Abtauchen in der Unterwasserstadt

Die Mitglieder des TC Barakuda waren von der Unterwasserwelt in Nordhausen begeistert.

Ausbildung und Schnuppertauchen beim TC Barakuda

TC Barakuda. Die Seenplatte vor Nordhausen gehört zu den beliebtesten Tauchspots in Deutschland. Der Tauchverein Barakuda Mellendorf hat sich diesen Tauchspot für die Aus- und Weiterbildung der Vereinsmitglieder ausgesucht. Neben dem Grundtauchschein, den die neuen beziehungsweise jüngeren Vereinsmitglieder absolviert haben, standen auch Prüfungstauchgänge für Silber- und Goldtaucher an, die in Nordhausen von den vier Tauchlehrern abgenommen wurden. Die Taucher wurden in Ausrüstungskunde geschult und über Tauchphysik informiert. Hinzu kommen die praktischen Übungen. „Letztendlich wird man vor allem durch das Sammeln von praktischen Übungen zu einem guten Taucher“, erzählt Isabelle Gieseke, die sich in der Kinder- und Jugendausbildung im Verein engagiert.
Unter Wasser gibt es eine Welt, die vielen Menschen verborgen bleibt und in den Seen von Nordhausen wimmelt es von Karpfen, Hechten, Barschen und Rotfedern, die bei jedem Tauchgang beobachtet werden können. Dazu muss man aber lernen, sich in dieser stillen Unterwasserwelt auch bei schlechteren Sichtweiten zurechtzufinden. Der Sonderkurs Orientierung ist die Grundlagen für ein sicheres Tauchen. Als Vorbereitung müssen die Tauchschüler den Kompass herausholen und die mit den Bojen im See markierten Punkte anpeilen.
Eine der Bojen markiert die Unterwasserstadt „Nordhusia“, die eigens für die Taucher erschaffen wurde. Neben Stadtmauern, einem Turm und Fachwerkhäusern wurde eine ganze Kirche für die Sporttaucher aufgebaut. Am Eingang hängt eine Glocke und es gibt Holzbänke und einen richtigen Altar mit Kruzifix. Holzfiguren und Skulpturen hauchen dem Stadtbild unter Wasser Leben ein. „Schwerelos neben ein paar Hechten durch die Stadt zu tauchen ist ein unvergessliches Erlebnis“, erzählt der Vorsitzende des Tauchverein, Günter Schwarz, der die nächste Gruppe der Tauchschüler zur Vorbereitung des Tauchganges zusammentrommelt. Kurz vor jedem Tauchgang wird von den Tauchpartnern ein Ausrüstungscheck durchgeführt. Druckluftflasche, Atemregler, Schläuche, Ventile und Tauchcomputer werden überprüft und ein Notfallplan besprochen, denn im Ernstfall muss alles ganz schnell gehen. Taucher haben deshalb auch ihre eigene Sprache unter Wasser – eine Art Gebärdensprache mit der kommuniziert wird und mit der auch eventuelle Notfälle angezeigt werden können. Wer mit dem Daumen und Zeigefinger ein „O“ formt, signalisiert hingegen dass „alles in Ordnung“ ist.
„Tauchen kann jeder, der gut schwimmen kann und gesund ist“, erzählt Isabelle Gieseke, für die Tauchen mehr als nur ein Hobby ist. Tauchen ist eine Leidenschaft, ein neues Lebensgefühl. „Was Entspannenderes gibt es einfach nicht“, versichert sie. Jeden Freitag treffen sich die Mitglieder im Hallenbad zum Training. „Wir halten uns fit, denn eine gute Kondition ist für das Gerätetauchen unverzichtbar“, bemerkt Günter Schwarz.
Wer das Gefühl von grenzenloser Freiheit und Schwerelosigkeit erfahren möchte, muss zunächst eine Ausrüstung mit Tauchjacket, Flossen und Maske anziehen und sich mit der Funktion des Drucklufttauchgerätes vertraut machen. Dieses unvergessliche Erlebnis möchte der Verein allen Jugendlichen (ab 14 Jahre) und Erwachsenen beim Schnuppertauchtag im Hallenbad bieten. Der Tauchclub hat dazu das Hallenbad in Schwarmstedt für einen ganzen Tag angemietet. Nach einer Einweisung in die Funktionsweisen der Tauchausrüstung und elementarer praktischer Sicherheitsübungen begleiten die Tauchlehrer die Schnuppertaucher in die Unterwasserwelt. Die komplette Ausrüstung wird dabei vom Verein gestellt. Das Schnuppertauchen findet am Sonnabend, 23. September, im Hallenbad Schwarmstedt statt. Infos unter schnuppertauchen@tc-barakuda.de oder telefonisch unter (01 71) 2 64 49 04.