses Licht weiterbrennen? Frieden auf dieser Erde? Die vierte Kerze heißt Hoffnung. Wir hoffen alle, dass Friede wird auf Erden. Weil das Hoffnungslicht brennt, können alle anderen Kerzen wieder angezündet werden. In den dunkelsten Momenten des Lebens ist das Licht ganz nah. Nach der Wut erfolgt die Phase des Sortierens. Der Schmerz bleibt, die Narben sind da; aber sie wachsen sich ein. Ursula Wichmann sprach das Schlusswort und bedankte sich für das Spendenergebnis. 465 Euro waren zusammengekommen für „broken heart“ (Menschenhandel und Sklaverei). Mit dem Lied "O, du fröhliche" ging die Weihnachtsfeier zu Ende.